Kirchenreformer in Oberösterreich arbeiten zusammen

Markus Rohrhofer
29. Juni 2012, 18:29

Plattform "Wir sind Kirche" und der Pfarrerinitiative vollzogen am Freitag offiziell einen "Schulterschluss"

Linz/Bregenz - Die Kirchenrebellen rücken, zumindest in Oberösterreich, näher zusammen. Vertreter der Laieninitiative, der Plattform "Wir sind Kirche" und der Pfarrerinitiative vollzogen am Freitag offiziell einen "Schulterschluss" und wollen künftig gemeinsam für eine Kirchenreform kämpfen. Und wie es sich in Zeiten des Ungehorsams gehört, wurde von den Reformern eine entsprechende Protestnote präsentiert. Darin enthalten ist zwar kaum Neues, dem Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz soll das Fünf-Punkte-Manifest dennoch übermittelt werden.

Konkret gefordert wird unter anderem, dass das "große Potenzial geistbegabter und theologisch gebildeter Personen" in den Pfarren bestmöglich genutzt wird. Gemeint ist damit vor allem auch der Einsatz von verheirateten Priestern. Darüber hinaus wünschen sich die Reformer ein Ende der "Blaulicht-Pfarrer". Priester sollen nur für eine Pfarre die Leitung innehaben. Der wahrscheinlich aus kirchenrechtlicher Sicht heikelste Punkt: "Jede Pfarre soll in ihrer Pfarrkirche am Sonntag das Gedächtnis von Leben, Tod und Auferstehung von Jesu Christi feiern, auch wenn kein Priester anwesend ist." Die Protestzusammenführung bleibt aber bis auf weiteres ein oberösterreichisches Phänomen. "Österreichweit ist die Beziehung zwischen den einzelnen Reformgruppen nicht ganz so harmonisch. Da ist ein bisschen der Sand im Getriebe", erläutert Pfarrer Franz Salcher, Sprecher von "Wir sind Kirche" in Oberösterreich.

Vier Bischofskandidaten

Während man in Linz gegen die Kirchenführung den Aufstand probt, ist in Vorarlberg seit mehr als einem halben Jahr der Bischofssitz verwaist. Doch jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Laut einem Bericht der Vorarlberger Nachrichten soll die Nuntiatur aus den Vorschlägen für einen Nachfolger nun vier Kandidaten ausgewählt haben.

Chancen auf das Bischofsamt sollen demnach haben: Diözesanadministrator Benno Elbs, der unter Bischof Fischer Generalvikar war und in Vorarlberg der Wunschkandidat vieler ist, der Vorsitzende des Diözesangerichts Walter Juen, der als konservativ geltende Anton Lässer, Leiter des Priesterseminars Leopoldinum-Heiligenkreuz, und Pfarradministrator Thomas Felder. Letzterer gehört der geistlichen Familie "Das Werk" an, deren Wirken vom Vatikan mit einem Bischof aus ihren Reihen belohnt werden könnte. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 30.6.2012)

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Frauenpriesterinnen in christlichen Gemeinden gab es etwa ein Dreivierteljahrtausend nach dem Tode Jesu.

Jesus hat zwar keine Frauen ordiniert,
doch Jesus hat auch keine Männer ordiniert!

Seit 10 Jahren gibt es auch geweihte katholische Priesterinnen in Österreich, leider sind sie von der alleinseligmachenden katholischen Kirche exkommuniziert worden!

Seit 10 Jahren gibt es auch geweihte katholische Priesterinnen in Österreich, leider sind sie von der alleinseligmachenden katholischen Kirche exkommuniziert worden!

betrand russell

"Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse."
Mehr hier:
http://www.unmoralische.de/zitate2/Russell.htm

Über eine "Kirchenreform" hinaus

könnte es auch darum gehen, was "Religion" ist bzw. sein könnte.
Als Beispiele fallen mir die Atheistische Religionsgesellschaft und die Pastafaris ein...

Langsam gibt es einen religiösen Aufbruch in Österreich ;-)

Jesus und der sinkende Petrus auf dem See aber habt keine ANGST!

Matthäus 14, 22-33
Jesus und der sinkende Petrus auf dem See
Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!
28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser.
29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
Sieh nicht auf die Wellen und den Wind. Beachte die Schwierigkeiten nicht. Achte auch nicht auf die anderen.
Sieh auf Jesus, vertraue ihm und geh Schritt für Schritt weiter.
DU WIRST NICHT UNTERGEHEN!

. . .

Ein Christ, ein Jude und ein Heide stehen vor dem See Genezareth und wollen zu dem anderen Ufer gelangen und wieder zurück, können aber alle nicht schwimmen. Der Christ geht los und kommt wieder zurück, auch der Jude geht los und kommt wieder zurück. Der Heide geht daraufhin ebenfalls los und ertrinkt. Da sagt der Christ zum Juden: "Wir hätten ihm doch sagen sollen, wo die Steine liegen." Sagt der Jude: "Welche Steine???"

nur zur Info

Diesen Witz hat mal ein protestantischer Pfarrer erzählt . . .

Als Vierter belauschte ein Moslem die Szene und das Gespräch, und er dachte sich sein Teil über den Juden und den Christen.

Besser?

Während der Zeit des osmanischen Reiches möchte sich ein Jude über den See Genezareth rudern lassen. Er fragt den christlichen Fischer nach dem Preis. Der nennt eine sehr hohe Summe. Daraufhin sagt der Jude entsetzt: "Was, so teuer!!!" Der Fischer empört: "Das ist immerhin der See über denn unser Herr Jesus Christus zu Fuß gegangen ist! Sagt der Jude: "Nu, KEIN Wunder - bei DEN Preisen . .."

ja, im Orient gibt es viele so wundersame Geschischten.

