Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Tokio - Die Arbeitslosenquote in Japan ist im Mai auf 4,4 Prozent gesunken. Das ist eine Verbesserung zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte. Auf 100 Arbeitsuchende kamen 81 offene Stellen. Im März waren es nur 79 gewesen. Hintergrund ist eine moderate Erholung der Wirtschaft. Die Zahl der arbeitslos registrierten Menschen sank zum Vorjahresmonat um 170.000 auf 2,9 Millionen.
Industrieproduktion sinkt
Japans Industrieproduktion ist im Mai allerdings unerwartet deutlich gesunken. Wie die Regierung bekanntgab, fiel die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent. Damit hat sich der Abschwung beschleunigt: Im April war der Ausstoß noch um 0,2 Prozent zurückgegangen. Hintergrund ist ein deutlicher Rückgang der Ausfuhren von Fahrzeugen nach Europa.
Japan ist denn auch besorgt, dass die Schuldenkrise in Europa die Erholung der eigenen Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Allerdings erwarten die von der Regierung befragten Industrieunternehmen für Juni wieder einen Anstieg der Produktion um 2,7 Prozent und von 2,4 Prozent im folgenden Monat. (APA, 29.6.2012)
Die japanische Wirtschaft ist überraschend stark gewachsen, die Hälfte des Wachstums geht auf das Konto der Exporte
Die durch die lockere Geldpolitik ausgelöste Yen-Schwäche hatte zuletzt zu einem Ausverkauf am Bondmarkt geführt
Japans Währung verlor seit November zum Dollar über 30 Prozent an Wert
Das billige Geld der Notenbank treibt auch in Japan die Börse zum Höhenflug an. Experten warnen vor zu hohen Erwartungen
Es wurden keine neuen Maßnahmen beschlossen, die Preise gingen um 0,5 Prozent zurück
Die Notenbank allein kann das Land nicht aus der Wirtschaftskrise führen, dazu seien auch Struktur-Reformen auf breiter Front nötig
Haruhiko Kuroda rechnet nicht mit exzessiven Spekulationen wegen großer Staatsanleihen-Käufe
Die japanische Notenbank schießt im Kampf gegen die Deflation aus allen Rohren und löst damit Schockwellen an den Finanzmärkten aus
Merkt der Abschreiber dieser Agenturnachricht nicht, dass er hier einen schwachsinnigen Widerspruch präsentiert? Zunächst geht durch die "moderate Erholung der Wirtschaft" die Arbeitslosigkeit zurück, dann sinkt "die Industrieproduktion deutlich und unerwartet". Entweder lag die vermeintliche "Erholung" am Miniboom im Nordosten Japans durch die Aufräumarbeiten und Wiederaufbau nach dem Tsunami, oder es wurden wieder hoch subventionierte ABM Jobs, wie Baustellen-Winker und Aktenkopierer geschaffen. Jeder, der sich mit der japanischen Wirtschaft nur ein wenig ausskennt, weiss, dass es für Japan sehr düster aussieht, und das bereits seit langer Zeit.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.