Ein neuer Terror-Hub in Afrika: Das Herz der Finsternis

Kommentar | Christoph Prantner, 29. Juni 2012, 18:38

Der Norden Malis scheint endgültig in islamistische Hände gefallen zu sein

Manche nennen es das Afghanistan Westafrikas, andere sprechen von einem neuen Herzen der Finsternis: Die Rede ist vom Norden Malis, der nun endgültig in islamistische Hände gefallen zu sein scheint. Freitag warfen Kämpfer der Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) ihre ehemaligen Alliierten, die Tuareg, aus Timbuktu. Da die Zentralregierung in Bamako nach einem Putsch im März dem Auseinanderfallen Malis nichts entgegensetzen kann, ist die Region damit uneingeschränkt zur Operationszone für dunkle Kräfte aller Art geworden.

Die USA sehen dort einen Rückzugsraum für die gefährlichsten Terrorgruppen Afrikas im Entstehen: die AQIM, die nigerianische Boko Haram und die somalischen Al-Shabab-Milizen. Der Kommandeur des amerikanischen Afrika-Kommandos, General Carter Ham, erklärte unlängst, diese Organisationen teilten Ressourcen und ließen dort gemeinsam Kämpfer von pakistanischen Jihadis ausbilden.

Mindestens so viel, wenn nicht mehr zählen neben den religiös-ideologischen Motiven dieser Gruppen auch ihre geschäftlichen: Die Region war schon immer ein Schmuggler-Eldorado. Zuletzt hat sie sich als Haupttransitroute für südamerikanisches Kokain nach Europa etabliert. Daneben blüht eine einträgliche Entführungsindustrie. Dieser brandgefährliche Mix aus Terrorismus und Kriminalität hat das Potenzial, die gesamte Region zu destabilisieren. Europa sollte - auch aus Eigeninteresse - nach Mali sehen. (Christoph Prantner, DER STANDARD, 30.6.2012)

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Finsternis ist ganz schlecht

Können wir uns auf Helligkeitsbenachteiligt einigen, wegen der PC und so...

Drohnen

ein neues Kampfgebiet zum Austesten der Drohnen. Warum daher diese Aufregung, die Waffenindustrie möchte auch verdienen und je mehr Unruhe gestiftet wird umso besser für das "Geschäft"!

man sollte die profiposter vom standard doch die probleme der welt überantworten - sie haben die lösungen für alles. erst ist mal die usa schuld, dann wahrscheinlich der europäische kolonialismus und dann der kapitalismus sowieso ( übrigens was ist kapitalismus im gegensatz zu allen anderen ideologien ? ist es überhaupt eine ideologie oder einfach nur die kollektivierung des individuellen egoismus. Ist china und russland kaptalistisch ? und wenn nicht was dann ?) und wenn man die schuldigen gefunden hat, sind die lösungen ganz einfach ! gell ?

da gibts nichts lange zu deuteln und zu sehn

ein paar rechtzeitig noch hingeknallte CM und anderes feuerwerk und der spuk ist zu ende. aber jetzt warten's wieder alle bis es zu spaeht ist, um es dann zu richten brauct es einen wesentlich groesseren aufwand.

Der größte "Terror-Hub" sind eindeutig die USA

Frisch aus der Sudelkuche der CIA

werden die Worthülsen brühheiss von den bekannten Kriegspropagandverteilern unter's Volk gebracht.
Zuerst die Islamisten fördern, um sie dann als Vorwand für weitere Eroberungen zu nutzen. Keine schlechte Chuzpe.

unsinn³

Sie sind leider ein propagandaopfer, kann man Ihnen helfen?

Erst Gaddafi wegbomben, den Islamisten aus dem Osten den Weg ebnen

die Verbündeten Gaddafis, die verschiedenen Tuareg-Clans, Tubu und Peulh werden in Libyen von den Islamisten angegriffen, gedemütigt und die Videos davon ins Internet gestellt.
Dann können diese islamistischen D.eckskerle gleich in dem nun geschwächten Mali, wo die Wirtschaftshilfe Gaddafis ausfällt und die Gastarbeiter zurückströmen ungehindert schalten und walten. Es ist ein Trauerspiel

Ein neuer Terror-Hub in Afrika: Das Herz der Finsternis

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Na fein, das ist ja wieder ganz nach dem Geschmack der Amerikaner:

Nach der "Achse des Bösen" jetzt das "Herz der Finsternis". Geht's noch blöder?

