Paszek staubtrocken ins Viertelfinale

2. Juli 2012, 20:25
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6:2 6:2-Sieg im Achtelfinale gegen Italienerin Vinci - Die nächste Hürde heißt Asarenka und ist die Nummer zwei - Paszek: "So macht das Spaß"

London - Tamira Paszek hat ihren sensationellen Erfolgslauf auch am Montag fortgesetzt und mit dem neunten Sieg in Serie wie schon 2011 das Viertelfinale der All England Tennis-Championships in Wimbledon erreicht. Die 21-jährige Vorarlbergerin benötigte im Achtelfinale gegen die als Nummer 21 gesetzte Roberta Vinci lediglich 63 Minuten, ehe sie mit einem sicheren 6:2 6:2 über die Italienerin hinweggebraust war. "Sobald ich auf den Platz gehe, zählt nichts anderes als das Fighten und das Gewinnen. Da bin ich in Trance", sagte Paszek Die Weltranglisten-37. hat damit alle Punkte aus dem Vorjahr verteidigt und 145.000 Pfund (180.000 Euro) Preisgeld sicher.

Unter den besten Acht

Wer hätte das vor einigen Wochen für möglich gehalten? Am 4. Juni scheiterte die beim 75.000 Dollar dotierten Rasen-Challenger in Nottingham topgesetzte Österreicherin gleich in der ersten Runde an einer gewissen Alison Riske (USA), in der Woche darauf in Birmingham ebenfalls gleich zum Auftakt an der Britin Anne Keothavong. Und nun steht Paszek doch tatsächlich im Tennis-"Mekka" wieder unter den besten acht Spielerinnen.

Die Art und Weise wie Paszek auf Court 12 von Beginn weg das Spiel gegen Vinci dominierte, war beeindruckend. Es war übrigens jener Platz, auf dem sie im Vorjahr Francesca Schiavone in der dritten Runde nach insgesamt 3:41 Stunden mit 11:9 im dritten Satz förmlich niedergerungen hatte. Etwas mehr als ein Jahr später war von einem Kampf keine Rede.

Doch an diesem Tag half auch das Anfeuern von Roland-Garros-Finalistin Sara Errani gar nichts: Gegen eine von der Vor- und Rückhand immer wieder punktende Paszek (19 Winner) war für Vinci kein Kraut gewachsen. Paszek ging rasch 4:0 in Führung, musste zwar zum 4:2 den Aufschlag abgeben, holte dann aber Satz eins nach nur 27 Minuten souverän.

Im zweiten Durchgang ließ sich Paszek von einem Serviceverlust zum 2:2, also dem Rebreak von Vinci, auch nicht aus der Ruhe bringen und ließ der Weltranglisten-23. in der Folge gar kein Game mehr. Nach etwas mehr als einer Stunde riss Paszek beide Arme in die Höhe und bedankte sich beim Publikum. "So macht das Spaß!", schrie sie lachend in Richtung Manager und ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb.

Nun gegen die Nummer zwei

Als nächste Gegnerin baut sich am Dienstag Viktoria Asarenka (drittes Match nach 13 Uhr) auf, die Nummer zwei des Turniers. Die Weißrussin ließ Ana Ivanovic (SRB-14) beim 6:1 6:0 in 62 Minuten nicht den Funken einer Chance. Die Partie wurde wegen des schlechten Wetters unter geschlossenem Dach absolviert. "Ich habe wirklich gut gespielt und mich im Vergleich zu den Vorrunden gesteigert", resümierte Asarenka nach dem vierten glatten Erfolg. Das sie nun neuerlich, wie schon 2011, im Viertelfinale auf Paszek trifft, löste nicht unbedingt Angst, aber doch Respekt aus: "Sie hat zuletzt auf Rasen sehr gut gespielt, das wird eine schwere Aufgabe, aber ich freue mich drauf", meinte die Australian-Open-Siegerin. Die bisherigen beiden Begegnungen zwischen den beiden (jeweils Viertelfinale Montreal 2008 und Wimbledon 2011) hat Asarenka jeweils in zwei Sätzen gewonnen.

Neun Siege en suite, Siege gegen die Nummern 9, 8 und 7 der Welt und seit Eastbourne insgesamt sieben abgewehrte Matchbälle sollten der Österreicherin jedoch Selbstvertrauen geben. (APA/red, derStandard.at, 2.7.2012)

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