MacBook Pro Retina: Windows-Geräte können nicht völlig mithalten

5. Juli 2012, 11:03
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"Mit der Auflösung des Retina-Displays können nicht einmal 30-Zoll-Monitore mithalten"

Auf seiner Entwickler-Konferenz WWDC stellte Apple sein "neues Super-Notebook" vor. Das Display des neuen Macbook Pro hat 5,1 Millionen Pixel und eine Auflösung von 2880 mal 1800 Bildpunkten. Apple spricht wie beim iPhone von einem "Retina"-Display, bei dem das menschliche Auge keine Pixel erkenne. Auf dem 15-Zoll-Display (38 cm) sind viel mehr Bildpunkte als bei einem HD-Fernseher mit 1920 mal 1080 Pixeln.

Günstiger, aber ...

Doch Apples Flaggschiff hat auch seinen Preis: Mindestens 2300 Euro müssen Käufer für das Gerät bezahlen. Einige Windows-Top-Modelle sind günstiger, können allerdings auch nicht in jeder Hinsicht dagegenhalten, schreibt die Computerzeitschrift c't in seiner aktuellen Ausgabe.

"Mit der Auflösung des Retina-Displays können nicht einmal 30-Zoll-Monitore mithalten"

Apples Retina-MacBook ist derzeit einzigartig auf dem Markt. Ein so flaches Gehäuse gab es in dieser Leistungsklasse bislang nicht. Das Display ist konkurrenzlos: "Mit der Auflösung des Retina-Displays können nicht einmal 30-Zoll-Monitore mithalten", erläutert c't. Bildbearbeitung, Videoschnitt oder nur einfaches Surfen machen auf dem scharfen, farbbrillanten Retina-MacBook einfach mehr Spaß als auf anderen Notebooks.

"Die Hersteller werden aber mit Sicherheit in einigen Monaten Updates nachliefern"

Um in den vollen Genuss der 220 dpi hohen Auflösung zu kommen, müssen aber die Anwendungen an das Display angepasst sein. Bisher sind außer Apples eigenen Anwendungen nur wenige auf diesem Stand. "Die Hersteller werden aber mit Sicherheit in einigen Monaten Updates nachliefern", so ct. Nutzen Anwender das Retina-MacBook unter Windows, werden zwar auch nicht angepasste Anwendungen in voller Schärfe dargestellt, doch die Bedienelemente geraten dann sehr klein.

Alternativen

Wem das scharfe Bild nicht so wichtig ist und Preise bis zu 4000 Euro zu teuer, der findet Alternativen unter den Top-Modellen aus der Windows-Welt. Samsungs 900X4C ist beispielsweise noch flacher und leichter, bietet allerdings nur einen Bruchteil der Leistung. Das ThinkPad T520 von Lenovo bringt mehr Schnittstellen, mehr Laufzeit und ein mattes, farbkräftigeres Display mit - das aber nur in HD-Auflösung und verpackt in einem doppelt so dicken, schwereren Gehäuse. (red, 02.07. 2012)

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    Bei seinen Notebooks setzt Apple - wie manche Konkurrenten aus dem Windows-Lager auch - auf Intels neue Prozessorarchitektur "Ivy Bridge" und die schnellere Schnittstelle USB 3.0. Beim Spitzenmodell führt Apple jedoch auch seine "Retina" genannte Bildschirmtechnik ein, die eine bisher unerreichte Auflösung von über fünf Millionen Pixeln auf einem 15-Zoll-Bildschirm (38 cm) ermöglicht.

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