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Das Schnitzel muss runter, auch bei über 30 Grad im Schatten.
Europäischer Hitzerekord in Österreich dieser Tage. Wenn sich wer fragt, warum in den anderen Ländern niemand vor Neid platzt: Österreich liegt nicht am Meer. Und Hitzerekord in Österreich während einer Fußball- EM war dann zusätzlich demütigend, weil keinerlei und zwar wirklich gar keine Aussicht auf fahnen- und cocktailschwenkendes Herumkurven auf einem Schiff in irgendeiner herrlichen Brandung in Aussicht war, um etwa die eigene Mannschaft zu feiern.
Hierzulande begegneten wir der Hitze also tagsüber als Sardinen in einem öffentlichen Bad, am Abend wurde dann vor der Glotze im erträglich temperierten Keller gecampt und halt zu irgendeiner Mannschaft des Kontinents gehalten. Bei uns ging das dann atmosphärisch insofern komplett in die Hose, weil mein Sohn ein Italienleiberl trug, als einziger, auf dass er im Laufe des Abends immer weniger stolz wurde und bei Spielendstand dann hasste. Man ist schon gerne auf der Seite der Sieger, auch oder gerade, wenn man erst vier ist.
Was runter muss, muss runter
Kurz ist man geneigt, die Temperaturen positiv zu sehen, vor allem, wenn man inmitten der vielen üppigen Körper im Wiener Kongressbad gart: Bei der Hitze kann bestimmt niemand etwas essen. Das Wetter leistet da wohl gerade einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit. Denkt man kurz. Und dann sieht man sie, die Pommes und die Schnitzel, die geschlemmt werden mit reiner Willenskraft natürlich, aber was runter muss, muss runter.
Befremdend, wenn man selber seit Tagen nur an einem und zwar immer demselben Salatblatt lutschen kann. Dann hörte ich die Theorie dazu: Fleisch essen bei jeder Temperatur zeugt von Stärke Mut und Kraft. Zumindest bei der Klientel im Wiener Kongressbad. Und stark sein ist sexy, auch wenn der Wanst schon außer Rand und Band ist. Diese Schnitzelorgien sind also Balzrituale. Der unmäßige Fraß als gelebte Anbahnungskultur.
Ein Glück, dass sich die Wiener seit je her von Außen durchmischen, sonst wären sie schon ausgestorben durch kollektiven Schnitzelselbstmord. Ich versuche mich jetzt anzupassen und probiere mal ein Pommes Frites. Bis Ende der Woche hab ich‘s unten, bestimmt. (Heidi List, derStandard.at, 02.07.2012)
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die nacht bei geschlossenen fenstern zu überstehen. problem ist, wenn man nicht so viel trinkt, dann träumt man halt von island. obwohl ich sagen muss, dass ich blöd aus der wäsch gschaut hab damals bei 3° und nordwind.
ich habe ein badezimmer, aber das nützt nix bei stickiger luft in der nacht.
island: würde gern wieder hin, losgelöst von der hitze, meine wal-fahrt ist damals wegen schlechtwetter in husavik ins wasser gefallen. das phallusmuseum hatte auch zu, so blieb nur das walmuseum. im hafen gibt's ein restaurant, das kann ich empfehlen ...
dem liebsten einen fächer in die hand drücken und ihn zum luftwirbeln verführen, bis sie eingeschlafen sind ;-)
das phallus-museum ist ja nun wieder zurück in reykjavik, da gibt es in husavik wohl nicht mehr viel interessantes zu entdecken bei wal-fahrt-absagen...
träumen wir von 35°C im schatten und davon wie wir einen kühlen ort in linz zum lernen gesucht haben (sie) oder von den stickigen nächten in wien (ich). wir werden uns an den sommer 2012 so wie wir uns an den sommer 2003 (hitze) oder den sommer 2002 (regen) oder an 3° im juni in island oder wie die altvorderen an noch so richtig kalte winter erinnern. so ist das.
Dann hat mich der schnelle Wechsel der Themen, der fehlende rote Faden und der Ton gestört. Zum Drüberstreuen gabs noch was von Migration, Flirten und Schnitzel, das sind eben Themen die man immer wo aufschnappt. Zum Schluss noch der Hinweis, der Artikel ist von einer Frau verfasst und dann waren auch Form und fehlender Inhalt klar.
scheint hier als ganz toll angesehen zu werden, weils erstens von einer frau kommt und zweitens so originell und lusitg geschrieben ist. und weil drittens die untermenschen über die sich hier lusig gemacht wird eh keine ausländer sind - nein es sind die untermenschen auf die sich die moralisch und intellektuell überlegenen übermenschen dieses kulturkreises geeinigt haben, diejenigen die man beleidigen kann, die man mit billigen untergriffigen ressentiments runtermachen kann während man sich gleichzeitig unbeschadet über all die faschistoiden straches dieses landes echauffieren kann. herrlich. herz was willst du mehr.
... Output von Leuten, die glauben sie seien intellektuelle kosmopoliten, weil sie als töchterlein oder söhnlein eines Akademikerpaars geboren worden sind. Denen taugts einfach, aus ihrer behüteten welt in die "abgründe" der realen Welt des "kleinen Manns" einzutauchen, um sich selbst, mangels eigener geistigen und sozialer Größe, definieren zu können.
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