Die Baustellensaison in Wien ist eröffnet

13. Juli 2012, 06:40
  • Motorisierte Verkehrsteilnehmer in Wien sind im Sommer häufig auf Alternativrouten angewiesen.
    foto: derstandard.at/simon graf

    Motorisierte Verkehrsteilnehmer in Wien sind im Sommer häufig auf Alternativrouten angewiesen.

  • Baustellenfreiheit: Welche Verkehrsachsen den Sommer über in Wien ohne Behinderung bleiben sollten, ist in dieser Grafik eingezeichnet. Die PDF-Version finden Sie hier.
    vergrößern 1200x960
    karte: wien.gv.at/fcp

    Baustellenfreiheit: Welche Verkehrsachsen den Sommer über in Wien ohne Behinderung bleiben sollten, ist in dieser Grafik eingezeichnet. Die PDF-Version finden Sie hier.

Tangente, Gürtel, Tabor: In Wien kommt es in den Ferien zu umfangreichen Sperren im Individual- und öffentlichen Verkehr

Ferienzeit ist Baustellenzeit: Mit dem letzten Schultag in Wien häuften sich die Ankündigungen über Sperren und vorhersehbare Verzögerungen auf wichtigen Verkehrsadern der Bundeshauptstadt.

Auf der Südosttangente (A23) etwa läuft die letzte Ausbauphase der Hanssonkurve. In den Monaten Juli und August wird pro Fahrtrichtung eine Spur weggenommen. Auf der Richtungsfahrbahn Norden wird eine Spur Richtung Süden im Gegenverkehr geführt. Mit September soll das zwei Jahre dauernde und 34 Millionen teure Projekt der Asfinag endgültig abgeschlossen sein.

Gürtelinstandsetzung

Die Arbeiten an der A23-Anschlussstelle und am neuen Hauptbahnhof haben auch Auswirkungen auf die Gürtelabschnitte in Landstraße und Wieden. Zumindest zwei Fahrspuren sollen laut MA28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) ständig in beiden Richtungen befahrbar sein. Die Maßnahmen sollen bis zum Schulbeginn Anfang September abgeschlossen sein.

Nicht nur der Süd-, auch der Westgürtel wird in Schuss gebracht: Am Äußeren Währinger Gürtel werden neue Wasserrohre eingesetzt, außerdem sorgt die Instandsetzung maroden Straßenbelags immer wieder für eine Sperre von ein oder zwei Fahrspuren pro Richtung. Letzteres betrifft auch Teile des Döblinger Gürtels.

Taborkreuzung gesperrt

Auch an der Kreuzung Am Tabor/Taborstraße in Wien-Leopoldstadt gibt es eine Sperre. In Koordination mit den Wiener Linien wird die MA28 den Kreuzungsbereich grundlegend umgestalten: 500 Meter Gleise, vier Weichen und sechs Kreuzungen werden für die Straßenbahnlinien 2 und 5 getauscht, hinzu kommen unter anderem ein Blindenleitsystem, Baumpflanzungen und eine Adaption der Verkehrsinseln sowie der Radwege. Die Kreuzung bleibt voraussichtlich bis Anfang September für den Individualverkehr gesperrt, die Trams passieren wie gewohnt.

In der Burggasse im Bezirk Neubau wird voraussichtlich bis 31. August tagsüber wechselweise immer nur eine Fahrspur benutzbar sein. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Kirchberggasse und Museumsplatz. Grund ist die Sanierung der Fahrbahn und der Gehsteige sowie der Bau einer Radanlage.

Projekte in Floridsdorf

Bis Ende August lässt die Gemeinde Wien im 21. Bezirk eine Großbaustelle bearbeiten: An der Kreuzung Siemensstraße/Julius-Ficker-Straße wird die in Mitleidenschaft gezogene Belagsubstanz saniert, ein Ampelsystem installiert und die deshalb notwendige Straßenverbreiterung in Angriff genommen. Wesentlich kürzer dauern die Sanierungsarbeiten an der Katsushikastraße (3. Juli bis 20. Juli).

Einige schon länger dauernde Straßenarbeiten, etwa am Beginn der Ottakringer Straße zwischen 16. und 17. Bezirk, bei der Verlängerung der Straßenbahnlinie 26 in Wien-Donaustadt oder in der Lehmanngasse im 23. Gemeindebezirk werden wie geplant über den Sommer fortgesetzt.

Auch Öffis betroffen

Von Umbau- und Sanierungsarbeiten ist zum Teil auch der öffentliche Verkehr betroffen: Neben der Teilsperre der U1 seit 7. Juli ist etwa die Badener-Bahn-Station "Schedifkaplatz" bis 31. August gesperrt. Grund sind Umbauarbeiten an der meistfrequentierten Haltestelle der Linie. "Das Ein- und Aussteigen ist in diesem Zeitraum hier nicht möglich. Den Fahrgästen bietet sich als Ausweichmöglichkeit - nur wenige Gehminuten entfernt - die Station 'Philadelphiabrücke' an", schreibt der Betreiber Wiener Lokalbahnen in einer Aussendung. (red, derStandard.at, 29.6.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
1 2
baustellenchaos = rotgruene geldvernichtung

Selig sind die Armen im Geiste ...

