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Die Anzahl der Trolle in Foren und sozialen Netzwerken steigt. Heise berichtet nun darüber, dass die beiden Plattformen Twitter und YouTube gegen Pöbeleien und Hass-Postings vorgehen wollen. Laut Twitter-Chef Dick Costolo hätten die Beleidigungen und "verbalen Ausfälle" erschreckende Ausmaße angenommen. Mittlerweile setzen sogar Regierungen Maßnahmen: So soll in Großbritannien ein Gesetz verabschiedet werden, das die Verfolgung übler Nachrede im Internet erleichtern soll.
Twitter setzt auf automatische Filter
Gegenüber der Financial Times erwähnt Costolo Gegenmaßnahmen, die das Unternehmen zur Eindämmung der Troll-Tweets ergreifen wird. Eine dieser Methoden ist ein automatisierter Filter, der Tweets nicht anzeigt, die von dubiosen Accounts kommen. So wären Twitter-User besser geschützt vor Spam von Usern, die weder Profilbild noch Biographie und Follower haben. Twitter sei sich der Benachteiligung neuer User dadurch durchaus bewusst.
YouTube kündigt Veränderungen im Kommentarsystem an
Bei YouTube will man die Kommentare unter den Videos ebenfalls von Hass-Tiraden befreien. YouTube-Produktmanager Dror Shimshowitz kündigte bei der Goolge I/O eine Überarbeitung des Systems an. Wer auf YouTube ein Video hochlädt, kann die Kommentarfunktion ganz abschalten. Da dies aber von den meisten Usern unerwünscht ist, sollen bald neue Methoden folgen, um die verbalen Auseinandersetzungen einzudämmen. Wie dies konkret aussehen soll, ist noch nicht bekannt. (iw, derStandard.at, 30.6.2012)
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Ausgerechnet England:
http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/__oneclic... chland.pdf
England war da bisher vorbildlich.
Beleidigte hatten keine Chance, Verleumdete nur in wirklich harten Fällen.
So hart, dass es in drei Jahren nur einen Fall in England gab. Wo es in drei Jahren wohl in Deutschland 1,5Mio Fälle waren (in A evtl. ähnlich, wenn es da ähnliche Gesetze gibt [ist ja leider meist so]). 20% aller Prozesse!!! Und da regen sich die Juristen auf, dass so viel geklagt wird??? Wo die Staatsjuristen doch so an ihrem infantilen Ehrenkult hängen. Staatsawälte und Richter fühlen sich persönlich beleidigt wenn z.B. ein Polizist beleidigt wird. Unparteeisch sind die sicher nicht.
besteht das Problem nicht allein im Trollen sondern auch im Trollfeeding.
Dabei ist es so leicht, Internettrolle loszuwerden. Man muss sie nur blockieren oder das Fenster schließen oder man liest einfach nicht mehr, was sie schreiben. Mit nervigen Nachbarn Arbeitskollegen etc. ist das bei weitem schwieriger.
Auch das Trollwesen ist ein Stück der vielzitierten »Freiheit« im Netz. Wer heute Trolle filtert (eliminiert), hat die Tools geschaffen, um morgen politisch oder religiös andersdenkende Menschen und Frauen zu sperren und wir rücken dem Überachungsstaat noch ein Stück näher, denn ohne IP-Adressentracking wirds wohl am Ende nicht gehen.
Eben doch
> Der Begriff Troll bezeichnet im Netzjargon eine Person, die Kommunikation im Internet fortgesetzt und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen.
Wie würden Sie sonst Hassbotschaften qualifizieren? Als konstruktiven Beitrag der niemanden provozieren soll?
nein - ein troll versucht "nur" zu stören, nimmt zum eigenen vergnügen unsinnige positionen und argumente ein und ja, bedient sich gelegentlich auch einer derberen sprache. ein hassposting ist meiner meinung nach aber eben eines, das hass ausstrahlt, der auf eine gruppe mit verachtung, verhetzung und diskriminierung losgeht. ein troll ist lästig, ein hassposter unmenschlich und am rande der kriminalität.
Hier geht es nicht darum, ob andere Menschen eine andere Meinung haben, sondern dass diese Personen anonym und beileibe nicht im Sinne einer seriösen Meinungsbildung Menschen beleidigen und verletzen und Foren bewusst stören.
Freie Meinungsäußerung ist ein verbrieftes Gut in einer funktionierenden Demokratie aber üble Nachrede oder Menschen zu verletzen nur aus Spaß oder sportlichen Ambitionen, hat damit nichts zu tun.
Jeder, der seine Meinung äußern will, kann auch mit seinem Namen dazu stehen - so in der Politik zum Beispiel - aber wer seine zweifelhafte und verletzende Meinung unter dem Schutz der Anonymität verbreitet, sollte in Zukunft damit rechnen, gefiltert zu werden.
und sie bestimmen was "seriös" ist?ich finde es grundsätzlich falsch zu zensurieren! sonst glaubt jeder es geht nur "sauber" in der welt zu. man soll ruhig sehen können was für einen menschenschlag es so gibt.und anonym soll es sowiso sein wie bei den wahlen. denn nur so kann man seine meinung ohne druck verbreiten.
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