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Die dritte Auflage des Wiener Popfests rund um den Karlsplatz findet heuer von 26. bis 29. Juli statt.
Wien - Die dritte Auflage des Wiener Popfests rund um den Karlsplatz bietet heuer von 26. bis 29. Juli mit 47 Live-Konzerten erneut einen Querschnitt heimischen Musikschaffens. FM4-Mann Robert Rotifer, der dieses Jahr zum letzten Mal als Chefkurator fungiert, versucht erneut den Spagat zwischen Genregrößen und Nischenprogramm. Vor allem die vor der barocken Karlskirche gelegene "Seebühne" als zentraler Angelpunkt des Festivals setzt mit den Anti-Volksmusik-Dadaisten Attwenger, der Linzer Hip-Hop-Institution Texta oder den Krawallpoeten Kreisky auf namhafte Zugpferde. Der Eintritt ist frei.
Eröffnet wird die erstmals im Juli statt im Mai stattfindende, viertägige Musiksause mit alternativem Anstrich von drei Acts, die ob ihrer Heterogenität auf herkömmlichen Festivals wohl kaum gemeinsam im Line-up zu finden wären. Als Opener fungiert die Indie-Rock-Neuentdeckung The Beth Edges, die am 26. Juli um 18.30 Uhr die Seebühne entern wird. Abgelöst wird die anglophile Kapelle von den Mundart-Mantra-Spezialisten Attwenger, die schließlich das Mikrofon der auf Deutsch, Englisch und Türkisch singenden Fatima Spar und ihren Freedom Fries übergeben. "Weltmusik aus Wien - Wien-Musik für die Welt", schlug Popfest-Leiter Christoph Möderndorfer folglich bei der Programmpräsentation am Freitag als Slogan vor.
5/8erl in Ehr'n
Bis Samstag bestreiten zehn Formationen Konzerte auf der Seebühne. Am Freitag stehen neben Texta noch Lonely Drifter Karen und die Amadeus-Gewinner M185 auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Tags darauf darf sich das Publikum auf Kreisky, die zwischen Soul, Jazz, Akkordeon und Terzengesang changierenden 5/8erl in Ehr'n und auf knatternden Pop französischer Zunge - sprich: Mopedrock!! - freuen.
Wie gewohnt bespielt das Festival wieder mehrere Dependancen. So dient das Wien Museum für Auftritte etwa des omnipräsenten Ernst Molden oder des Songwriterkollektivs Loose Lips Sink Ships. Im Prechtlsaal der Technischen Universität werden zu später Stunden - die Konzerte dort starten frühestens um 23.00 Uhr - Bernhard Eder, Der Nino aus Wien oder Gary, das Quartett rund um Schauspieler Robert Stadlober, für Platznot sorgen. Gerade der Freitag steht hier im Zeichen der Elektronik, wenn sich u.a. Patrick Pulsinger und Elektro Guzzi ein Stelldichein geben.
Neben inzwischen traditionellen Orten wie dem brut bzw. der brut bar, die an zwei Tagen mit jeweils einem DJ-Duo bespielt wird, hat man sich im dritten Popfest-Jahr den Ost-Klub als Veranstaltungshaus dazugeholt. Dort geigen am Freitag und Samstag etwa Sixtus Preiss, Anbuley, Hella Comet und Nifty's auf. Am Samstag und Sonntag wird das Programm bereits ab dem Vormittag durch wortlastige Events bereichert. Im project space der Kunsthalle gibt es Podiumsdiskussionen über den archivarischen Umgang österreichischer Popkultur, das Überleben in derselben sowie über die Frage, ob und wie Provinzialität und Regionalismus im heimischen Musikschaffen überwunden werden kann.
Routine einen Riegel vorschieben
Was die Programmierung betrifft, wollen die Veranstalter ab sofort neue Wege gehen, indem jedes Jahr ein anderer Kurator für das Line-up verantwortlich sein soll. Noch-Kurator Rotifer begründete den Schritt damit, eventueller Routine einen Riegel vorschieben zu wollen: "Wiederholung trägt die Gefahr der Institutionalisierung in sich." Außerdem spielten "egoistische Gründe" eine Rolle, da die Popfest-Tätigkeit sehr von seinen anderen journalistischen und musikalischen Projekten abgelenkt habe. Rotifer wird jedoch als Berater auch künftig am Open-Air-Spektakel mitwirken, versprach er. (APA, 29.6.2012)
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so einen gratis-werbeauftritt bekommen diese firmen selten. eine bitte an die neuen kuratorInnen für 2013,14,15,... lasst euch von diesem wiener sumpf, bestehend aus eitelkeiten und wirtschaftlichen interessen, nicht beeindrucken, geht euren eigenen weg, schaut in die proberäume rein, geht auf konzerte in den arena-dreiraum, ins fluc, ins rhiz und die 2,3 anderen plätze wo zeitgemäß und cool programmiert wird.
sie haben Ihren job als repräsentant des popfest grundsätzlich sehr gut und souverän gemacht. danke dafür! dass die programmierung über die drei jahre betrachtet trotzdem nur ein gefälliges best-of aus fm4-hausen wurde, ist wirklich schade. in wien (und vielmehr in den bundesländern) passieren gerade echt spannende projekte. sehen wir die dann erst 2016 am popfest?? ich erwarte mir von einem kurator und seinem team (r.reutner, c. möderndorfer, ..) am puls der zeit zu sein, was wohl nur schwer geht, wenn man einen großteil seiner zeit auf der britannischen insel verbringt. an der programmierung kann man gut erkennen, wie sehr wirtschaftliche interessengruppen (hoanzl, eben fm4 und seine firmen-partner, monkey, ..) involviert waren.
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