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Wien - Der vielkritisierte Mafia-Paragraf 278a Strafgesetzbuch (StGB) wird reformiert. Das hat das Justizministerium am Freitag angekündigt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt den im Mai 2011 erfolgten Freispruch der 13 Tierschützer vom Vorwurf der Beteiligung an einer kriminellen Organisation nach eben diesem Paragrafen anerkannt.
Empfehlung zu Reform ging aus Evaluierung hervor
Der Paragraf stammt in seiner derzeitigen Form aus dem Jahr 1997. Er "hat in der Praxis seine ursprüngliche Zielsetzung nicht so erreicht, wie man sich das damals erwartet hat", sagte ein Sprecher von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) zur APA. Deshalb sei nun eine gesetzliche Reform geplant - dies habe auch die im vergangenen Jahr gestartete Evaluierung empfohlen.
Ein entsprechender Ministerialentwurf soll laut dem Sprecher noch im Sommer in Begutachtung gehen, hieß es. Was genau darin enthalten sein wird, werde "demnächst" bekanntgegeben.
Nach Wunsch des Grünen Justizsprechers Albert Steinhauser - er zeigte sich über die nun erfolgte Rechtmäßigkeit des Freispruchs "erleichtert" - sollte im Zentrum des künftigen Gesetzes die Bereicherungsabsicht stehen, meinte er in einer Aussendung. Diese sei nämlich "ein typisches Merkmal krimineller Organisationen" und verhindere, dass zivilgesellschaftliche Aktivitäten ins Visier genommen werden können. (APA, 29.6.2012)
Aktivisten entrollten Transparent auf Befreiungsdenkmal am Innsbrucker Landhausplatz
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Das Tierschützerverfahren ist noch nicht zu Ende. Die acht rechtskräftig freigesprochenen Aktivisten wollen pro Person mehr als 100.000 Euro vom Staat. Die fünf anderen, die weiter - etwa wegen Nötigung - angeklagt sind, haben beim Oberlandesgericht berufen
Anklage wegen Freiheitsentziehung, Körperverletzung und Verleumdung
Weil er mit einer Geste einen Schuss auf Tierschützer andeutete, hat ein Staatsanwalt aus Wiener Neustadt nun großen Ärger. Der Beweis für die Entgleisung wird in der ORF-Sendung "Am Schauplatz" ausgestrahlt
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Geteilte Ansichten zu Karls Paragraf-278a-Entschärfung
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Die ehemals Angeklagten warten noch immer auf ein Urteil - Ob es bei Freisprüchen für alle bleibt, ist ungewiss
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Beim Standard-Montagsgespräch über den Mafiaparagrafen 278a zeigte sich der Vertreter des Justizministeriums novellierungsfreudiger als zuletzt – Die Risiken der geltenden Bestimmung nahmen viel Raum ein
Nach den Freisprüchen im Prozess präzisiert Richterin Sonja Arleth ihre Sicht: von krimineller Organisation keine Spur
"§278a - Gemeint sind wir alle!" von Christof Mackinger und Birgit Pack
Wolfgang Handler wurde zum ersten Staatsanwalt in Wiener Neustadt bestellt
nicht im Geringsten zu trauen.
Deren Ziel ist es wie (anhand Grasserschutz versus Tierschützerverfolgung) bereits anschaulich demonstriert wurde:
Kriminelle Politgestalten vor Verfolgung schützen -
und dafür unschuldigen aber lästigen Aktivisten (die ÖVP Wirtschaftspartnern ein Dorn im Auge sind) das Leben zur Hölle machen - bis hin zur finanziellen Vernichtung von Bürgern.
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