"Madame Figaro": Bloggende Lehrerin legt sich mit Verlegern an

1. Juli 2012, 13:33
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Namensstreit wird zum Kampf David gegen Goliath

Mit ihrem Blog unterhielt eine französische Lehrerin ihre Kollegen genauso wie ihre Schüler. In "Die Klasse von Madame Figaro" schrieb sie über die Aktivitäten ihrer Klasse und Geschichten aus dem Unterrichtsalltag.

Unterlassungsaufforderung

Die freizeitliche und unentgeltliche Aktivität hatte allerdings ein Nachspiel: Der Verlag Figaro sieht in der Namensgebung des Blogs eine unerwünschte Ähnlichkeit mit der hauseigenen Frauenzeitschrift "Madame Figaro". Die Anwälte des Konzerns ließen alsbald von sich hören und forderten eine Unterlassungserklärung. Streitwert: 300.000 Euro.

Zu Wehr gesetzt

Doch anstatt sich auf einen wenig aussichtsreichen Rechtsstreit einzulassen, entschied sie sich, an die Öffentlichkeit zu gehen und den Zeitungsverlag mit den eigenen Mitteln zu schlagen. Ihr Interview mit der Nachrichtenseite Rue 89 (via ORF) sorgte für derart viel Aufsehen, dass sich der Verlag Figaro zumindest etwas erweichen ließ. In einem Brief an Frau Figaro hieß es, man werde eine Lösung für diese Namensgleichheit in gutem Geist finden. Ihren Blog nannte sie in der Zwischenzeit in "Les chantiers de l'apprentissage" um. (red, derStandard.at, 1.7.2012)

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