Schlecker-Großmärkte werden auch geschlossen

Insolvenzverwalter Schneider sieht "zu großes Risiko" bei "Schlecker-XL"-Märkten

Frankfurt - Die Gläubiger der Drogeriemarkt-Kette Schlecker haben auch das Aus für die 350 großen "Schlecker XL"-Märkte beschlossen. Damit verlieren weitere 1.110 Mitarbeiter des insolventen Unternehmens ihren Arbeitsplatz, wie Insolvenzverwalter Werner Schneider am Donnerstag mitteilte. Er hatte versucht, Schlecker XL zusammen mit den "IhrPlatz"-Drogeriemärkten zu verkaufen, die ebenfalls zu Schlecker gehörten. Schneider begründete die Entscheidung mit dem "viel zu großen und nicht kalkulierbaren Risiko", das mögliche Investoren wegen einer Welle von Kündigungsschutzklagen bei Schlecker gesehen hätten. Die Kündigungen würden bis Mitte Juli versandt.

Schneider hatte für die einst als Zukunftskonzept für die Drogeriekette eröffneten Schlecker-XL-Märkte und für IhrPlatz mit der Münchener Beteiligungsfirma Dubag bereits einen Käufer gefunden, doch der Großgläubiger, der Kreditversicherer Euler Hermes, stellte sich quer. "Für IhrPlatz besteht noch teilweise Hoffnung", hieß es in der Mitteilung. Die Gespräche mit einem Investor für IhrPlatz würden am Montag fortgesetzt.

Das Schicksal von Schlecker in Österreich soll nächste Woche entschieden werden. (APA, 28.6.2012)

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