Zu deiner info: das ist eine hochrangige Erzählung von Joseph Conrad, verfilmt als "apocalypse now"

Re: das ist eine hochrangige Erzählung von Joseph Conrad, verfilmt als "apocalypse now"

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Ja, aber es ist ein Unterschied, ob ein derartiger Ausdruck im ausklingenden 19. Jhdt. verwendet wird, oder zu Beginn des 21., noch dazu im gedanklichen Umfeld des "War on Terror" durch die Amerikaner...

Da wäre etwas mehr nüchterne Sachlichkeit gefragt.

Gut. Aber der Titel von Conrads Erzählung ist genial, falls du die Erzählung kennst, und du wirst keinen besseren finden können. Wogegen Achse des Bösen bloßer fundamentalistischer Schwachsinn ist.

Wobei sich das "Herz der Finsternis" aber noch viel stärker auf die Grausamkeit, die sich in der Figur Marlows verdichtet findet und die das koloniale Handeln dort symbolisiert oder auch generell in (vielen) Menschen erweckbar ist, bezieht, als auf den Ort der Handlung als solches.

Freitag warfen Kämpfer der Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) ihre ehemaligen Alliierten, die Tuareg, aus Timbuktu.

Liegt es an der Hitze oder ist der Satz des Herrn Experten sinnlos?

Im ersten Moment bin ich auch über den Satz gestolpert, weil die Formulierung insbesondere durch den ganz ausgeschriebenen Namen der Terrorgruppe etwas sperrig ist, aber beim zweiten Mal lesen sollte der Sinn doch klar sein.

Wofür hat Frankreich eigentlich die Fremdenlegion?

Na das Geplärre hier möchte ich hören...

nicht zum privatvergnügen

Heute wird die Fremdenlegion weltweit dort eingesetzt, wo der französische Staat seine Interessen militärisch wahrt oder verteidigt, sei es mit UN-Mandat, unter NATO-Oberbefehl, mit EU-Mandat, um französische Staatsbürger aus Gefahr zu retten oder historischen Verpflichtungen aus der Kolonialzeit nachzukommen (Beispiel Elfenbeinküste). Dabei ist der Einsatz der Fremdenlegion völkerrechtlich nicht anders zu bewerten als der des Militärs anderer souveräner Staaten auch.

"Historische Verpflichtungen" ist genau so heuchlerisch wie "Schutz der Zivilisten"

Die Formulierung zeigt aber deutlich, dass es sich einfach um die Fortsetzung des Kolonialismus handelt.
Der Rest ist beschönigendes Gerede.

dass frankreich aber

diverse abschlachtereien dadurch zumindest beendet haben, verschweigt Ihr post ...

Es ging z.B. in der Elfenbeinküste um Verstaatlichung und den wirtschaftlichen Einfluss Frankreichs

Und was die diversen Abschlachtereien betrifft:

http://derstandard.at/129782212... Zivilisten

Mir ist unverständlich, dass es tatsäächlich Leute gibt, die die Motive der Guten in Menschrechten, Demokratie etc. sehen, statt ganz simpel in geopolitischen Überlegungen.

Dasselbe gilt übrigens auch für den Tschad.

upps, aus wikipedia

hats nimmer gnommen, sorry

Sind doch alles gute Antiimperialisten.

Genuine Verbündete unserer Linkssektierer. Da lässt es sich von Herzen "Hoch die internationale Solidarität!" brüllen. Amerikaner und Europäer sollen sich hüten dort militärisch einzugreifen. Das gäbe Zoff auf den Straßen Europas.

Wenn du die pseudolinken Ostblockrestl- (incl. Assad) -verteidiger meinst, also Spinner, tw. vielleicht bezahlt in den Foren, so ist das das Gegenteil dessen was ich unter links verstehe.

durch das "eingreifen" in Libyen, hat man ja den Islamisten im Osten geholfen

und die Antriebskräfte des Islamismus in Mali gestärkt und diese Situation möglich gemacht. Vorher war, wenn Du dich nur etwas dafür interessieren würdest, könntest Du das nachvollziehen aber das willst Du wahrscheinlich gar nicht.

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