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Ein Arbeiter vor dem oberirdischen Teil der CO2-Speicheranlage des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Brandenburg. Der Konzern zog sich 2011 aus dem Projekt zurück.
Berlin - Die umstrittene unterirdische Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage, CCS) scheint in Deutschland nach langem Streit nun doch möglich zu werden. Wie die "Financial Times" berichtet, einigte sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf eine Rechtsgrundlage für die versuchsweise Einlagerung von CO2 in ehemaligen Gasspeichern.
Allerdings konnte die Einigung in der Abstimmung nur mit der geringstmöglichen Mehrheit erreicht werden. Ob ein Gesetz auch die nötige Mehrheit in der Länderkammer zustande bringt, ist unsicher. Ein früherer Gesetzesentwurf war im Herbst gescheitert, da Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf eine Ausstiegsklausel pochten, Brandenburg jedoch ein verbindliches Gesetz wollte.
Weniger und kleinere Speicher
In dem nun erzielten Kompromiss können die Bundesländer selbst bestimmen, ob "eine Erprobung und Demonstration der dauerhaften Speicherung nur in bestimmten Gebieten zulässig ist oder in bestimmten Gebieten unzulässig ist". Sie sind jedoch zur Abwägung verpflichtet. Auch die Anzahl und das Fassungsvermögen der zulässigen CO2-Speicher wurde in dem Entwurf drastisch gesenkt: War vergangenes Jahr noch ein Fassungsvermögen von drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr und Speicher geplant gewesen, sollen nun maximal 1,3 Millionen Tonnen zulässig sein.
Die unterirdische CO2-Speicherung gilt als Voraussetzung, um trotz Klimaschutzes und Emissionshandels langfristig Kohlekraftwerke in Deutschland betreiben zu können. Die EU-Kommission verlangt, dass subventionierte Kraftwerke CCS-fähig sein müssen. Die deutsche Bundesregierung hofft nun, mit dem Kompromiss doch noch ihr Förderprogramm für neue Kraftwerke einführen zu können. Für die Energiebranche kommt die Einigung allerdings spät: Aufgrund mangelnder Rechtssicherheit trennte sich der schwedische Energiekonzern Vattenfall im Dezember 2011 von seinem 1,5 Milliarden teuren Pilotprojekt in Brandenburg. Die Suche nach neuen Investoren könnte schwierig werden.
Grüne: "Risiken völlig unklar"
Die deutschen Grünen hatten am Mittwoch gegen den Kompromiss von Bund und Ländern gestimmt. Der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck sagte laut "Financial Times", die Risiken der Technologie seien völlig unklar. Aus seiner Sicht hätte man zunächst nur eine Erprobung zu Forschungszwecken mit einer Begrenzung von 100.000 Tonnen CO2 pro Lagerstätte zulassen sollen. Als "gefährlich und ökonomisch unsinnig" kritisierte auch der Greenpeace-Energieexperte Gerald Neubauer das Vorhaben. "Mit dem Kompromiss soll eine längst tote Technologie wiederbelebt werden", so Neubauer. (dare, derStandard.at, 28.6.2012)
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Die Risiken der Atomenergie sind UNABSCHÄTZBAR daher überhaupt nicht wirtschaftlich, wenn man die Kosten der Erzeugung von Brennstäben, deren Transport und Endlagerung (ungelöst !) Braunkohle ist nicht die Lösung aber eher als Brückentechnologie zu betrachten. Die Technologie der abgasreinigung ist ausgereft und die CO2 Belastung relativ moderat.
dabei dürfte es sich hauptsächlich um heiße luft handeln...
mal kurz nachdenken: man baut so ein ökomonster, das co2 in einem loch verschwinden lässt und kassiert dafür, weil man förderung erhält und/oder zertifikate verkaufen darf.
ende des geschäftes, einsacken der boni...
wen sollte interessieren, was mit dem co2 weiter geschieht?
Wenn die Pflanzen das CO2 auf Dauer speichern sollen, darf man sie aber weder verbrennen noch verrotten lassen. Man müsste sie wohl verkohlen (damit sie nicht verrotten) und dann eingraben. (Um einfach nur riesige Flächen aufzuforsten und den Wald dann stehen zu lassen, gibt es einfach nicht genug Platz auf unserem schönen Planeten.)