Diesem Petrus ist aber laut Matthäus 14,30-31 dabei

der Arsch mit Grundeis gegangen; denn Petrus fing natürlich sogleich zu sinken an, er rief kläglich um Hilfe, und Jesus musste ihn herausziehen.

So schaut die Realität aus.
Und Petrus hat so einen Unsinn nimmer probiert!

Falsch!

Petrus fing nicht sogleich an zu sinken, sondern erst dann, als er das Vertrauen verlor.
"descendens Petrus de navicula >ambulabat super aquam<"

Leider nur Vulgata-Text,

in den in griechischen Codices lautet diese Stelle:

Petros periepatesen epi ta hydata pros ton Iesoun.

Petrus hub an aufs Wasser Jesu zuzuwandeln.

Erst später schwindelte man "kai elthen" nach "hydata" vor "pros" dazu.

Dann kam die Furcht. Und Petros schrie ängstlich "kyrie, soson me!" (Herr, rette mich!)

Leider ist mein Griechisch-Unterricht schon zu lange her, um darin firm zu sein.
Aber soweit ich mich erinnere bedeutet:
"Petros periepatesen epi ta hydata pros ton iEsoun" Petrus wandelte (!) auf dem Wasser zu Jesus und nicht "hub an zu wandeln"

Vulgata: "et descendens Petrus de navicula ambulabat (!) super aquam (ut veniret) ad Iesum"
Der Sinn ist der gleiche, auch wenn man ut veniret weglässt.

In der deutschen Einheitsübersetzung steht's genau so: "und ging (!) über das Wasser auf Jesus zu."
http://www.uibk.ac.at/theol/les... /mt14.html

Die "Einheitsübersetzung" ist eine "Einheizübersetzung",

eine Übersetzung zum Einheizen!

Ich meine, dass eher Ihre Übersetzungen zum Einheizen sind.
Sie haben ja von Griechisch noch weniger Ahnung als ich!

"epi" mit Akkusativ (hydata) heißt nie "auf dem" (Dativ).

Es bedeutet räumlich "gegen", "auf ... hin" mit Akkusativ (oder zeitlich "bis zu"), oft dient es auch zur Angabe eines Grundes.

Die Einheitsübersetzung, welche zitiert wird, fußt auf der Einfügung "kai elthen".

Die Vulgata ist oft sehr ungenau (und fußt hier auch aufs eingefügte "kai elthen").

Griechisch war absolut nicht mein Lieblingsfach und der Unterricht ist wie gesagt schon lange her, dennoch möchte ich Ihnen widersprechen.
Meiner Meinung nach lautet die Übersetzung von
Petros periepatesen epi ta hydata pros ton Iesoun
"Petrus ging über das Wasser hin zu Jesus"

epi + Acc => über ... hin => bezeichnet die Ausdehnung im Raum.

Was auch die Situation erklärt. Jesus war noch nicht beim Boot angekommen. Petrus musste eine Strecke zu ihm hingehen, bis ihn der Glaube verließ und er so knapp vor Jesus versank, dass dieser nur die Hand auszustrecken brauchte, um ihn herausziehen.

"epi" mit Akkusativ wurde zuvor erklärt, wie nun bei Ihnen zu lesen.

Ihre Übersetzung des Satzes ist nicht falsch.

"Bis ihn der Glaube verließ" ist allerdings eine dazufantasierte Fehlinterpretation Ihrerseits; die Furcht Petri war nämlich eine schnelle Folge des starken Windes. Dass er zu versinken begann, ist völlig klar. Glaube hin, Glaube her, Petrus probierte auch zeitlebens nie mehr, auf einer (flüssigen) Wasseroberfläche zu gehen.

Zwar ist es ein sinnloser Streit um des Kaisers Bart, aber trotzdem:

Der Wind bließ schon bevor Petrus das Boot verließ:
"navicula autem in medio mari iactabatur fluctibus erat enim contrarius ventus"

"modicae fidei"
Der Glaube Petri war groß, als er aus dem Boot stieg, aber dann wurde dieser Glaube klein (bescheiden), was wohl heißt, dass ihn der Glaube verließ.
Der Sinn dieser Erzählung ist es wohl, auf die Notwendigekeit von "Gottvertrauen" hinzuweisen.

Warum Petrus später nicht mehr über das Wasser ging?
Weil er von Jesus später dazu nicht mehr aufgefordert wurde:-)

Falsch, denn gerade die Vulgata schreibt:

"Videns - Subjekt des Satzes ist Petrus - vero ventum validum, timuit."

Damit ist der Wind als Grund der Furcht eindeutig beschrieben worden!

Wer auf Gott vertraut, der braucht kein Kraut.

Vulgata bringt es nicht so richtig.

Griechisch (ist zwar auch nicht das Aramäisch Jesu!):

(Jesus sagte ihm:)

"oligopiste, eis ti edistasas."

Etwa:
"Auf dich ist kein Verlass, was stehst auch auf zwei Seiten!"

Man darf auch etwas nicht vergessen:

Wie es gewesen sein kann, schilderte Markus 6,45-52
und der Matthäus erfindet dann die Story mit dem Petrus "zur Erbauung seiner Leser" flunkernd dazu (Matthäus und Lukas schrieben viel vom Markus-Evangelium ab und erfanden nicht authentische "Ausschmückungen" dazu).

"Die Viugata bringt es nicht so richtig"

Aber offenbar richtiger als Sie:-)

oligopiste = Vokativ von oligopistos = der Kleingläubige (oligos & pistos)
edistasas = Aorist von distazo = zweifeln

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