Stark übergewichtige Patienten landen in Bern im Tierspital

  • Wenn die vorhandenen Apparaturen im Berner Inselspital nicht mehr ausreichen, werden für veterinärmedizinische Zwecke hergestellte Gerätschaften verwendet.
    foto: dpa/david ebener

    Wenn die vorhandenen Apparaturen im Berner Inselspital nicht mehr ausreichen, werden für veterinärmedizinische Zwecke hergestellte Gerätschaften verwendet.

Für bestimmte Untersuchungen reichen die herkömmlichen Geräte nicht aus

Bern - In Bern werden stark übergewichtige Patienten für manche Untersuchungen ins Tierspital verlegt: Das Inselspital greift etwa zehnmal jährlich zu dieser Maßnahme, weil sehr dicke Menschen zum Beispiel nicht in den Magnetresonanztomographen passen. Patienten mit einem Body-Mass-Index über 55 bringe man erstens kaum auf den Tisch und zweitens sei dann die Röhre zu eng, sagte Kurt Laederach, Leiter des Interdisziplinären Adipositasprogramms, am Freitagabend im Lokalsender "TeleBärn".

Zwar gebe es Magnetresonanztomographen, "wo auch die ganz Dicken Platz haben", doch würde der Erwerb eines solchen Geräts mehrere Millionen Franken kosten. Das sei vor dem Hintergrund der heutigen Kostendiskussionen im Gesundheitswesen nicht opportun. Im Tierspital sind die nötigen Gerätschaften vorhanden. "Wenn die Patienten gut informiert sind, dann haben sie auch Verständnis für die Maßnahme", sagte Laederach.

Extrem dicke Patienten stellen die Spitäler noch vor weitere Herausforderungen. So musste die Insel laut Laederach stärkere Gurten für die Operationstische kaufen. Außerdem brauchte es verstärkte Betten und Toiletten sowie breitere Stühle. (APA, 30.6.2012)

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