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Dominik Gührs (GER) schwebt über dem Linzer Hafen.
Wien - In Graz hat man sich an den Anblick längst schon gewöhnt. Surfer, die mit Neoprenanzug und ihrem Brett in der Hand mit der Straßenbahn direkt zur Mur fahren und bei der Hauptbrücke stehende Wellen reiten. In Innsbruck sind es winters die Snowboarder und Skifahrer, die mit ihren Brettern mitten in der City stehen und in voller Montur auf die Gondel hinauf auf die Nordkette warten. Und auch in Wien trifft man derzeit immer öfter Sportler mit einem Brett in der Hand in der U-Bahn an. "Seit die U2 verlängert wurde, ist man in 15 Minuten von der Innenstadt bei uns", sagt Michael Machek.
Der 32-Jährige betreibt unweit der Station Donaustadtbrücke bei der Neuen Donau einen Wake- boardlift. An sommerlichen Tagen wie diesen frönen bis zu 100 Sportler dem Wasserskifahren auf einem Brett. Ob Schüler oder Studenten, Baggerfahrer oder Banker, Anfänger oder Aficionados: Wer sich mit einem recht ordentlichen Ruck mit dem Seil in der Hand ins Wasser ziehen lässt, hat einen Grinser im Gesicht.
Bei Beginnern wird dieser freilich kleiner, je öfter sie trotz fachkundiger Anweisungen unfreiwillig ins Wasser köpfeln. Passiert der Sturz zur Hälfte des 832 Meter langen Rundliftes mit vier Kurven, heißt es zudem ans Ufer schwimmen. "Das ist unser Triathlon. Wakeboarden, schwimmen, und mit dem Brett zurück zum Start marschieren", sagt Michael Krikula vom Österreichischen Wasserski und Wakeboardverband (ÖWWV).
Umso mehr genießen die Anfänger das Erfolgserlebnis der ersten geschafften Kurve - und der ersten vollen Runde. Und irgendwann fallen manchen Wakeboardern auch die Sprungschanzen im Wasser auf.
Den Wiener Wakeboardlift gibt es seit 1983. Waren es früher Sportler, die mit Wasser-, Mono- und Trickskiern über die Donau gesurft sind, sind es jetzt hauptsächlich die Wakeboarder. Die eingeschworene Szene ist überschaubar. "Rund 50 Fahrer haben Saisonkarten", erzählt Machek, der in sein fünftes Jahr als Betreiber geht. Die regelmäßigen Besucher und Schnupperer werden auch dank U-Bahn mehr und mehr. "Ein paar Tausend Wakeboarder", schätzt Machek, nützen mittlerweile den Lift.
Fünf Anlagen mit Viermastern gibt es in Österreich. Neben Wien lässt es sich auch am Schwarzlsee nahe Graz, am steirischen Planksee nahe Leibnitz, am Jetlake im oberösterreichischen Feldkirchen und in Asten bei Linz auf dem Wasser dahingleiten. Auf Heckwellen hinter Booten kann man zudem auf zahlreichen weiteren Seen surfen. Oberösterreichs Profi Daniel Fetz betreibt eine Wakeboard-Schule am Salmsee nahe Steyregg - mit einem Zweimast-Lift und Booten.
"Das Potenzial für weitere Lifte ist da", sagt Krikula und verweist auf Deutschland, wo es 75 Anlagen gibt. "Genehmigungen zu bekommen, ist aber nicht leicht." Zum einen sind Umweltauflagen zu erfüllen, zum anderen gibt es die Fischerei-Lobby. "Und die", sagt Krikula, "ist ziemlich groß. Die wollen sich ihre Fischgebiete nicht wegnehmen lassen."
Der Kärntner Dominik Hernler findet weltweit genug Seen und Flüsse, um Wakeboarden professionell auszuüben. Der 20-jährige Kärntner ist siebenfacher Staatsmeister, im Februar 2012 wurde er Vize-Europameister. " Reich werde ich nicht", sagt Hernler dem Standard. "Aber das Leben geht sich aus." Beim größten Wakeboard-Event Österreichs in diesem Jahr, dem " Red Bull Wake of Steel" im Linzer Hafen, wurde Hernler im Juni Zweiter.
Mit 7000 Euro an Preisgeldern rechnet er in dieser Saison, Sponsor Red Bull bezahlt Flüge und Unterkünfte. Im Juli geht es zu einem Einladungs-Event nach Tampa, Florida. "Ich hoffe, dass ich mir in den USA mit guten Tricks und Sprüngen einen Namen machen kann." Klappt es nicht, bleibt mehr Zeit zum Lernen. Hernler holt gerade seine Matura nach. Ohne zweites Standbein geht es nicht. (David Krutzler, DER STANDARD, 29.6.2012)
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schon seit zwei Jahren macht es keinen Spaß mehr zu fahren da der Lift von Anfänger so zugespammt ist, dass man bis zu 30 Minuten in der Schlange stehen muss bis man dran kommt, dann gerade mal 3 Runden fahren darf, und dabei hauptsächlich Slalom zwischen den gestürzten Anfängern fährt. Eine Katastrophe! Daher werden die Saisonkartenbesitzer auch weiterhin zurückgehen, was wiederum die Attraktivität des zuschauens im Cafe reduziert wenn man weniger gute Fahrer sieht. - Denkt mal drüber nach! - Nicht dass ich was gegen Neulinge habe, ist ja gut so wenn sich viele für den Sport begeistern. Nur wenn es ohnehin schon überfüllt ist noch Werbung machen??? Denkt mal nach wie ihr das Lösen könnt, Tages-Kontingente, Anfängerlift machen, ...
ja, es ist manchmal wirklich viel los. aber es gibt auch uhrzeiten, zu denen weniger los ist. am wochenende gleich in der früh oder auch zur mittagszeit...
empfehlenswert auch eine mitgliedschaft im awc vienna, da ist man nicht nur versichert, sondern kann auch an 3 terminen exklusiv den lift benützen.
Wakeboarden ist echt lässig. Ich fahre wirklich gerne, für Westösterreicher ist die nächste Anlage in Kiefersfelden bzw Blaichach im Allgäu. Eine weitere österr. grenznahe Anlage ist in Bratislava. Oder man verbindet es mit Urlaub in Porec, Krk oder Pag :-)
Schade ist tatsächlich, dass der Bau von neuen Anlagen vor sovielen (oftmals vorgeschobenen) Hürden gestellt wird. Die meisten Anlagen sowohl in Ö als auch in D stammen aus den 70 oder 80igern, wo die Bauauflagen noch überschaubar waren. Zu unterschätzen ist aber auch nicht der finanzielle Aspekt.. unter €500.000 geht gar nichts.
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