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Wien - Der frühere steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl gilt als "heißer Tipp" für den vakanten Chefposten der Staatsholding ÖIAG, berichtet der "Kurier" ohne nähere Angaben. Nachdem Kurzzeit-ÖIAG-Chef Markus Beyrer sich entschlossen hat, an die Spitze des Verbandes der europäischen Industrie zu wechseln, hat der ÖIAG-Aufsichtsrat die freie Stelle nun neu ausgeschrieben, die mit 1. Oktober 2012 oder spätestens per 1. Jänner 2013 neu besetzt werden soll, wie aus der Stellenausschreibung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervorgeht.
Paierl war bereits Anfang 2011 als Nachfolger von Peter Michaelis für den Job des ÖIAG-Chefs im Gespräch gewesen, hatte aber dementiert, sich beworben zu haben. Paierl begründete sein Nein damals damit, dass keine "ÖIAG neu", also eine über die drei verbliebenen Rest-Beteiligungen hinaus vergrößerte Staatsholding in Sicht sei.
Zukunft der ÖIAG umstritten
Die ÖIAG managt die staatlichen Firmenbeteiligungen bei OMV, Post und Telekom und ist außerdem 100-Prozent-Eigentümerin der Fimbag, wo die Banken-Beteiligungen geparkt sind. In der Regierung ist die Zukunft der ÖIAG umstritten. Die SPÖ will die Staatsholding auflösen, die ÖVP will die ÖIAG aufwerten und die Staatsbeteiligungen an ÖBB, Verbund, Asfinag und Bundesimmobilien einbringen.
Als SP-Favorit wurde auch der ehemalige OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer medial ins Spiel gebracht. Auch Ex-Bawag-Vorstand Stephan Koren und der frühere Staatssekretär Reinhold Lopatka wurden genannt. Im Frühjahr 2011 hatte sich auch der ehemalige Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic beworben, hatte aber gegen Markus Beyrer den Kürzeren gezogen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2012. (APA, 2.7.2012)
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Filialleiter der Reste der Verstaatlichten
Bin erstaunt über die Lobeshymnen (Unwissende geben anscheinend Meinungen vom "Hörensagen ab"). Wer Paierl wirklich kennt, kann ihn NUR ablehnen. Vielleicht sollte zu denken geben, warum er bei MAGNA doch nach kurzer Zeit seinen JOB "aufgab". EX-Magna Manager Wolf wüßte dazu sicher auch einiges zu berichten!
...Paierl wäre wohl ein Profi (einer der wenigen), aber er ist ein Wirtschaftsliberaler reinsten Blutes (durchaus positiv gemeint, es ist in Zeiten wie diesen schon gut an sich wenn jemand Überzeugungen hat und diese nicht wöchentlich je nach Umfage ändert...
...und so wie die ÖIAG momentan konzipiert ist hast Du als ÖIAG-Chef wenig zu tun bzw. keinen großen Gestaltungsspielraum, zwei der drei Unternehmen haben funktionierende Vorstände, die Telekom wird wohl auch bald einen solchen bekommen...
...ob sich der Paierl das antut ist fraglich (weil soviel Geld ist es auch nicht bzw. da kann er sicher ohne große Mühe woanders mehr verdienen)
bei Ruttensdorfer und Koren ja, aber Lopakta??
Gut, der hat als Staatssekretär im Finanzministerium überraschend gute Arbeit geleistet, hat aber keine vergleichbare Management-Erfahrung.
PS: ad Pölzl - also gut, der Mann weiss wie man Leute abbaut & Preise erhöht, aber in Wahrheit hat die Post seit es Pölzl gibt sehr wenig gemacht um in 5 Jahren noch marktfähig zu sein. Der Post geht es gut weil die Post (und Pölzl) dafür sorgen dass es keinen Markt gibt, aber es gibt keine wirkliche Strategie darüber hinaus. Und eine Strategie wäre gerade bei der ÖIAG höchst angebracht.
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