Herzinfarktrisiko mittels Ultraschall besser erkennen

  • Ultraschallbild der Halsschlagader mit Erkennung der Arterienwand und des Arteriendurchmessers. Links als Standbild, rechts über mehrere Herzzyklen.
    vergrößern 700x360
    foto: issw

    Ultraschallbild der Halsschlagader mit Erkennung der Arterienwand und des Arteriendurchmessers. Links als Standbild, rechts über mehrere Herzzyklen.

Risiko mit der zusätzlichen Information der Wanddicke besser eingegrenzt werden

Basel - Durch eine genaue Messung der Arterienwanddicke mit Ultraschall lässt sich ein Herzinfarktrisiko frühzeitig abschätzen. Ein neuartiges Verfahren erlaubt es nun, diese Messung einfach und präzise auf portablen Ultraschallgeräten durchzuführen. Entwickelt von Forschenden der Sportmedizin der Universität Basel, wird es nun von einem Industriepartner eingesetzt, teilt die Universität Basel mit.

Risiko besser einschätzen

Für eine gezieltere Abschätzung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist die Messung der Dicke der Arterienwand an der Halsschlagader eine etablierte Methode. Besonders bei Patienten mit mittlerer Gefährdung kann es hilfreich sein, das Risiko mit der zusätzlichen Information der Wanddicke besser einzugrenzen, um damit eine Therapie und weitere diagnostische Maßnahmen gezielter einzuleiten. Es fehlte jedoch bisher an Messmethoden, welche die im Ultraschall abgebildete Arterienwand, die sogenannte Intima-Media-Dicke, präzise und zugleich komfortabel erfassen können.

Am Institut für Sport und Sportwissenschaften (ISSW) der Universität Basel wurde eine entsprechende Analysesoftware über mehrere Jahre entwickelt. Das Besondere an dem Messprogramm ist neben der Anwenderfreundlichkeit und hohen Präzision die Möglichkeit, die Resultate der automatischen Konturerkennung interaktiv zu korrigieren. Dies könnte etwa weitere, möglicherweise unnötige Untersuchungen vermeiden. Die international tätige Medizintechnik-Firma Fukuda Denshi wird das Programm in ihre neue Generation von portablen Ultraschallgeräten einbinden.  (red, derStandard.at, 29.6.2012)

Share if you care