ÖIAG-Chefsuche wirft Personalkarussell an

2. Juli 2012, 11:04
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Ex-Landesrat Herbert Paierl sei ein "heißer Tipp"

Wien - Der frühere steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl gilt als "heißer Tipp" für den vakanten Chefposten der Staatsholding ÖIAG, berichtet der "Kurier" ohne nähere Angaben. Nachdem Kurzzeit-ÖIAG-Chef Markus Beyrer sich entschlossen hat, an die Spitze des Verbandes der europäischen Industrie zu wechseln, hat der ÖIAG-Aufsichtsrat die freie Stelle nun neu ausgeschrieben, die mit 1. Oktober 2012 oder spätestens per 1. Jänner 2013 neu besetzt werden soll, wie aus der Stellenausschreibung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervorgeht.

Paierl war bereits Anfang 2011 als Nachfolger von Peter Michaelis für den Job des ÖIAG-Chefs im Gespräch gewesen, hatte aber dementiert, sich beworben zu haben. Paierl begründete sein Nein damals damit, dass keine "ÖIAG neu", also eine über die drei verbliebenen Rest-Beteiligungen hinaus vergrößerte Staatsholding in Sicht sei.

Zukunft der ÖIAG umstritten

Die ÖIAG managt die staatlichen Firmenbeteiligungen bei OMV, Post und Telekom und ist außerdem 100-Prozent-Eigentümerin der Fimbag, wo die Banken-Beteiligungen geparkt sind. In der Regierung ist die Zukunft der ÖIAG umstritten. Die SPÖ will die Staatsholding auflösen, die ÖVP will die ÖIAG aufwerten und die Staatsbeteiligungen an ÖBB, Verbund, Asfinag und Bundesimmobilien einbringen.

Als SP-Favorit wurde auch der ehemalige OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer medial ins Spiel gebracht. Auch Ex-Bawag-Vorstand Stephan Koren und der frühere Staatssekretär Reinhold Lopatka wurden genannt. Im Frühjahr 2011 hatte sich auch der ehemalige Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic beworben, hatte aber gegen Markus Beyrer den Kürzeren gezogen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2012. (APA, 2.7.2012)

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