Na gut.
Nix bauen.
Kostet nix.
Fix.
Dass da noch niemand draufgekommen ist!?

Im tiefschwarzen NÖ gibt es ja nie Baustellen. Die Straßen dort baut und erhält der hl. Geist!

Passen dazu darf der hl. Geist demnächst wieder mal die Brünner Strasse reparieren.

in nö, da spricht der pröll-gott "es werde weg" und die neue fahrbahn steht.

da erzählen die Straßenbauabteilungen aber anderes.

baustellen sind DIE erfindung der rotgrünen koalition.

unter regierungen ohne grüne beteiligung vielen die straßen vom himmel!

korrektur

sollte "fielen die vielen"

der wahre wahnwitz ist favoriten: die in zigtausend euronteuren inseraten angegebene baustellenfreie ausweichtoute favoritenstrasse ist gesperrt,

der empfohlene umstieg auf öffis ist ein scherz , weil die u1zwei monate gesperrt ist.

180 000 favoritner einwohner werden nicht erfreut sein, die örtlichen firmen mit 60 000 beschaeftigten zahlen die zeche dieser rotgruenen planlosigkeit.

kreis! brüll!! skandalös!!!

das gibts nur unter rot-grün xxxxxxxxxxxxxx zustände wie in bagdad xxxxxxxxxxxx und dann auch noch zahlen xxxxxxxxxxxxx melkkuh der nation xxxxxxxxxxx volksbefragung xxxxxxxxxxxxxx zurücktreten uswusf.....

bullshitBINGO!!!!!

bauen=arbeit
arbeit=wirtschaft
wirtschaft=wohlstand
wohlstand=meckern über baustellen?

BRAVO! Genauso ist es

Stellt Euch einen Sommer ohne Baustellen vor, worüber könnten wir wohlstandsverwahrlosten Wiener dann reden? Wir leben bereits in der lebenswertesten Standt der Welt in einem der reichten Länder der Welt.... Jeder, der sich hier ernsthaft aufregt sollte diese ach so besch...ene Stadt im Sommer verlassen und andere Großstdtädte besuchen: aber nicht als Standard Tourist, sondern die Banlieues von Paris, die Bronx in NY, die Favelas von Sao Paulo. Dort werden Straßen nicht wegen Baustellen gesprerrt sondern wegen Raubmorden, Drogenrazzien und Bandenkämpfen. Bitte bei jedem Mal "im Stau stehen" daran denken und laut "DANKE GOTT, dass ich hier leben darf" zum Himmel schicken!

traurig dass diereduktion des individualverkehrs um jeden prei s die wirtschaft am meisten trifft.

So ein Blödsinn, Konzerne haben nichts zu befürchten & den Kleinen will ohnehin jeder den Gar ausmachen - dafür kannst du deiner ach so tollen Wirtschaft danken!

wenn sie schon so gut klugsch.... können, was schlagen sie vor wie man straßen saniert, ohne sie zu sperren?

nix kapiert? lesen sie obiges posting noch einmal und vergleichen sie es mit den reaktionen einiger anderer poster.
geht ein lichterl auf?

ich verstehe den zusammenhang mit meinem posting nicht.

ich habe "ich nicht" geantwortet weil dieser regelmäßig behauptet die wiener stadtregierung vernichte mit baustellen geld.

das habe ich kritisiert.

was genau wollen sie mir mit ihrem posting sagen?

sorry, sollte auch an anderer stelle erscheinen.

ok, kein problem.

Man kann alles so oder so sehen..

Investition von Steuergeldern => Straußenbau
Straußenbau => Arbeit für Gastarbeiter
Arbeit für Gastarbeiter => Steuergeld für die Wirtschaft
Steuergeld für die Wirtschaft => mehr Wohlstand für die Reichen

Wir zahlen dafür. Wir haben die Verkehrsbehinderung, den Lärm, den Dreck und auch die Gewissheit, dass dabei immer irgendwo Steuergelder versickern.
Aber wir dürfen uns als etwas Besseres fühlen, wenn die Gastarbeiter im Hochsommer die Straße asphaltieren. Und so viel ist klar, das hält sich alles nicht von alleine in Stand.

Was heißt mit Ferienbeginn? Im 8 sind schon seit 2 Wochen Baustellen, schanigärten und sonstige strassenaktivitäten. Parkplätze gibt es keine mehr!!
Warum so etwas nicht koordiniert wird!!!
Aber dafür zählt man parkpickerl!!!!
Ich bin echt sauer!!!!!!!!!!

Ich liebe die Schanigärten in meiner Nachbarscht im wunderschönen Achten. Bringen mir deutlich mehr Nutzen als wenn Sie ihr Auto dort abstellen!

Schön das sie kein Auto haben - freut mich für sie

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.