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Gert Scobel.
Manche Fernsehsendungen können gar nicht oft genug wiederholt werden, zum Beispiel die Diskussion über Nahrungsmittelzusätze bei Scobel auf 3sat. Wer das am 1. März versäumt hatte, konnte sich vergangenen Donnerstag erstens noch einmal vorführen lassen, wie eklig der Billigsdorferfraß ist, der den "Geiz ist geil"-Konsumenten von diversen Nahrungsmittelproduzenten, Chemiekonzernen und Handelsketten aufgetischt wird.
Zweitens war zu sehen, dass es auch für Experten schwierig ist, sich im Dschungel widersprüchlicher Studien über diverse Zusätze zurechtzufinden. Und drittens, dass die von der EU teils erzwungene Verbandelung zwischen Industrie und Wissenschaft hier ein echtes Problem sein kann. Solche Aufklärung wird gebraucht. Bitte nochmals, gerne zur Ladenöffnungszeit im Vormittags- und Nachmittagsprogramm. Immer gut sind etwa auch die Wiederholungen von Kulturzeit und Nano (3sat) oder auf Arte Philosophie mit Raphaël Enthoven. n-tv ist an sich eine Wiederholungsmaschinerie. Ein und dasselbe Edutainment wird da immer wieder durchgewalzt (die längsten Brücken, die höchsten Häuser). Wer kürzlich die Wiederholung der klugen fünfteiligen Serie über Kontinentaldrift auf Arte gesehen hat, kann sich am Sonntag auf dem Nachrichtensender von der "Kollision der Kontinente" lustvoll durchemotionalisieren lassen.
Wenn der ORF am Samstag wieder Mission: Impossible (erst #3, dann #1, später noch einmal #3) zeigt, ist das ebenfalls reine Quotenspekulation. Anlass für das Mission-Feuerwerk: Der Scientology-Werbeträger Tom Cruise wird fünfzig. Auf eine kritische Doku über den seltsamen Star wird leider verzichtet. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 30.6./1.7.2012)
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