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Hier kommt es gut weg, das Fleisch: Rocky Docky's Western und Steak House in 1160.
Vorspeise, Hauptspeise, Zuspeise mal zwei plus Wein, Sozi, Kaffee: 93,60 Euro.

Sättigungsbeilage, aber richtig: Coleslaw

Bruckenberger? Muss ich mich sorgen? Nur Mais zur Vorspeis?

Nein, das ist nicht Bruckenberger, und auch nicht der Fidler. Dieser Herr dürfte jedenfalls in Eureka keine Frauen küssen, haben wir hier gelernt. Was vermutlich ohnehin wenige wollten.

So wertvoll wie ein Hauptgericht: Hühnerleber mit Mais, Paradeisern und Speck

Rib Eye. Dry Aged. Schon ziemlich gut. Im Hintergrund, für die Freunde der an dieser Stelle nicht mehr zwingend nötigen Sättigungsbeilage: mashed potatoes.
vergrößern 600x400Rinderviertel: Freundlicherweise legt das Rocky Docky einen Lageplan bei, in welches Teil vom Tier man beißen wird. Jetzt wissen wir auch, woher Flank Steak kommt.
Speisen bildet. Doch, ich weiß nun zum Beispiel, dass Männer mit Schnauzbart in Eureka/Arkansas überhaupt keine Frauen küssen dürfen. Seit ich mit Herrn Bruckenberger tat, was uns ein Schippel Userinnen und User an den Magen gelegt hatten, wenn wir unsere Serie Carnivoren unterwegs fortsetzen wollen, was sich in der Kombination von selbst versteht. Wir gingen also ins Rocky Docky auf Steaks, ein bisschen skurrile Belehrung und die eine oder andere Sättigungsbeilage.
Sättigungsbeilage
Genau dieser Begriff wird hier ernst genommen. Weil ich Ignorant wie Dilettant das tatsächlich nie probiert habe, ordere ich zum Beispiel Coleswlaw. Ich ahnte ja nicht, wie üppig man Krautsalat anlegen kann. Die Antwort auf eine nie gestellte Frage: sehr, sehr, sehr. Mit üppig-rahmiger Sauce. Und gebratenen Speckstückchen, damit die Beilage nicht zu leicht gerät. Sauber. Aber ich war eh schon besorgt um den Bruckenberger.
Kann man auch sein, wenn ein Mann, dessen zweiter Vorname und Schlachtruf "Fleisch" ist, so eine Vorspeise bestellt. Nein, nicht Coleslaw, das war meine stets experimentierfreudige Idee. Bruckenberger bestellte Mais. Einen Kolben. Praktisch vegetarisch. Unfassbar. Immerhin, dazu ein Bier. Wie sein dritter Vorname, väterlicherseits vermutlich.
Veggiebru?
Aber der gute Mann hatte mich gleich nach der Maisbestellung auch schon wieder beruhigt: Ribeye. Dry aged, versprach die Karte. 203 Gramm sind natürlich für den Frank's-gestählten Bruckenberger eine Kinderjause, und dennoch: Nach einem ausgiebigen Mittagstisch wollte er tatsächlich nur ein bisserl Körndeln vorher. Womöglich misst man in Ottakring anders, aber die 700 g im Ersten waren zwar durchaus gewichtiger, aber beileibe nicht dreifach Rocky Docky. Gut, haben am Laurenzerberg auch nur knapp das Doppelte gekostet.
Insofern war das Wegmachen allen Fleisches natürlich keine Sonderprüfung. Aber was sagte Herr Bruckenberger nun zum Gegessenen? Das Fleisch fand er sehr, sehr anständig, die Beilagen ein bisschen vorstädtisch bemüht (hoffentlich fasse ich seinen Befund nun korrekt zusammen). Er futterte dennoch beherzt mein Coleslaw, seinen Maiskolben und auch seinen Folienerdäpfel. Beim Fleisch geb ich ihm gern recht, die Beilagen fand ich ja sehr interessant. Und meine Vorspeise sowieso.
Lebe leber ungewöhnlich
Chicken Liver Salad, ein bisschen lebensmittelkodexmäßige Ausnahmeerscheinung, mit Speck und Mais. Mindestens so wertvoll wie ein kleines Steak, aber ich war ja mittags im Gegensatz zu Herrn Bruckenberge am Veggiebuffet meines Vertrauens.
