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Proteste gegen Internet-Zensur gibt es immer wieder - die FreedomBox will Usern die Kontrolle über Privatsphäre und freien Zugang zum Web geben.
Mit der FreedomBox sollen User die Möglichkeit erhalten, Sicherheit, Anonymität und Privatsphäre im Web selbst zu kontrollieren. Die Box ist als kleiner Server mit Open Soure-Software konzipiert, den Nutzer in ihr Netzwerk hängen. Das Projekt wurde Anfang 2011 gestartet und erzielte damals viel Aufmerksamkeit. Doch bis jetzt ist die FreedomBox nicht fertig gestellt und erste "Vaporware"-Rufe werden laut.
Einfache Nutzung vorausgesetzt
Die Ziele der FreedomFox Foundation waren und sind hoch gesteckt: basierend auf Debian und verschiedenen Tools wie Tor, VPN-Software und Jabber-Server sollen User anonym im Web surfen, ihre Kommunikation über Chat und Mail verschlüsseln, gesicherte Seitenverbindungen aufbauen und sich vor Tracking-Cookies schützen. Nutzer in Ländern mit Internet-Zensur sollen sich zu anderen FreedomBoxes verbinden und so frei im Web surfen können. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Usability gelegt werden, damit auch weniger Technik-affine User das System einfach bedienen können.
Zu wenige Entwickler
Auf der Fundraising-Plattform Kickstarter konnte das Projekt über 86.000 US-Dollar sammeln. Doch die FreedomBox Foundation steht vor einem Problem: um endlich eine Beta-Version veröffentlichen zu können, fehlt es an Entwicklern. Nick Daly, einer der Hauptentwickler, hat die Beta für Ende des Jahres angekündigt. Das sei angesichts der aktuellen Situation zwar sehr ambitioniert, aber man hofft so weitere Entwickler für das Projekt zu gewinnen, erklärt er gegenüber Wired.
Zeit ist reif
Beobachter sehen die Zeit jedenfalls reif für derartige Lösungen. "Es gibt eine deutliche Nachfrage für Technologien, die die Privatsphäre aufrecht erhalten", so Sicherheitsforscher Chris Soghoian. Es sei für ihn zwar nicht sicher, ob die Entwickler hinter FreedomBox die richtigen Leute dafür sind, doch irgendwer werde früher oder später eine erfolgreiche Lösung auf den Markt bringen. (red, derStandardard.at, 29.6.2012)
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die man richtig verwendet. Das wird in den meisten Ländern gar nicht so einfach möglich sein.
Diese Freedom-Box kann auch nichts daran ändern, daß der Zugangsprovider meine IP-Adresse zu jedem beliebigen Zeitpunkt kennt. Auch bin ich überzeugt davon, daß genau in den Ländern mit massiver Internet-Zensur der Einsatz oder schon der Erwerb solcher Freedom-Boxen illegal sein wird und entsprechend geahndet wird, genauso wie es einigen dieser Länder (privaten Nutzern) verboten ist, eine VPN-Verbinung zu nutzen.
Ich denke, das Nichteinhaltenkönnen all dieser hohen Ansprüche an Privacy und den Schutz vor behördlicher Verfolgung ist das eigentliche Problem dieser Box, und nicht das Fehlen von Entwicklern...
Ja die IP-Adresse kennt der Provider natürlich. Doch der Sinn solcher Lösungen ist dass der Provider nicht nachvollziehen kann was du machst.
Er kann nicht deine Mails durchsuchen, er weiß nicht auf welchen Seiten du Surft. Wenn du irgendwo Content anonym ins Internet stellst, kommt dieser mit einer dir nicht zuordenbaren IP-Adresse an.
Natürlich kann man VPN Verbindungen verbieten. Doch für den Großteil der Welt ist das unrealistisch. Verschlüsselte Verbindungen sind heute gang und gäbe. Ohne diese läuft in der Industrie nichts mehr. Da die Privacy Frage nicht nur in irgendwelchen Regimen ein Thema ist, macht das Projekt Sinn, und könnte dem Großteil der Weltbevölkerung nützlich sein.
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