US-Börsen schließen ohne klare Richtung

2. Juli 2012, 22:30
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Überraschend schwacher ISM-Index schürt Hoffnung auf Fed-Maßnahmen - Lincare nach Linde-Gebot 21,5 Prozent fester

New York - Die US-Börsen haben am Montag ohne klare Richtung geschlossen. Der Dow Jones beendete den Handel knapp behauptet mit einem kleinen Minus von 8,70 Punkten oder 0,07 Prozent bei 12.871,39 Einheiten. Der S&P-500 Index befestigte sich um 3,35 Punkte oder 0,25 Prozent auf 1.365,51 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 16,18 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 2.951,23 Punkte.

Händler berichteten von einer durchwachsenen Stimmung an der Wall Street. Nachdem die jüngste Euphorie über den EU-Gipfel und mögliche neue Hilfen für Spanien und Italien verflogen war, richtete sich das Augenmerk wieder auf die US-Konjunktur. Die zu Wochenstart gemeldeten Daten waren gemischt ausgefallen. Die Bauausgaben waren zwar stärker als erwartet gestiegen, der als Stimmungsbarometer viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie war hingegen stärker als erwartet zurück gegangen.

Die US-Industrie ist im Juni laut der Umfrage des ISM-Instituts erstmals seit rund drei Jahren geschrumpft. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager gab auf 49,7 von 53,5 Punkten im Vormonat nach. Händlern zufolge schürte der schwache ISM-Index aber gleichzeitig auch die Hoffnung auf weitere Anleihenkäufe zur Konjunkturbelebung durch die US-Notenbank Fed.

Zu den Aktien im Fokus zählten zu Wochenbeginn Lincare. Die Aktie des Sauerstoffgeräte-Herstellers stieg im Verlauf um 21,52 Prozent auf 41,34 Dollar. Der deutsche Industriegasekonzern Linde bietet nun 41,50 Dollar in bar je Lincare-Aktie, das sich daraus ergebende Gesamtvolumen beläuft sich auf 4,6 Mrd. Dollar. In der Presse war nur ein geringerer Kaufpreis für Lincare von 3,4 Mrd. Dollar gehandelt worden.  (APA, 2.7. 2012)

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