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vergrößern 500x375Blick vom Karlsplatz aus: Dem Gebäude in der Bildmitte soll neues Leben eingehaucht werden.
vergrößern 500x375Derzeit sieht es im Inneren großteils noch so aus wie auf diesem Bild.
vergrößern 476x245Um diese Gebäude geht es: Elisabethstraße 3/Karlsplatz (weiß), Elisabethstraße 5/Operngasse (grau).
vergrößern 500x332Und diese Herren zeichnen für den Umbau zu Wiens "größtem innerstädtischem Hotel" verantwortlich (v.l.): Christian Lainer (Motel One), Ferdinand Lechner (ifa AG), Martin Kurschel (Immovate).
Einst dienten die beiden Altbauten in der Elisabethstraße 3 und 5 in der Wiener City den ÖBB als Bürogebäude. Seit mehreren Jahren stehen sie leer - dies soll sich nun aber wieder ändern. In zwei Jahren wird hier das dritte Wiener "Motel One" eröffnen, was den ganzen Gebäudeblock am Wiener Karlsplatz, in dem sich auch das bekannte "Café Museum" befindet, entscheidend beleben soll.
Das Hotel wird in dem gesamten L-förmigen Komplex mit den Adressen Elisabethstraße 3 und 5 einziehen, wobei sich das Gebäude auf Nummer 3 durch den ganzen Block zieht und somit auch die Adresse Friedrichstraße 4 (Karlsplatz) aufweist (siehe Grafik links). Dieses Objekt wird vom Linzer Finanzkonzern ifa AG als Bauherrenmodell entwickelt. Die ifa steckt nach Angaben ihres Vorstands Ferdinand Lechner 54 Millionen Euro in den Umbau, private Investoren können sich ab einer jährlichen Eigenkapitalzahlung von 16.250 Euro (für 2012 und 2013) und einer Finanzierung über 100.000 Euro als Kommanditisten beteiligen. Als Lohn winkt eine Rendite von rund 3,6 Prozent pro Jahr, erläuterte Lechner am Donnerstag.
"Schlusspunkt" des Wiener Jugendstils
Das zweite Objekt mit der Adresse Elisabethstraße 5/Operngasse wird von der Immovate Projektentwicklungs GmbH realisiert, die weitere 36 Millionen Euro in den Umbau zum Hotel stecken wird. Anders als das Nachbargebäude steht dieses Objekt nicht unter Denkmalschutz; Immovate-Geschäftsführer Martin Kurschel kündigte trotzdem an, auch hier eng mit dem Bundesdenkmalamt zusammenarbeiten zu wollen.
Das Gebäude in der Elisabethstraße Nr. 3 wurde 1914 erbaut, es handle sich dabei um eine Art "Schlusspunkt" des Wiener Jugendstils, wie Kurschel meinte. Errichtet wurde es einst nach Plänen des Architekten Hans Prutscher. Viele Jahrzehnte lang diente es dann den Bundesbahnen als Bürohaus.
Conwert kaufte und verkaufte wieder
Anfang 2007 wurden beide Objekte vom börsenotierten Altbau-Entwickler Conwert erworben. Geplant war hier ein großangelegtes Development, auf den rund 10.000 Quadratmetern sollten hochwertige Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen entstehen. Um die Genehmigung zum Ausbau des Dachgeschoßes zu bekommen, wurde von Conwert im September 2010 eine vielbeachtete Erdbeben-Simulation durchgeführt.
Aus den Plänen wurde aber nichts. Conwert gab 2011 ein ganzes Paket an Wiener Gründerzeithäusern ab, für insgesamt 38 Millionen Euro erwarb die Immovate die beiden Objekte (neben einigen anderen). Ein "schneller Umbau" zur Nutzung als Büro- und Wohnobjekt wäre architektonisch betrachtet auch "der Tod für dieses Haus gewesen", meinte Kurschel. Mit der sachten Modernisierung und der Umnutzung in ein Hotel gebe man dem alten Gebäude nun aber die Chance, "in eine neue Nutzungsphase einzutreten".
ifa AG: 40 Projekte in der Pipeline
Die Vermietung an "Motel One" ist für die ersten 25 Jahre inklusive Kündigungsverzicht von Seiten des Mieters vereinbart. Die Hotelkette mit Sitz in München wird beim Bezug der Flächen im Jahr 2014 eigenen Angaben zufolge zweitgrößter Hotelanbieter in Wien sein (siehe dazu auch Artikel).
Für die ifa AG, die mehrheitlich zur Soravia Gruppe gehört, ist es Bauherrenmodell Nummer 400, wie Vorstand Lechner am Donnerstag stolz verkündete. In die Finanzierung dieser 400 Gebäude flossen in den vergangenen 30 Jahren rund 1,5 Milliarden Euro an Anleger-Geldern. Weitere 40 Objekte sind bereits in Bau oder Bauvorbereitung, dazu zählt beispielsweise auch die Revitalisierung der Sofiensäle. Nochmals 40 Projekte sind laut Lechner in der Planungs-"Pipeline". Die ifa AG investierte 2010 rund 130 Millionen Euro in ihre Anlageprojekte, 2011 waren es 121 Millionen. (Martin Putschögl, derStandard.at, 28.6.2012)
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Habe schon meine Milchmädchenrechnung in der Presse abgegeben.
Es rechnet sich nicht.
Die Immobilienpreise sind in Wien zu niedrig, damit die Zimmerpreise ebenfalls.
Und wenn dann noch mehrere Beteiligte daran etwas verdienen wollen geht das in der Hotellerie nicht.
Die Marge liegt bei 5 - 10 % (des Hotels)
Finger weg davon.
...dass wo auch immer ein leeres haus in wien gefunden wird, ein hotel daraus gemacht wird.
Und: Ein "schneller Umbau" zur Nutzung als Büro- und Wohnobjekt wäre architektonisch betrachtet auch "der Tod für dieses Haus gewesen" - das ist doch ein witz, oder?
Hans Prutscher war nicht "Architekt" (das war sein Bruder Otto) sondern ein auch auf dem Gebiet der Architektur tätiger Kunsttischler und Maurer, siehe auch das Haus "bei den zwei Linden" Danhausergasse 10 in Wien Wieden und andere wie den "Elsahof" von 1910 in der Neubaugasse 25, Wien Neubau.
Ab 1958 war Prutscher dann doch noch "Architekt" im Sinne des ZTGs bis zu seinem Tod 1959. Letztes Werk war 1948 das Innungshaus der Wiener Tischler, Ziegelofengasse 31.
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