Das Weg allen Fleisches

  • Hier kommt es gut weg, das Fleisch: Rocky Docky's Western und Steak House in 1160.
Vorspeise, Hauptspeise, Zuspeise mal zwei plus Wein, Sozi, Kaffee: 93,60 Euro.
    foto: harald fidler

    Hier kommt es gut weg, das Fleisch: Rocky Docky's Western und Steak House in 1160.

    Vorspeise, Hauptspeise, Zuspeise mal zwei plus Wein, Sozi, Kaffee: 93,60 Euro.

  • Sättigungsbeilage, aber richtig: Coleslaw
    foto: harald fidler

    Sättigungsbeilage, aber richtig: Coleslaw

  • Bruckenberger? Muss ich mich sorgen? Nur Mais zur Vorspeis?
    foto: harald fidler

    Bruckenberger? Muss ich mich sorgen? Nur Mais zur Vorspeis?

  • Nein, das ist nicht Bruckenberger, und auch nicht der Fidler. Dieser Herr dürfte jedenfalls in Eureka keine Frauen küssen, haben wir hier gelernt. Was vermutlich ohnehin wenige wollten.
    foto: harald fidler

    Nein, das ist nicht Bruckenberger, und auch nicht der Fidler. Dieser Herr dürfte jedenfalls in Eureka keine Frauen küssen, haben wir hier gelernt. Was vermutlich ohnehin wenige wollten.

  • So wertvoll wie ein Hauptgericht: Hühnerleber mit Mais, Paradeisern und Speck
    foto: harald fidler

    So wertvoll wie ein Hauptgericht: Hühnerleber mit Mais, Paradeisern und Speck

  • Rib Eye. Dry Aged. Schon ziemlich gut. Im Hintergrund, für die Freunde der an dieser Stelle nicht mehr zwingend nötigen Sättigungsbeilage: mashed potatoes.
    foto: harald fidler

    Rib Eye. Dry Aged. Schon ziemlich gut. Im Hintergrund, für die Freunde der an dieser Stelle nicht mehr zwingend nötigen Sättigungsbeilage: mashed potatoes.

  • Rinderviertel: Freundlicherweise legt das Rocky Docky einen Lageplan bei, in welches Teil vom Tier man beißen wird. Jetzt wissen wir auch, woher Flank Steak kommt.
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    Rinderviertel: Freundlicherweise legt das Rocky Docky einen Lageplan bei, in welches Teil vom Tier man beißen wird. Jetzt wissen wir auch, woher Flank Steak kommt.

Carnivoren unterwegs: Bruckenberger und Fidler landen im Rocky Docky vor heiteren Bezirksgerichten und hinter Gittern

Speisen bildet. Doch, ich weiß nun zum Beispiel, dass Männer mit Schnauzbart in Eureka/Arkansas überhaupt keine Frauen küssen dürfen. Seit ich mit Herrn Bruckenberger tat, was uns ein Schippel Userinnen und User an den Magen gelegt hatten, wenn wir unsere Serie Carnivoren unterwegs fortsetzen wollen, was sich in der Kombination von selbst versteht. Wir gingen also ins Rocky Docky auf Steaks, ein bisschen skurrile Belehrung und die eine oder andere Sättigungsbeilage.

Sättigungsbeilage

Genau dieser Begriff wird hier ernst genommen. Weil ich Ignorant wie Dilettant das tatsächlich nie probiert habe, ordere ich zum Beispiel Coleswlaw. Ich ahnte ja nicht, wie üppig man Krautsalat anlegen kann. Die Antwort auf eine nie gestellte Frage: sehr, sehr, sehr. Mit üppig-rahmiger Sauce. Und gebratenen Speckstückchen, damit die Beilage nicht zu leicht gerät. Sauber. Aber ich war eh schon besorgt um den Bruckenberger.

Kann man auch sein, wenn ein Mann, dessen zweiter Vorname und Schlachtruf "Fleisch" ist, so eine Vorspeise bestellt. Nein, nicht Coleslaw, das war meine stets experimentierfreudige Idee. Bruckenberger bestellte Mais. Einen Kolben. Praktisch vegetarisch. Unfassbar. Immerhin, dazu ein Bier. Wie sein dritter Vorname, väterlicherseits vermutlich.

Veggiebru?

Aber der gute Mann hatte mich gleich nach der Maisbestellung auch schon wieder beruhigt: Ribeye. Dry aged, versprach die Karte. 203 Gramm sind natürlich für den Frank's-gestählten Bruckenberger eine Kinderjause, und dennoch: Nach einem ausgiebigen Mittagstisch wollte er tatsächlich nur ein bisserl Körndeln vorher. Womöglich misst man in Ottakring anders, aber die 700 g im Ersten waren zwar durchaus gewichtiger, aber beileibe nicht dreifach Rocky Docky. Gut, haben am Laurenzerberg auch nur knapp das Doppelte gekostet.

Insofern war das Wegmachen allen Fleisches natürlich keine Sonderprüfung. Aber was sagte Herr Bruckenberger nun zum Gegessenen? Das Fleisch fand er sehr, sehr anständig, die Beilagen ein bisschen vorstädtisch bemüht (hoffentlich fasse ich seinen Befund nun korrekt zusammen). Er futterte dennoch beherzt mein Coleslaw, seinen Maiskolben und auch seinen Folienerdäpfel. Beim Fleisch geb ich ihm gern recht, die Beilagen fand ich ja sehr interessant. Und meine Vorspeise sowieso.

Lebe leber ungewöhnlich

Chicken Liver Salad, ein bisschen lebensmittelkodexmäßige Ausnahmeerscheinung, mit Speck und Mais. Mindestens so wertvoll wie ein kleines Steak, aber ich war ja mittags im Gegensatz zu Herrn Bruckenberge am Veggiebuffet meines Vertrauens.

