Uneinigkeit über Wohlergehen der Seelachs-Bestände

29. Juni 2012, 16:53

Rat der Meeresforschung sieht keine Gefährdung, Kieler Wissenschafter befürchten baldigen Kollaps

Berlin - Uneinigkeit herrscht über den Zustand der Seelachsbestände in der Nordsee: Während deutsche Forscher vor einigen Wochen die Bestände bedroht sehen, droht ihnen nach einer Analyse des Internationalen Rats für Meeresforschung (Ices) im Moment kein Kollaps durch Überfischung. Der Seelachs - eigentlich kein echter Lachs, sondern ein Vertreter der Dorsche - se in der Lage, sich ausreichend zu erholen und zu vermehren, teilte Ices am Freitag mit. Damit widerspricht der Rat einer Einschätzung des Geomar-Instituts in Kiel vom April. Wissenschafter dort befürchteten, dass die Seelachs-Bestände in der Nordsee schrumpfen und durch immer stärkere Befischung an der Grenze des Zusammenbruchs stehen.

Kritik an Gütesiegel-Vergabe

Die Kieler Forscher hatten deshalb auch die Beibehaltung des Gütesiegels MSC (Marine Stewardship Council) für Nordsee-Seelachs kritisiert, nachdem die Bestände nach der Gütesiegel-Vergabe rapide geschrumpft waren. Denn das Siegel steht für nachhaltige Fischerei und soll Kunden beim Fischkauf Orientierung bieten. Der MSC fühlt sich nun in seiner Einschätzung bestätigt. "Der Seelachsbestand in der Nordsee befindet sich innerhalb sicherer biologischer Grenzen", teilte der Verband am Freitag mit Verweis auf das Ices-Ergebnis mit. (APA/red, derstandard.at, 29.6.2012)

Kommentar posten
10 Postings
Natürlich wird die Nordsee überfischt!

Eines der Gründe, weshalb Norwegen, Island und die autonomen Länder Dänemarks (Grönland, Fär Öer) nicht Mitglied der EU sind.
Die sind doch net bescheuert.

Unbedingt den Kieler Wissenschaftern vermitteln! Vielleicht suchen die ja noch Nachwuchs, die mit ähnlich fundierten Methoden arbeiten wie Sie!

Los gehtts.

Die EU-geförderte Fischfabriken-Shoppingtour durch Nordsee und Atlantik kann wieder losgehn.

S Mittelmeer is eh scho ausgeräumt.

Ich sag nur: Beifang, Minderfang.

Dabei wärs so einfach: Bruttoregistertonnen-Beschränkung der Fischerei-schiffe, Fangzeitvorgaben (=Zeit auf See) und Ruhezonen.
Und der Kas warad gegessen.

Fische produzieren sehr viel

Nachkommen im Meer und deshalb ist ihr Bestand nicht gefährdet!

Aber veganische Grünsektierer(innen) wollen den Menschen mit ihrer ständigen Panikmache die Lust auf Fischessen verderben.

Sollens selber weiter ihre grauslichen Sojaprodukte essen,aber andere Menschen in Ruhe lassen!

"Fische produzieren sehr viel Nachkommen im Meer und deshalt ist ihr Bestand nicht gefährdet!"

totalen blödsinn als ultimative weisheit und faktum zu posten macht ihn auch nicht wahr

Wieviele Fisch-Eier

produziert z.B. ein GESCHLECHTSREIFES Seelachs-Weibchen pro Jahr,Grünschnabel?

Bitte um Antwort!

und aus der anzahl der Eier lässt sich natürlich 1:1 die Anzahl der nächsten Generation geschlechtsreifer Fische abzählen - die Welt ist ja soooo einfach! Toll!

Ich hab nicht die Zeit dazu. Aber es müßte sich an Hand der verwendeten Daten feststellen lassen, wieso es zu diesen unterschiedlichen Auffassungen kommt .

"Der Seelachsbestand in der Nordsee befindet sich innerhalb sicherer biologischer Grenzen"

Was meint er wohl damit? Dass die Nordsee noch nicht verdampft ist? Noch nicht mit Giftmüll übersättigt?

Es ist ja eigentlich eh egal, durch profitgier wird ja sowieso alles ausgerottet, überfischt, überdüngt, ausgebeutet und verschmutzt.

Ob es jetzt a bissl früher passiert oder nicht ist auch schon egal, hauptsache jetzt wird verdient.

Jene die die macht hätten, das zu ändern, sind leider zu dumm oder zu gierig, diese macht für nachhaltigkeit und umweltschutz zu nutzen.

Das beste argument ist immer: "Das kostet ja alles geld und dann gehen arbeitsplätze verloren".

Wenn wir aber so weiter machen, ist bald nichts mehr da, womit man geld verdienen kann und wofür man arbeitsplätze schaffen kann!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.