Somit wäre der Kreislauf geschlossen: fossile Kohle ausgraben, verbrennen, CO2 von Pflanzen wieder aufnehmen lassen, daraus Holzkohle herstellen, Kohle wieder vergraben.
Falls jemand nun meint, das müsste doch irgendwie einfacher gehen, muss ich ihm recht geben. Eine Lösung zu finden überlasse ich dem werten Publikum aber als Tüftelaufgabe für´s Wochenende. ;-)
Und nachher entweder verbrennen oder besser wie Sie sagen verkohlen und eingaben.
Holz als Baustoff spart CO2 weil man weniger Zement braucht. Weiters brauchen keine Ziegel gebrannt werden.
Für das mit dem Verkohlen und Eingraben gibt es ein interessantes Projekt. Googeln Sie mal unter 'Biochar'.
Es verbessert die Wasseraufnahme und die Fruchtbarkeit des Bodens. Böden können intensiever und länger genutzt werden. Dies würde den Druck mindern immer mehr Wälder für Ackerland abzuholzen.
.
Wie ich Ihnen bereits einmal geschrieben habe, mag ich Sie.
Und es fällt mir überhaupt kein Stein aus der Krone, auch jemanden zu loben, mit dem ich in den meisten Fällen nicht einer Meinung bin.
Aber leider muss ich Ihnen mitteiln, dass ich viele Ihrer Aussagen (an anderer Stelle) gar nicht unterstütze.
Aber das wissen Sie ja.
Ist die CO2-Speicherung in Deutschland jetzt schon erlaubt oder noch nicht?
Und zum "langfristigen" Betrieb von Kohlekraftwerken, wie vom Artikel behauptet, taugt die CO2-Speicherung nicht, denn die Speicherkapazitäten sind begrenzt.
Ob sich die CO2-Speicher jemals rechnen, erscheint fraglich, da durch Wind und Sonne weniger Grundlastkraftwerke und mehr Speicher bzw. Netzkapazitäten benötigt werden. Vielleicht war es sogar gut, dass die Politik hier gezögert hat. Ich würde die CO2-Speicherung nur dann befürworten, wenn sie ohne große Subventionen erfolgt.
nur ist es eben so das es keine finanzierbare technische lösung für das thema stromspeichern in der nötigen größenordnung gibt. somit müssen grundlastkraftwerke als speicherersatz dienen, also gas und kohle, also co2 emitenten.
co2 speicherung wird vom wirtschaftlichen standpunkt genau so gut ohne subvention erfolgen wie windstrom und sonnenstrom - also gar nicht.
Nun, es stimmt, dass derzeit keine "finanzierbare technische Lösung für das thema stromspeichern in der nötigen größenordnung" verfügbar ist.
Ich halte das für die Zukunft aber für möglich. MMn muss man dabei auf elektrochemische Speicher zurückgreifen, trotz der Umwandlungsverluste. Pumpspeicher haben eine derart geringe Energiedichte, dass die erforderlichen Stauseen realistische Größenordnungen übersteigen.
Chemische Speicher wären bei gleicher Speicherkapazität ca. 100mal kleiner und damit zumindest vorstellbar. Aufgrund der gewaltigen Materialmengen können nur sehr billige Substanzen eingesetzt werden.
Ansätze: Wasserstoff bzw. damit hergestelltes "Windgas" für saisonale, NaS-Akkus für kurzfristige Speicherung.
Die derzeit existierenden Stauseen in Europa wären - bei entsprechender Vernetzung - ausreichend.
Die österreichischen Stauseen speichern 3,2 TWh Strom. Der billigste elektrochemische Speicher kostet 100 EUR/kWh. Das macht 320 Mrd. Euro, wenn Sie 3,2 TWh auf diesem Weg speichern wollen oder 40 000 EUR pro Kopf.
Windgas hat einen bescheidenen Wirkungsgrad von 40%, d. h. wir bräuchten mehr Windräder für die gleiche Menge Ökostrom. Billig ist auch das nicht, und die Flächen sind begrenzt.
Tagsüber wurde dann daraus Spitzenstrom für Tirol, Salzburg und Bayer.
Was es allerdings nicht kann, ist die Energieversorgung eines ganzen Landes für mehrere Tage oder gar Wochen transportieren.
Das wäre ob der grossen Transport- und Speicherverluste und der nötigen enormen Überdimensionierung der Netze auch nicht zielführend
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