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Zuerst Aufklärung, dann Konsequenzen, fordert Gabi Burgstaller.
Die Salzburger Landeshauptfrau und Bildungsreferentin Gabi Burgstaller (SPÖ) schlägt vor, die Familienbeihilfe zu sperren, wenn die Kinder ihrer Schulpflicht nicht ausreichend nachkommen. Das berichtet orf.at. Geht es nach Burgstaller, soll die Familienbeihilfe vorübergehend nicht ausbezahlt werden, wenn Kinder häufig die Schule schwänzen und Eltern nichts dagegen tun: "Ich halte viel davon, dass man zuerst aufklärt, aber dass es dann auch Konsequenzen gibt. Insofern bin ich für eine Strafe. Meiner Meinung nach hätte man darüber nachdenken sollen, ob die Sperre der Familienbeihilfe der bessere Weg wäre."
Höchststrafe 440 Euro
Burgstaller will mit der vorübergehenden Sperre der Familienbeihilfe eine Möglichkeit haben, Druck auf die Eltern auszuüben. Burgstaller: "Nicht, dass es nicht bezahlt wird, sondern wenn eine Veränderung eintritt, dass es nachbezahlt wird. Ob das für die Eltern nicht ein größerer Druck wäre, sich um die Interessen zu kümmern, nämlich dass die Kinder in die Schule gehen." Derzeit gilt für Schulschwänzer eine Höchststrafe von 220 Euro. Ab Herbst soll dieser Betrag auf 440 Euro verdoppelt werden.
Laut ihrem Sprecher geht es Burgstaller vor allem um "Ausnahmefälle", bei denen die Eltern den Dialog mit der Schule verweigern. "Bei dem Verlust permanenter Geldleistungen werden sie eher reagieren", erklärt er im Gespräch mit derStandard.at den Vorschlag der Landeshauptfrau. Strafen seien für Burgstaller deshalb sinnvoll und notwendig, weil das Fernbleiben von der Schule einen "massiven Einschnitt" für die Kinder bedeute. Auf die Frage, ob längerfristige Maßnahmen nicht sinnvoller wären, meint der Sprecher, dass bereits jetzt an den Schulen "massiv viel versucht" werde, um die Kinder zurück in die Schule zu bekommen.
Rechtlich gesehen wäre es zulässig, die Familienbeihilfe den Eltern von Schulschwänzern zu streichen, sagt Verfassungsrechtler Heinz Mayer. Der Gesetzgeber lege die Pflichten fest und wenn diese nicht erfüllt seien, könne man die Beihilfe streichen. "Die Familienbeihilfe dient auch dazu, dass Kinder gut ausgebildet werden, deshalb ist das durchaus ein Weg, den man gehen könnte", so Mayer.
Tiroler versenden SMS
Sanftere Wege beschreiten die Tiroler Schulbehörden. Sie setzen auf mehr Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus. Im kommenden Schuljahr soll es ein Pilotprojekt geben, bei dem Eltern per SMS über das Fehlen ihrer Kinder aufmerksam gemacht werden, bestätigte die zuständige Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) am Montag einen Bericht von ORF Radio Tirol. In das Projekt "Schul.InfoSMS - Einfache und schnelle Kommunikation mit Eltern" werden alle 32 polytechnischen Schulen in Tirol einbezogen. Durch den besseren Informationsaustausch sollen die Fälle eines gehäuften unentschuldigten Fernbleibens vom Unterricht verringert werden. (APA/red, derStandard.at, 2.7.2012)
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Netter kann man die Impotenz und Inkompetenz eines ErZIEHungskonzeptes gar nicht offenlegen.
Sie machen immer mehr DRUCK, weil ihrem GEIST nichts einfällt, was ZIEHT. Gegenseitige Erpressung und Nötigung nach dem "Recht des Stärkeren" ist wirklich ein ErZIEHungs- und Lebensstil, wie ihn eine Gesellschaft braucht, um Glück wieder erlebbar zu machen. Als Ich-kann-Schule-Lehrer, der statt Druck zu machen, nach dem SOG-Prinzip handelt und sich was einfallen lässt, was ZIEHT, hinke ich da wohl etwas hinter dieser Verwirklichkeit nach. Pardon und freundliche Grüße!
