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Fröhliches Plantschen in Bad Aussee
Wien - Dieser Sommer könnte noch mehr als sonst ein Sommer in Rot-Weiß-Rot werden. "Die Verunsicherung in den Mittelmeerländern ist deutlich größer als in den vergangenen Jahren. Erfahrungsgemäß schlägt sich das positiv in den Umsatz- und Nächtigungszahlen in Österreich nieder", analysiert Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung im Standard-Gespräch die Lage zu Beginn der ersten großen Urlaubsreisewelle.
Bereits am Freitag haben sich Zehntausende im Osten Österreichs auf den Weg in die Ferien gemacht, mit Flugzeug und Bahn, die allermeisten aber mit eigenem Auto. Von den Selbstfahrern dürfte ein beträchtlicher Teil ein Ziel in Österreich angesteuert haben.
"Sosehr es Deutsche und Österreicher in die Ferne zieht, so wird alternativ doch immer auch ein Urlaub in Österreich mitgedacht. Und wenn die Umstände so sind wie jetzt, wird das auch gemacht", sagte Zellmann. "Österreich ist der kleine Gewinner der großen Krise." Viele seien nun lieber kürzer, billiger und näher unterwegs.
Tourismusbilanz im grünen Bereich
Die Renaissance des Österreich-Urlaubs ist schon älteren Datums. Noch nie war das Phänomen aber so ausgeprägt wie in den vergangenen drei Jahren: Trotz eines Rückgangs bei ausländischen Nächtigungen blieb die Tourismusbilanz aufgrund verstärkter Präsenz inländischer Gäste durchwegs im grünen Bereich.
So wurden im Sommer 2011 von der Statistik Austria 18,8 Millionen Ankünfte (plus 4,7 Prozent) und 64 Millionen Nächtigungen (plus 2,4 Prozent) gezählt. Davon entfielen 43,7 Millionen auf ausländische Gäste. Österreicher übernachteten 20,3 Millionen Mal in österreichischen Tourismusbetrieben. Die 20,3 Millionen Inlandsnächtigungen waren ein absoluter Rekord, der heuer noch getoppt werden könnte.
"Es gibt in Österreich mittlerweile erlebnisorientierte, familienfreundliche Angebote in allen Preislagen und für alle Altersklassen", sagte Zellmann. Zudem könne Österreich wie kaum ein anderes Land vom Trend nach Outdoor-Aktivitäten profitieren. Sollte sich die internationale Lage irgendwann wieder beruhigen, würden sich auch die Tourismusströme wieder neu verteilen.(Günther Strobl, DER STANDARD; 30.6./31.7.2012)
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