PRVA kritisiert Ungerechtigkeiten im neuen Lobbying-Gesetz

2. Juli 2012, 11:33
posten

PRVA-Präsidentin Vogl wittert eine "Zwei-Klassen-Transparenz" und erfreuliche Nachrichten vom Deutschen PR-Preis

Der Public-Relations-Verband Austria (PRVA) kritisiert in einer Aussendung vom Montag das vom Nationalrat verabschiedete Lobbying- und Interessenvertretungs-Transparenz-Gesetz, das Anfang 2013 in Kraft treten wird.

Es gebe eine "Ungleichbehandlung von Agenturen gegenüber Verbänden und anderen Interessenvertretungen", weil Agenturen zukünftig "ihre Auftraggeber und die Aufgabenbereiche ihrer Lobbyingprojekte sowie ihren Gesamtumsatz offenlegen" müssen und Unternehmen, Verbände und NGOs nicht, kritisiert PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl. Auch bei der Nennung von Mitarbeitern wird ein gesetzlicher Unterschied gemacht. Agenturen müssen ihre Mitarbeiter explizit nennen, bei Verbänden reicht ein Verweis auf die Webseite.

Gleichbehandlung aller Interessenvertreter

Weitere Kritik übt der PRVA an den "unklar formulierten Ausnahmebestimmungen für Lobbyingaktivitäten von Rechtsanwälten" und den "im Gesetz vorgesehenen Verwaltungsstrafsanktionen sowie den Eintragungsgebühren", die zu hoch seien. Vogl wünscht sich "eine konsequente und umfassende Regelung, die alle Interessenvertreter gleich behandelt", und keine "Zwei-Klassen-Transparenz". 

Nominierungen für Deutschen PR-Preis

Erfreuliche Nachrichten gibt es hingegen vom Internationalen Deutschen PR-Preis 2012, bei dem es vier Agenturen unter die Nominierten geschafft haben: Grayling Austria mit der "Initiative der Österreichischen Bundesforste zum Internationalen Jahre des Waldes", die Salzburg AG mit der "Stakeholder-Kommunikation für das Wasserkraftwerke Sohlstufe Lehen", die ÖBB mit ihrem "bahnorama" und The Skills Group mit dem Projekt "Die neuen Österreicher". (red, derStandard.at, 2.7.2012)

Share if you care.