Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Düsseldorf - Mit der WestLB verschwindet erstmals seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise in Deutschland vor knapp fünf Jahren eine Großbank von der Bildfläche. Die einst mächtige Landesbank Nordrhein-Westfalens wurde nach hohen Verlusten und milliardenschweren Rettungspaketen wie mit den europäischen Wettbewerbshütern vereinbart zum Stichtag 30. Juni zerschlagen. Dabei entstanden drei Teile.
Das Sparkassen- und Mittelstandsgeschäft der WestLB wurde mit 40 Milliarden Euro Bilanzsumme an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) angedockt. Papiere der WestLB im Volumen von ungefähr 100 Milliarden Euro und die WestLB-Immobilientochter Westimmo wandern in die "Bad Bank", die bereits WestLB-Schrottpapiere abwickelt.
Der restliche Teil der WestLB startet unter dem Namen "Portigon" neu durch. Das Institut, das zur Verlustabdeckung von Bund, Land und Sparkassen gut 4 Milliarden Euro erhält, soll als international tätige Servicegesellschaft tätig werden. Alleiniger Eigentümer von "Portigon" ist das Land Nordrhein-Westfalen. An der Spitze der WestLB-Nachfolgerin steht deren letzter Chef, Dietrich Voigtländer.
Massiver Stellenabbau
Tausende von Mitarbeitern der WestLB blicken indes in eine ungewisse Zukunft. Die Zerschlagung der Bank ist mit einem drastischen Stellenabbau verbunden. Innerhalb von fünf Jahren soll die Zahl der Vollzeitjobs von knapp 4.200 auf etwa 1.000 schrumpfen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nur bis Ende 2012 ausgeschlossen.
Allein in diesem Jahr stehen rund 1.500 Arbeitsplätze auf der Streichliste. In dem Abbau sind auch 450 Stellen enthalten, die mit dem Sparkassengeschäft zur Helaba gehen. Etwa 500 Mitarbeiter umfasst die Westimmo, die in die Zuständigkeit der "Bad Bank" kommt.
Die krisengeschüttelte WestLB hatte sich in den vergangenen Jahren für die Steuerzahler zu einem Milliardendesaster entwickelt. Laut NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) belaufen sich die gesamten möglichen Belastungen seit 2005, einschließlich der absehbaren künftigen Verluste, auf ein Volumen von 18 Milliarden Euro. Davon entfallen drei Milliarden Euro auf den Bund und neun Milliarden auf das Land. Rund sechs Milliarden Euro könnten auf die Sparkassen zukommen. (APA, 30.6.2012)
Die Krisen der WestLB
Für die einst mächtige deutsche Landesbank WestLB waren die vergangenen zehn Jahre eine Zeit von Krisen, Skandalen und Milliardenverlusten: Von 2002 bis 2011 erwirtschaftete der Bankkonzern unter dem Strich siebenmal rote Zahlen. Zwischen 2002 und 2004 sowie 2007 beliefen sich die Verluste jeweils auf über eine Milliarde Euro. Dreimal mussten die Anteilseigner damals das Kapital aufstocken, um Löcher zu stopfen. In der Finanzmarktkrise wurde die Bank nur mit Milliarden-Garantien am Leben erhalten.
Die spektakulärsten Fälle von Missmanagement waren das Engagement der WestLB beim britischen TV-Verleiher Boxclever und dem US-Flugzeugverleiher Boullioun, für die 2002 und 2003 Abschreibungen von insgesamt mehr als eine Milliarde Euro vorgenommen wurden. Fehlspekulationen mit Aktien belasteten die Bank 2007 mit 600 Millionen Euro. Der Posten des WestLB-Chefs entwickelte sich zum Schleudersitz: Ein halbes Dutzend Bankmanager wurden in den vergangenen zehn Jahren ausgetauscht. (APA)
Die Aufsicht hat die Prüfung des Hypo-Kredits von Herbert Stepic beendet: Der Banker ist demnach fit and proper
Erste, Raiffeisen, Bank Austria lieferten Präventions-Pläne auf Basis ihrer Bilanzen 2012
Restrukturierungskosten und Immo-Abschreibungen belasten
Das BIRG soll die Stabilität der Banken verbessern und Probleme frühzeitig erkennen helfen
Unter den global 25 systemrelevanten Finanzzentren befindet sich auch Österreich. Aufgeblähte Bilanzen und faule Kredite machen Sorgen
Geldinstitute müssen ihren als riskant eingestuften Handel bis 2016 in eigenständige Tochtergesellschaften ausgliedern
Die Verluste der RBB Klagenfurt sind für das schlechte Gesamtergebnis verantwortlich, Fusion mit RLB noch nicht vollzogen
Das Geldinstitut geriet wiederholt wegen schwarzer Konten und Geldwäscheverdacht ins Visier der italienischen Staatsanwaltschaft
Der von einem Skandal erschütterte Referenz-Zinssatz wird wohl durch ein zweigleisiges System abgelöst
Die französische Bank kündigt einen Sparplan von 900 Millionen Euro an
Der Nettogewinn der Bank sank um 29 Prozent auf 285 Millionen Euro, Ostkredite und die DDR-Millionen liegen der Bank auf der Tasche
Die Royal Bank of Scotland kehrt in Gewinnzone zurück, ein Staatsausstieg ist für das Management ab Mitte 2014 denkbar
Der Fall Madoff, Milliardenverluste mit Derivaten und jetzt noch manipulierte Energiepreise. Aufsichtsbehörden nehmen die US-Bank in die Mangel
Der operative Gewinn ist sowohl bei der Investmentbank als auch im Privatkundengeschäft gefallen
Auch eine Regelung für die Abwicklung von Banken könnte noch vor der Sommerpause gefunden werden
Die Briten stehen in Verdacht, französischen Kunden bei Geldtransfers in die Schweiz geholfen zu haben
Kreditinstitut stärkt nach Milliardengewinn Kapital
EU warnt USA vor strengeren Regeln für Auslandsbanken
Österreichs KA Finanz dürfte weitere Staatshilfen brauchen
Deshalb leisten die sich auch Call-Center, wo die Leute vollen Support leisten, 40 Stunden im 4 Schicht-System arbeiten, 6Tage-Woche haben und als gerechten Lohn noch Harz 4 und Wohngeld beziehen....
Und auf die Leute wird so eingewirkt, so das die voll Angst haben sich zu wehren. Hühnern in Käfighaltung gehts da besser. Dabei ist das ein Unternehmen der Sparkassen....
http://www.mz-web.de/servlet/C... 1643740807
ruft ein Investmentmanager von Pimco in der ZEIT den Politikern zu und fragt "Warum rettet ihr die Banken" ? Aus Furcht, sagt der Politiker. Der CEO weiter: Es ist höchste Zeit, diese Verluste (aus den Bankenrettungen) nicht mehr zu sozialisieren, sondern auch an die Kreditgeber und Aktionäre weiterzugeben. Lasst insolvente Banken pleitegehen"
Und zum Schluss:" Ja,eine Bankenpleite wird Folgen haben, aber sie wird weniger dramatisch sein, als wenn wir so weitermachen wie bisher und alle Banken retten."
No comment
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.