No, Butt

Eigentlich hatte ich ja vor, zwischen Leber und Ribeye noch ein kleines, keineswegs trocken gealtertes Stück "Butt Steak" zu probieren, schon weil mir da besonders schöne Titel eingefallen wären. Allein: Bruckenberger schien mir ein bisschen unmotiviert, und ich ess ja nicht mehr als vier, fünf Mahlzeiten pro Kopf und Tag. Also machte der Butt wieder Pause, aber Herr Grass schreibt derzeit ja eh lieber Gedichte. 

Schnauze!

Und die Sache mit dem Schnauzer? Die Speisekarte des Rocky Docky präsentiert quasi als Unterhaltungsbeilage skurrile Erkenntnisse von US-Gerichten, wohl auf Bezirks- und Gemeindeebene. Das heitere Bezirksgericht anhand seiner Entscheidungen, quasi. Ich vermute ja stark aus eigener Anschauung: totes Recht. Denn: Nur eine sehr überschaubare Zahl von Frauen ist überhaupt daran interessiert, Schnauzbartträger zu küssen.

Hinter Gittern

Fehlt eigentlich nur noch das Gitterthema: Wer im Nichtraucher reserviert, wie Bruckenberger und ich, sitzt im County Jail, an dessen Gittern auch noch Cowboystiefel geringer Größe hängen. Authentizitätsbedingt, vermutlich.

Schmeck's ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.

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Starker Genitiv:

Das Weg alles Fleisches

in den 90-ern war das noch eine pizzeria

die pizzeria ist gleich daneben. gehören angeblich zusammen.

Schnauzbärte

sind leider wieder im Kommen, quasi als Essenz aus Voll- Muschi- oder Zuhälterbärten der letzten Jahre.

Auch nur unter den radfahrenden Hipstern, die du da kennst.

als ehemaliger rotisseur des damals größten hotels in nordamerika bin ich in wien immer wieder rindsfündig geworden.

da war mal der chinaman aus kanada mit seinem porterhouse unten beim schwarzenbergplatz....

heute, wie im artikel erwähnt, ist Franks im haus der kand. botschaft immer noch erste einschneidstation für steaks in wien (und auch cole slaw).

rocky docky auch schon besucht und ein gutes steak pro woche auswärts braucht mehrere möglichkeiten, sonst wird`s fad.

eine neue anlaufstation gefällig?!

"leaders" american diner,
kaiserebersdorferstrasse 40

...wenn man grad beim boesner seine kreativmaterialien ergänzt hat.

weitere Anlaufstation

u Steakhouse meines Vertrauens

Jolly Ox
Josef-Gall-Gasse 5
im 2.

Oh ja ! sehr gemütlich und ausserordentlich gute Steaks.
Aber drei Stunden mußt mindestens einplanen.
Davon wartest gut eineinhalb auf das Steak. Wenn mans weiss akzeptiert mans bzw. schätzt es sogar lang zu warten. Die Speisen entschädigen jedenfalls für unterschätzte Wartezeiten.

Na ja - was Kaiserebersdorf betrifft

Nicht so das wahre.

http://www.restauranttester.at/leaders-a... diner.html

Ihnen bleiben nach einem Besuch beim boesner noch genug Euronen im Brieftaschl über?
*staun*

Sie haben dann jedenfalls meine Bewunderung! :-D
(Ich finde dort immer mehr als ich eigentlich erstehen wollte. - Was meine Rechnungen dort auch immer dementsprechend höher als geplant ausfallen lässt ... *räusper*)

CHUCKWAGON BEANS das sind die allerbesten ......
alleine deshalb gehen wir seit Jahren regelmässig hin

notiert.
Wird angetestet.
Danke

Da haben Sie sehr sehr recht.

Fleisch ist das neue Sushi! - So schien es zumindest vor zwei Jahren, als plötzlich alle aus den Billig-Sushi-Hütten zum Steakh(a/o)us(e) rannten und man bei der Thalia hinter Grillern, Kohlesäcken und anderem Klimbim irgendwo in der Ecke, die früher mit Sushi-Büchern voll waren plötzlich unzählige "Fleisch-Kochbücher", Grillbücher und "Männer"-Kochbücher fand. Irgendwann sprang dann auch derStandard auf diesen "Trend" auf füllte seine (Web)Seiten mit WeberGrill-gesponserten Artikeln. Mittlerweile ist Fleisch schon wieder vööööölig out, schaut man auf den aktuellen Kochbuchmarkt und auf den großteil der Standard-Artikel so könnte man zu dem Schluss kommen: Gemüse ist das neue Fleisch.
Danke für den Artikel aus längst vergangenen Tagen ;-)

man muss nicht jeden Trend zwingend mitmachen, bei Sushi und Fleisch machts ja noch Sinn, aber die Gemüsewelle kann man derweil einfach auslassen!

Sushi brauch ich auch nicht ... ich bleib beim Fleisch :)

Nichtraucher hinter Gittern, die Idee hat was :-))

...sollten Aasfresser auch^^...

Wieso ?

Was haben Sie gegen Hyänen ? Die können im Gegensatz zu Ihnen wenigstens lachen...

Das Bild von dem Rib Eye hätt ich mir nicht anschauen sollen ...

... hab ich jetzt einen Hunger :)

Wo bleiben die VeganerInnen und die Fleisch-Diskussionen?

Hier bin ich;)
Stänker aber ned so gern, wie das so mach Fleischi tut, wenn er/sie das rote Tuch "vegan" vor Augen hat^^

"Fleischi" ?

Wie originell !!

üääähhh die haben dort Mohrenbräu!

Mohr im Hemd, Topfenneger, heiliger Mauritius.

Sack Reis...

Kellerbier?

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