Franz Josef Neffe
...
Richtig ist leider, dass viele Familien Erziehung der Schule überlassen wollen. Aber das ist ein allgem. gesell. Phänomen: Menschen werden dazu verleitet Verantwortung abzugeben an Versicherungen, Schulen, Vorgesetzte etc. Man versucht bis an sein Lebensende „verantwortungslos“ zu leben.
Die g’sunde Watschn. Fr. Burgstaller ist definitiv in der falschen Partei.
Wenn Kinder längere Zeit schulschwänzen liegt das Problem meist viel tiefer als
„ich hab heut keinen Bock“. Meist sind es Kinder aus finanzschwachen Fam. – eine Strafe und der Entzug der Familienbeihilfe wird die Situation nur noch verschärfen. Hier werden Symptome bekämpft - nicht Ursachen.
Noch dazu wird zZt. „Schulschwänzen“ als Ursache für Lerndefizite überschätzt. Zumeist verstärkt es nur einen Trend, der durch andere Ursachen (Familienprobleme, pers. Probleme etc.) bedingt ist.
Verraten Sie mir bitte, warum gerade in einer finanzschwachen Familie der Schulbesuch ein Hindernis sein sollte?
Eine seltsame Idee - anderorts (Indien, etc.) wären finanzschwache Familien - also Bettler, und dgl. sehr sehr froh über die Möglichkeit einer Bildung, die sie nicht SELBST bezahlen müssten und für die sie auch noch bezahlt bekämen (Familienbeihilfe). Warum also diese Relativierung, wenn es um die Schulpflicht - dh. eigentlich ein Recht für alle Kinder, eine Bildung kostenlos zu erhalten, geht?
Hatte Maria Theresia doch unrecht, und es ist doch keine gute Idee, Kinder ALLER Schichten und Geschlechter in die Schule zu schicken?
und die unis warten nun schon 1-1/2 jahre auf die unimilliarde, bei den griechen ging das innerhalb von paar wochen und ganz fett dazu, seit der töchterle in wien amtiert schaut der gar nicht glücklich drein, ich bin dafür, dass jede bildungseinrichtung an den börsen mit staatsgeld zocken darf und im verlustfall so wie die banken und die pleitestaaten geld vom staat erhalten sollten, so macht das leben eben spass
Was die Salzburger LH-Frau dazu bewegt, sich immer wieder Themen anzunehmen, für die sie eigentlich gar nicht zuständig ist, das weiß diese vermutlich selbst nicht so genau. Was auffällt ist die soziale Schieflage, auf die sie sich begibt. Schulschwänzen soll hier gewiss nicht verteidigt werden, dagegen aber gleich die Keule der Streichung der FBH anzuwenden, ist zumindest für Sozialdemokraten nicht würdig. Ist die Familienbeihilfe für einkommensschwache ein wichtiger Beitrag zum Lebensunterhalt, so können wohlhabende Eltern ganz locker darauf verzichten. Wollen sie, Frau Burgstaller, durch solche Maßnahmen die Kluft zwischen arm und reich weiter erhöhen? Fehlt es ihnen an Aufgaben, ist ihr Amt gar überflüssig. Einsparen, die diversen LH-s
Sie haben Sozialdemokratie auch nicht verstanden!
Bei den Wohlhabenden ist es vergleichsweise wurscht, wenn der Nachwuchs schwänzt und keine gscheite Schulbildung zustande bringt. Entweder kriegt er die nötige Bildung bezahlt oder die Eltern schanzen dem unfähigen Kind irgendeinen Job im (halb)öffentlichen Beriech zu. So oder so ist das Kind versorgt.
