OMV investiert 6,7 Millionen in Biodiesel-Anlage

2. Juli 2012, 12:33
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Zusammen mit dem Frankfurter Biodiesel-Anlagenbauer BDI wird in eine Pilotanlage für Biodiesel investiert

Wien/Schwechat - Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat gemeinsam mit dem in Frankfurt gelisteten Biodiesel-Anlagenbauer BDI - BioEnergy International mit Sitz in Graz eine erste sogenannte "BioCrack"-Pilotanlage zur Bio-Dieselproduktion am OMV-Standort in Schwechat eröffnet. In die Anlage wurden 6,7 Mio. Euro investiert, davon wurden 2 Mio. Euro gefördert. Aus festen Biomasse-Stoffen wie Hackschnitzel oder Stroh soll Diesel mit einem erhöhten biogenen Anteil produziert werden, der für alle Motoren verwendet werden kann, teilte die OMV in einer Aussendung am Montag mit.

Die OMV wolle nicht in die Nahrungsmittelkette eingreifen, betonte OMV-Chef Gerhard Roiss bei der Eröffnung der Anlage. "Mit dem direkten Verarbeiten von Holzabfällen ist es uns als erste gelungen, modernste Biokraftstoffe ohne Agrarprodukte zu erzeugen." Infrastrukturministerin Doris Bures (S) betonte, dass Österreich in der Forschungsförderung auf Umwelt- und Energietechnologie setze - also "auf den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen". Das Projekt wurde im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogramms "Neue Energien 2020" gefördert.

Marktreife 2014

Bis 2020 wird mit einer steigenden Diesel-Nachfrage von mindestens 10 Prozent gerechnet. Die neue Biodiesel-Anlage, die im BDI-Eigentum steht, basiert auf einem neuartigen, patentierten Verfahren: Dabei wird Biomasse mit schwerem Mineralöl auf bis 420 Grad Celsius erhitzt, um Diesel mit einem biogenen Anteil von bis zu 20 Prozent zu erzeugen. Die neue Anlage ist mit der Raffinerie Schwechat direkt verbunden. Das Verfahren soll bis Mitte 2014 getestet und zur Marktreife geführt werden, teilte die OMV mit. (APA, 2.7.2012)

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