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Fabian Cancellara zieht sich die Farbe der Saison über.
Lüttich - Fabian Cancellara hat am Samstagnachmittag in Lüttich den Prolog zur 99. Tour de France gewonnen. Der Olympiasieger vom Team Radioshack-Nissan lag nach der Prüfung gegen die Uhr über 6,4 Kilometer sieben Sekunden vor dem Mitfavoriten Bradley Wiggins. Dritter wurde zeitgleich mit dem Briten der Franzose Silvain Chavanel. Der steirische Wiggins-Teamkollege Bernhard Eisel landete mit 32 Sekunden Rückstand auf dem 101. Rang.
Titelverteidiger Cadel Evans aus Australien (+17 Sek.) wurde 13. Für Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin begann die Frankreich-Rundfahrt dagegen mit einer Enttäuschung. Der Deutsche büßte wegen eines Patschens 23 Sekunden auf Sieger Cancellara ein und musste sich mit Platz 45 begnügen. "Ich hatte einen platten Hinterreifen und bin sehr enttäuscht, denn ich habe so lange auf diese Gelegenheit gewartet. Jetzt ist der Traum von Gelb vorbei", erklärte Martin.
Vor rund 250.000 Zuschauern in der Innenstadt von Lüttich war Martin als 179. von 198 Startern um 16.58 Uhr auf den schwierigen Kurs mit vielen Kurven und stellenweise Kopfsteinpflaster gegangen. Auf der langen Geradeaus-Passage am Ufer der Maas spielte Martin, der 2011 das lange Zeitfahren am vorletzten Tour-Tag in Grenoble gewonnen hatte, seine Stärken aus und lag zur Halbzeit gleichauf mit seinem bis dahin führenden Teamkollegen Chavanel (Frankreich). Beim Antritt nach der Haarnadel-Kurve bei der 3,5-km-Marke passierte schließlich das Malheur: Martin musste vom Rad und auf das Ersatzgerät
Eisel stellte sich auf "drei Wochen Spaß, Konzentration und Schmerzen" ein. "Es ist meine neunte Tour, aber ich bin immer noch so nervös wie 2004", twitterte der Sky-Profi kurz vor seinem Start ins Zeitfahren.
Für einen emotionalen Moment sorgte George Hincapie. Der Routinier vom Evans-Team BMC ging einen Tag nach seinem 39. Geburtstag unter großem Beifall in seine 17. und letzte Frankreich-Rundfahrt. Damit hat der Amerikaner, der Lance Armstrong zu sieben Gesamtsiegen geführt hatte, eine Teilnahme mehr auf dem Konto als der Niederländer Joop Zoetemelk, mit dem er sich bislang die Bestmarke teilte. Seit seiner Premiere 1996 hat Hincapie keine Tour verpasst, das Ziel in Paris erreichte er nur im ersten Jahr nicht.
Die erste Etappe führt am Sonntag von Lüttich nach Seraing und zwingt die Favoriten gleich zu Beginn zu erhöhter Aufmerksamkeit. Auf dem kurzen, aber steilen Schlussanstieg kann man sofort wertvolle Sekunden verlieren. Die Sprinter werden deshalb nach 198 Kilometern wohl nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen können, vielmehr dürfte sie den Klassikerjägern wie Lokalmatador Philippe Gilbert (BMC) oder auch Cancellara liegen. Gut möglich, dass der Prologsieger noch einige Tage in Gelb fahren wird.
Die Tour endet nach 3.497 Kilometern, die neben Belgien und Frankreich auch teilweise in der Schweiz gefahren werden, am 22. Juli in Paris. (APA/sid/red, 30.6. 2012)
2013 findet der Start der 100. Ausgabe auf Korsika statt
Der Brite gewinnt das Zeitfahren der vorletzten Etappe und steht damit praktisch als Gesamtsieger der 99. Tour de France fest
Bradley Wiggins ist sich schon vor dem Zeitfahren am Samstag sicher, dass er am Sonntag auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysees als erster Brite die Tour de France gewinnen wird. Großen Anteil daran hat auch Christopher Froome, sein Edelhelfer bei Sky.
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Auch abseits der Tour-de-France-Strecke bietet sich dem Zuschauer ein sehenswertes Bild. Jedes Jahr versuchen Fans mit ausgefallenen Kostümen die Blicke auf sich zu ziehen. Vielen gelingt es auch.
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Toni Martin hätte gewonnen. der Typ ist wirklich Einzigartig im Zeitfahren und einen Tick besser als Cance... leider leider. Der Martin hätte gegen Ende hin nurmehr zugelegt... heute ist er gestürzt. hoffe er kann weiterfahren und verbläst Cance beim 1. Langen Zeitfahren... Dann soll er aussteigennund sich auf die
Olympisch vorbereiten...
wenn man jetzt die berge weglässt damit die zf auch eine chance haben, dann find ich das schade, weil so richzig spannend wirds ja erst wenns den berg rauf geht. Und zwar so oft und so weit bis die topfahrer auf sich gestellt sind und es kein team mehr gibt dass unterstützung geben kann
Sehr schön, dass Cancellara sich von seiner Brezn bei der Flanderrundfahrt so gut erholt hat und - wie sich's gehört - beim TdF-Prolog in Gelb schlüpft!
Und um den etwas tendenziös formulierten Satz im Artikel richtigzustellen: Angesichts seiner Zwischenzeit hätte es für Tony Martin mit ziemlicher Sicherheit auch ohne Platten nicht für Platz 1 gereicht.
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