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Lustig ist die Angelegenheit nicht, aber einen halblustigen Ausdruck gibt es schon dafür: "Aktion Konfetti" nennen die deutschen Grünen jenen Vorgang, der den deutschen Verfassungsschutz erneut in eine schwere Krise gestürzt hat.
Wie erst jetzt bekanntwurde, haben Ermittler des Bundesamtes für Verfassungsschutz in der Kölner Zentrale am 12. November 2011 den Reißwolf angeworfen. Vernichtet wurden sieben Akten, die das Amt selbst und das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz zwischen 1997 und 2003 über die Neonazi-Szene in Thüringen angelegt hatten. Das Brisante dabei: Am 4. November 2011, also gut eine Woche vorher, hatten sich die beiden flüchtigen Neonazis Uwe B. und Uwe M. umgebracht, kurz bevor die Polizei sie verhaften konnte. Ihre Mitstreiterin Beate Z. war ab diesem Zeitpunkt auf der Flucht und stellte sich am 8. November 2011 der Polizei.
Schnell wurde klar, dass es sich bei diesem Trio um den harten Kern der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) handelt. Diesem werden zehn Morde an Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund und einer Polizistin zur Last gelegt.
Die Akten hätten also am 12. November niemals vernichtet werden dürfen, zumal Verfassungsschutz-Präsident Fromm schon am 10. November seine Leute angewiesen hatte, alle Akten zu durchforsten und nachzuprüfen, ob diese bei der Aufklärung der Morde helfen könnten.
Löschung wurde rückdatiert
Unklar ist, warum die Akten geschreddert wurden - aus Unachtsamkeit oder weil etwas vertuscht werden sollte. Auffällig: Die "Aktion Konfetti" fand an einem Samstag statt und wurde zügig durchgezogen. Jener Referatsleiter der Abteilung II (Rechtsextremismus), der die Vernichtung angeordnet hatte, behauptete später, das Material sei schon im Jänner 2011 gelöscht worden - also lange bevor das braune Trio aufflog.
Diese Version der Geschichte wurde Amtschef Fromm in den vergangenen Monaten immer wieder serviert, wenn er nach den Akten fragte. Das tatsächliche Geschehen flog auf, als Fromm sich in dieser Woche wieder mit der Angelegenheit befasste, weil er sich für seine Aussage im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages vorbereiten wollte.
Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ist entsetzt und fordert von Fromm eine lückenlose Aufklärung. Gegen den beschuldigten Referatsleiter wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Kritik übt die Opposition. "Sie sind aufgefordert worden, Akten zu suchen, sie haben Akten gefunden, und sie haben die Akten vernichtet", sagt Ausschusschef Sebastian Edathy (SPD). Der Obmann der Grünen, Wolfgang Wieland, erklärt: "Hier besteht der Verdacht, dass Spuren verwischt wurden."
Kurz nach dem Auffliegen der Terrorzelle 2011 war der Verdacht aufgekommen, die mutmaßlichen Terroristen hätten Kontakt zum Verfassungsschutz gehabt. Dieser bestreitet das. Aktenkundig aber ist, dass auch die schlechte Zusammenarbeit der diversen Ämter für Verfassungsschutz die Aufklärung der Mordserie vereitelt hat. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 30.6.2012)
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Hier haben wir es also mit einer Behörde zu tun die belastende Beweismittel vernichtet und im selben Atemzug verlangt dass ihre "Ermittlungen" gegen die rechte Szene wirklich als solche gesehen werden??
Die Bild (für jene die es tatsächlich nicht wissen das ist die "Kronenzeitung" der Deutschen) prophezeit sogar dass der Leiter des Verfassungsschutzes wenn es ganz schlimm kommt entlassen werden könnte!
Na bei solch drakonischen Strafen für Mitbeteiligung bzw Deckung von Morden können wir sicher sein das Übel bald auszumerzen!
Der Verfassungsschutz hat bereits in den 70er Jahre bei der RAF bewiesen, was sie unter dem Schutz der Verfassung verstehen ! Ein NPD Verbot scheitete daran, weil über 50% der Mitglieder zum Verfassungs-schutz gehörten ! Aber jeder Staat braucht so etwas wie die NPD , wie sollte man sonst nach und nach die Rechte der Bürger sonst einschränken ? Es muß eine Basis für Gesetzesänderungen geschaffen werden , dafür sorgt dann die NPD durch verschiedene Aktionen ! Ich denke,das leuchtet jedem ein .
der indirekte befehl durch die blume wurde also eben umgesetzt. wer wundert sich eigentlich noch ueber den verfassungsschutz??
""Die Akten hätten also am 12. November niemals vernichtet werden dürfen, zumal Verfassungsschutz-Präsident Fromm schon am 10. November seine Leute angewiesen hatte, alle Akten zu durchforsten und nachzuprüfen, ob diese bei der Aufklärung der Morde helfen könnten.""
ja sie haetten koennen...deswegen wurden sie vernichtet......
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