Bankenhilfe soll Spaniens Schulden nicht erhöhen

1. Juli 2012, 13:46
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EU-Hilfe könnte an privatrechtliche Institution fließen statt an den staatlichen Bankenrettungsfonds

Berlin - Mit einem Trick könnten die Euro-Staaten einem Medienbericht zufolge verhindern, dass die Hilfe für spanische Banken die Staatsverschuldung des Landes weiter in die Höhe treibt. Die bis zu 100 Mrd. Euro, die Spanien zur Rekapitalisierung seiner angeschlagenen Banken in Aussicht gestellt worden sind, sollen laut "Spiegel" nicht an den staatlichen Bankenrettungsfonds in Spanien fließen, sondern an eine privatrechtlich organisierte Institution. Damit könnte der Druck auf Spanien wohl etwas gemindert werden.

Der Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) sagte dazu am Sonntag, es mache keinen Sinn, über Details zu spekulieren. Derzeit werde geprüft, wie das Programm konkret laufen soll. Am 9. Juli würde bei einem Treffen der Euro-Finanzminister darüber beraten. Die Bedingungen des bisherigen Euro-Rettungsschirms EFSF, über den die Hilfen laufen sollen, würden uneingeschränkt gelten. Das betreffe auch die Bereiche Kontrolle und Haftung. Der spanische Staat müsse für die Hilfskredite entsprechend geradestehen. (APA, 1.7.2012)

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