Bei den Einkommensschwachen schaut die Sache schon ganz anders aus. Und deshalb ist es meiner Meinung nach viel eher sozialdemokratisch, diesen Leuten, meinetwegen auch gegen ihren Willen, einen Schubs in die richtige Richtung zu geben statt aus lauter falschgemeinter Fürsorge beim Einschlagen eines fatalen Wegs einfach nur zuzuschauen.
Wie sieht es eigentlich in unserem Paralament aus ? Da gibt es keine Anwesenheitspflicht für die meisten Politiker. Da kümmert sich niemand ums Schwänzen, da kümmert sich niemand um das demonstrativ zur Schau gestellte Desinteresse beispielsweise bei Nationalrats- bzw Sondersitzungen. Der ORf fängt das alles bestens ein: Da sitzt das Paradebeispiel - um nur eine zu nennen - namens " Rudas Laura" und schafft es einen ganzen Tasg lange mit ihrem Handy und Labtop herumzuspielen oder aber Magazine zu lesen und keiner regt sich auf. Dafür erhaltet sie noch fürs Nichtstun fesches Geld und keiner regt sich auf? Muß die Rudas jetzt auch damit rechnen, dass Sie ihr unser Steuergehaltsgeld streichen und vielleicht zurückzahlen???
eltern,mütter,väter,etc die mit ihrem kind
überfordert sind, daran desinteressiert sind etc
werden sie mit druckmitteln finanzieller art
vielleicht dazu bringen die kinder verlässlich
in die schule zu schicken.
aber an dem problem, dass das kind scheinbar
vernachlässigt wird, ändern sie daran nichts.
wäre ja schön wenn es so einfach wäre:
strafe androhen, problem gelöst?
glauben sie unverantwortliche eltern lernen
mit ihren kindern?
sozialarbeit, jugendfürsorge, nachhilfe etc ist mühsam, langwierig, teuer.
aber durch blosse geldstrafen ändern sie an den
verhältnissen sehr wenig bis GARNICHTS.
ein gewisses Maß an sogenannter Eigenverantwortung der btf. Eltern ist schon zumutbar
bzw. durch das Androhen einer Maßnahme initiierbar.
Und wenn's um den Geldbeutel geht, werden noch allemal die meisten Menschen aktiv.
und wie sieht die geplante umsetzung aus? nach wie vielen tagen (stunden) abwesenheit ist zukünftig eine ärztliche bestätigung notwendig, wann wird dem amtsarzt vorgeführt? wer entscheidet also letztendlich, ob ein fehlen begründet oder unbegründet war? freuen sich die gerichte bereits auf die zu erwartenden klagen?
frau burgstaller, es gäbe viele junge, die gerne zur uni gingen, denen sie das verbieten möchten! setzen sie ihr populistisches talent doch mal für die bildungswilligen ein!
"um wie viele "fälle" handelt es sich?"
Wenn man hierzulande den Mut und die Aufrichtigkeit hätte, diesbezüglich unverfälschte Zahlen aller z.B. BHS auf den Tisch zu legen (was NIE der Fall sein wird), würden Sie aus dem Staunen wohl für eine Weile nicht mehr heraus kommen (mir geht es mit jenen Schulen jedenfalls so, die ich nicht nur von außen kenne). Also: Bis auf Weiteres unverdrossen weitermachen mit reden, reden und zerreden....
Ich glaube das stellen sich viele zu leicht vor.
Ich behaupte mal, der Grossteil derjenigen, die Schule schwaenzen sind keine Musterkinder aus Musterfamilien, sondern eher Kinder, die etwas auf die schiefe Bahn geraten und deshalb lieber mit den "bros" und "swagkollegen" am Bahnhof, in Einkaufszentren oder am Sportplatz abhaengen...
Ob die sich durch eine Streichung der Familienbeihilfe (die hauptsaechlich die Eltern treffen wird) wieder in die Schule begeben werden?
Ich denke nicht.
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