Deutsche Städte nutzen Zahngold von Toten als Einnahmequelle

Verwerten die Edelmetalle, die nach einer Einäscherung zurückbleiben

Berlin - Einige deutsche Städte nutzen das Zahngold von Toten als lukrative Einnahmequelle. Sie verwerten die Edelmetalle, die nach einer Einäscherung zurückbleiben. In Nürnberg wird damit zum Beispiel jährlich ein Erlös von rund 250.000 Euro erzielt, andere Städte verdienen mehrere zehntausend Euro, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Das Geld wird gespendet oder fließt in den Haushalt der Städte.

Der Bundesverband deutscher Bestatter äußerte heftige Kritik an dem Vorgehen. "Das empfinde ich wie ein Ausschlachten des Menschen", sagte Präsident Christian Streidt. Andere Städte verzichten auf die Verwertung. Sie bestatten das Metall mit der Asche, entweder aus Pietätsgründen oder weil ihnen die technischen Möglichkeiten für die Filterung fehlen. (APA, 30.6.2012)

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