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Helsinki - Beate Schrott hat am Samstagabend bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki im Finale über 100 m Hürden Bronze nur um eine Hundertstel-Sekunde. verpasst. Mit Platz vier in 12,98 Sekunden sorgte die Niederösterreicherin dennoch für die beste österreichische Platzierung bei Freiluft-Kontinentaltitelkämpfen seit 1998. Die Goldmedaille ging an die Türkin Nevin Yanit (21,81).
Gerhard Mayer wurde Achter im Diskuswurf. Zu Mittag hatte sich bereits Andreas Vojta als Schnellster über 1.500 m für den Endlauf am Sonntag qualifiziert.
"Ich habe mich immer gefragt, wie sich das anfühlt, Vierte zu werden, jetzt weiß ich es. Ahhhh!", schrie sich Schott den kurz aufgekommen Ärger von der Seele, um gleich darauf zu sagen. "Es ist ganz knapp an einer Medaille vorbei. Es ist unglaublich eigentlich." Schrott kam hinter der Türkin Nevin Yanit (12,81) und den Weißrussinnen Alina Talay (12,91) und Jekaterina Poplawskaja (12,97) in Saisonbestleistung von 12,98 Sekunden ins Ziel.
Wie sie im Rennen lag, wusste die 24-jährige Niederösterreicherin nicht. "Ich muss gestehen, ich habe die anderen nicht einmal wahrgenommen. Normalerweise ist das anders. Es war irgendwie alles verschwommen heute." Sie ahnte auch nicht, dass es so knapp werden könnte. "Schade, dass wir nicht Bahn an Bahn waren, das hätte die Situation noch anders gemacht. Was soll's. Eine coole Leistung. Ich war 20. der Europarangliste, bevor ich hierhergekommen bin, jetzt bin ich Vierte geworden."
ÖLV-Rekordlerin Schrott kämpfte schon im Halbfinale erfolgreich gegen ihre Vergangenheit und 2,3 m/s Gegenwind, sie musste sich in 13,08 Sekunden nur Talaj (13,03) geschlagen geben. "Das war nicht leicht. Es gab ja einen Fehlstart, und da war es schwierig, sich zu konzentrieren. Da macht es dann 'bing' im Kopf", sagte die Athletin von Philipp Unfried, die bei der EM 2010 in Barcelona im Vorlauf selbst wegen Fehlstarts disqualifiziert worden war.
Die nassen Bedingungen legte Schrott für sich als gutes Omen aus. "Ich dachte mir, ich hatte heuer schon so oft schlechte Bedingungen, das wird mein Rennen." Im Finale wollte sie es locker angehen. "Das ist mein erstes EM-Finale. Ich will es genießen", sagte sie vorher. "Ganz so war es dann doch nicht. Es war schon auch Druck. Ich bin schon nervös gewesen", meinte sie nachher.
Besonders geprüft wurden angesichts der Witterung in den zehn Entscheidungen des Abends die Springer und Werfer. Im Stabhochsprung der Frauen errang in Abwesenheit der russischen Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa die Tschechin Jirina Ptacnikova mit 4,60 m vor den höhengleichen Martina Strutz (GER) und Nikola Kiriakopoulou (GRE) Gold.
Ukrainisches und niederländisches Doppel
Europameisterin im Siebenkampf wurde die Französin Ida Antoinette Nana Djimou, die sich mit 6.544 Punkten vor der Ukrainerin Ljudmilla Josipenko (6.387) durchsetzte. Der deutsche Weltmeister Robert Harting gewann Gold im Diskuswurf, er schleuderte die Scheibe durch die dicke Regentropfenwand auf 68,30 m, der Österreicher Gerhard Mayer wurde mit 62,85 Achter. Im Dreisprung setzte sich der Italiener Fabrizio Donato mit 17,63 m durch, im Hammerwurf der Ungar Krisztian Pars mit 79,72.
Über 200 m gab es einen ukrainischen Doppelerfolg durch Maria Ryemjen (23,05 Sek.) vor Christina Stuy (23,17). Über 3.000 m Hindernis wurde die Türkin Gülcan Mingir (9:32,96 Min.) Europameisterin.
Bei den Männern feierten die Niederlande über die halbe Stadionrunde einen Doppelerfolg durch Churandy Martina (20,42 Sek.) und Patrick van Luijk (20,87). Titelverteidiger Christophe Lemaitre aus Frankreich verzichtete mit Blick auf Olympia auf ein Antreten. Die 10.000 m wurden eine Beute des Türken Polat Kemboi Arikan, der in Abwesenheit des britischen Titelverteidigers Mo Farah in 28:22,27 Minuten als Erster ins Ziel kam. (APA, 30.6. 2012)
Ergebnis, 100 m Hürden der Frauen: 1. Nevin Yanit (TUR) 21,81 Sek. - 2. Alina Talay (BLR) 12,91 - 3. Jekaterina Poplawskaja (BLR) 12,97 - 4. Beate Schrott (AUT) 12,98
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Hier freut man sich schon, wenn es in einer Weltsportart ausnahmsweise einmal einen 4. Platz gibt. Bescheidenheit ist eine Zier!
Liebe Leute, Leichtathletik ist nicht Schifahren oder gar Schispringen. Bei Laufbewerben ist die ganze Welt am Start. Beim Schispringen machen fünfhundert Personen, wobei anspruchsvolle Schanzen, wo man das Hüpfen wirklich lernen kann, nur in fünf Ländern zu finden sind. Die Hälfte davon in Österreich. Ähnliches gilt für die Berge der Schifahrer. Laufen kann man leider überall! Das Ergebnis ist, dass Österreich nicht mithaltet.
wie viele medaillen habts denn schon...
übrigens ein kleiner nachtrag
Gerhard mayer wurde achter im Diskus
ich weiß es wäre zu bitter für die standard redaktion erwähnen zu müssen dass mit robert harting 68,30 metern das 4 gold, ein deutscher gewonnen hat....
mfg
ich glaube mich erinnern zu können, dass auch eine deutsche Hürdenläuferin am Start war, Bahn 2, ins Finale mit der Zeit gekommen, 13,09 wenn ich mich richtig erinnere, nach Zielfotoentscheid Platz 7 im Finale, nur zur Vervollständigung der Informationen
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