YouTube und Twitter gehen gegen Trolle vor

Auch Regierungen wollen die Verfolgung über Nachrede im Internet erleichtern

Die Anzahl der Trolle in Foren und sozialen Netzwerken steigt. Heise berichtet nun darüber, dass die beiden Plattformen Twitter und YouTube gegen Pöbeleien und Hass-Postings vorgehen wollen. Laut Twitter-Chef Dick Costolo hätten die Beleidigungen und "verbalen Ausfälle" erschreckende Ausmaße angenommen. Mittlerweile setzen sogar Regierungen Maßnahmen: So soll in Großbritannien ein Gesetz verabschiedet werden, das die Verfolgung übler Nachrede im Internet erleichtern soll.

Twitter setzt auf automatische Filter

Gegenüber der Financial Times erwähnt Costolo Gegenmaßnahmen, die das Unternehmen zur Eindämmung der Troll-Tweets ergreifen wird. Eine dieser Methoden ist ein automatisierter Filter, der Tweets nicht anzeigt, die von dubiosen Accounts kommen. So wären Twitter-User besser geschützt vor Spam von Usern, die weder Profilbild noch Biographie und Follower haben. Twitter sei sich der Benachteiligung neuer User dadurch durchaus bewusst.

YouTube kündigt Veränderungen im Kommentarsystem an

Bei YouTube will man die Kommentare unter den Videos ebenfalls von Hass-Tiraden befreien. YouTube-Produktmanager Dror Shimshowitz kündigte bei der Goolge I/O eine Überarbeitung des Systems an. Wer auf YouTube ein Video hochlädt, kann die Kommentarfunktion ganz abschalten. Da dies aber von den meisten Usern unerwünscht ist, sollen bald neue Methoden folgen, um die verbalen Auseinandersetzungen einzudämmen. Wie dies konkret aussehen soll, ist noch nicht bekannt. (iw, derStandard.at, 30.6.2012)

  • Twitter-Chef Dick Costolo setzt bei Trollen auf automatische Filter
    foto: reuters

    Twitter-Chef Dick Costolo setzt bei Trollen auf automatische Filter

Share if you care.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen ( siehe ausführliche Forenregeln ), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.