Herzinfarktrisiko mittels Ultraschall besser erkennen

  • Ultraschallbild der Halsschlagader mit Erkennung der Arterienwand und des Arteriendurchmessers. Links als Standbild, rechts über mehrere Herzzyklen.
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    Ultraschallbild der Halsschlagader mit Erkennung der Arterienwand und des Arteriendurchmessers. Links als Standbild, rechts über mehrere Herzzyklen.

Risiko mit der zusätzlichen Information der Wanddicke besser eingegrenzt werden

Basel - Durch eine genaue Messung der Arterienwanddicke mit Ultraschall lässt sich ein Herzinfarktrisiko frühzeitig abschätzen. Ein neuartiges Verfahren erlaubt es nun, diese Messung einfach und präzise auf portablen Ultraschallgeräten durchzuführen. Entwickelt von Forschenden der Sportmedizin der Universität Basel, wird es nun von einem Industriepartner eingesetzt, teilt die Universität Basel mit.

Risiko besser einschätzen

Für eine gezieltere Abschätzung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist die Messung der Dicke der Arterienwand an der Halsschlagader eine etablierte Methode. Besonders bei Patienten mit mittlerer Gefährdung kann es hilfreich sein, das Risiko mit der zusätzlichen Information der Wanddicke besser einzugrenzen, um damit eine Therapie und weitere diagnostische Maßnahmen gezielter einzuleiten. Es fehlte jedoch bisher an Messmethoden, welche die im Ultraschall abgebildete Arterienwand, die sogenannte Intima-Media-Dicke, präzise und zugleich komfortabel erfassen können.

Am Institut für Sport und Sportwissenschaften (ISSW) der Universität Basel wurde eine entsprechende Analysesoftware über mehrere Jahre entwickelt. Das Besondere an dem Messprogramm ist neben der Anwenderfreundlichkeit und hohen Präzision die Möglichkeit, die Resultate der automatischen Konturerkennung interaktiv zu korrigieren. Dies könnte etwa weitere, möglicherweise unnötige Untersuchungen vermeiden. Die international tätige Medizintechnik-Firma Fukuda Denshi wird das Programm in ihre neue Generation von portablen Ultraschallgeräten einbinden.  (red, derStandard.at, 29.6.2012)

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2 Postings
*kopfschüttel*

also liebe kollegen, nur merh geräte von fukuda denshi kaufen, wenn wir nicht das risiko in kauf nehmen wollen, vor den zeitungslesern als technische und intellektuelle hinterwäldler zu gelten.

im ernst: solche programme kann man für jedes gerät dazukaufen, und diese firma ist offensichtlich neu am europäischen markt, weswegen dies eine werbeeinschaltung ist. und: als prädiktor des individuellen herzinfarktrisikos hat diese methode leider versagt. da nützt auch keine programmneuentwicklung was.

Nun ein guter Arzt kann hier viel machen.

Ich spreche aus Erfahrung. Meiner hat mir das Leben gerettet. Rechtzeitig erkannt, dass die Aorta sehr dünn ist, genaue Stärke lässt sich bis heute nicht exakt messen. Aber erkannt und sofort zum Herzkatheder geschickt - Ergebnis = 0,5 mm - sofortigen OP-Termin bekommen - künstliche Aorta - und damit lebe ich sehr gut seit 6 Jahren.
Also kein Problem, ja wenn der Arzt den US lesen kann. Eine Studie aus Deutschland sagt - 80% können einen US gar nicht lesen und auswerten. Gekauft, weil er sich gut abrechnen lässt. ;>(

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