No, Butt
Eigentlich hatte ich ja vor, zwischen Leber und Ribeye noch ein kleines, keineswegs trocken gealtertes Stück "Butt Steak" zu probieren, schon weil mir da besonders schöne Titel eingefallen wären. Allein: Bruckenberger schien mir ein bisschen unmotiviert, und ich ess ja nicht mehr als vier, fünf Mahlzeiten pro Kopf und Tag. Also machte der Butt wieder Pause, aber Herr Grass schreibt derzeit ja eh lieber Gedichte.
Schnauze!
Und die Sache mit dem Schnauzer? Die Speisekarte des Rocky Docky präsentiert quasi als Unterhaltungsbeilage skurrile Erkenntnisse von US-Gerichten, wohl auf Bezirks- und Gemeindeebene. Das heitere Bezirksgericht anhand seiner Entscheidungen, quasi. Ich vermute ja stark aus eigener Anschauung: totes Recht. Denn: Nur eine sehr überschaubare Zahl von Frauen ist überhaupt daran interessiert, Schnauzbartträger zu küssen.
Hinter Gittern
Fehlt eigentlich nur noch das Gitterthema: Wer im Nichtraucher reserviert, wie Bruckenberger und ich, sitzt im County Jail, an dessen Gittern auch noch Cowboystiefel geringer Größe hängen. Authentizitätsbedingt, vermutlich.
Schmeck's ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.
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als ehemaliger rotisseur des damals größten hotels in nordamerika bin ich in wien immer wieder rindsfündig geworden.
da war mal der chinaman aus kanada mit seinem porterhouse unten beim schwarzenbergplatz....
heute, wie im artikel erwähnt, ist Franks im haus der kand. botschaft immer noch erste einschneidstation für steaks in wien (und auch cole slaw).
rocky docky auch schon besucht und ein gutes steak pro woche auswärts braucht mehrere möglichkeiten, sonst wird`s fad.
eine neue anlaufstation gefällig?!
"leaders" american diner,
kaiserebersdorferstrasse 40
...wenn man grad beim boesner seine kreativmaterialien ergänzt hat.
Oh ja ! sehr gemütlich und ausserordentlich gute Steaks.
Aber drei Stunden mußt mindestens einplanen.
Davon wartest gut eineinhalb auf das Steak. Wenn mans weiss akzeptiert mans bzw. schätzt es sogar lang zu warten. Die Speisen entschädigen jedenfalls für unterschätzte Wartezeiten.
Nicht so das wahre.
http://www.restauranttester.at/leaders-a... diner.html
Ihnen bleiben nach einem Besuch beim boesner noch genug Euronen im Brieftaschl über?
*staun*
Sie haben dann jedenfalls meine Bewunderung! :-D
(Ich finde dort immer mehr als ich eigentlich erstehen wollte. - Was meine Rechnungen dort auch immer dementsprechend höher als geplant ausfallen lässt ... *räusper*)
Fleisch ist das neue Sushi! - So schien es zumindest vor zwei Jahren, als plötzlich alle aus den Billig-Sushi-Hütten zum Steakh(a/o)us(e) rannten und man bei der Thalia hinter Grillern, Kohlesäcken und anderem Klimbim irgendwo in der Ecke, die früher mit Sushi-Büchern voll waren plötzlich unzählige "Fleisch-Kochbücher", Grillbücher und "Männer"-Kochbücher fand. Irgendwann sprang dann auch derStandard auf diesen "Trend" auf füllte seine (Web)Seiten mit WeberGrill-gesponserten Artikeln. Mittlerweile ist Fleisch schon wieder vööööölig out, schaut man auf den aktuellen Kochbuchmarkt und auf den großteil der Standard-Artikel so könnte man zu dem Schluss kommen: Gemüse ist das neue Fleisch.
Danke für den Artikel aus längst vergangenen Tagen ;-)
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