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Istanbul - Nach den Vertretungen von Christen, Juden und Muslimen in Deutschland hat jetzt auch die türkische Regierung das Kölner Urteil zur Strafbarkeit der Beschneidung bei Buben kritisiert. Die Beschneidung als Körperverletzung zu werten, sei eine Dummheit, sagte EU-Minister Egemen Bagis nach Medienberichten vom Donnerstag. Die Beschneidung als "heilige Angelegenheit" sei keine Sache der Gerichte. Das Thema müsse aus Sicht der Religions- und Gewissensfreiheit betrachtet werden, sagte Bagis, der ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist.
Bagis spricht Kritik aus Europa an
Bagis sprach in seiner Reaktion auf das Urteil auch die häufige Kritik aus Europa an der Lage der Menschen- und Freiheitsrechte im EU-Bewerberstaat Türkei an. Diejenigen, die von der Türkei stets mehr Transparenz, Demokratisierung und Meinungsfreiheit forderten, müssten erkennen, wie "schief" das Verständnis dieser Werte in ihren eigenen Ländern sei, sagte er.
Das Kölner Landgericht hatte in seiner am Dienstag veröffentlichten Entscheidung die Auffassung vertreten, eine Beschneidung aus religiösen Gründen sei strafbar. Sie sei auch nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, da sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Vertreter der christlichen Kirchen sowie der Juden und der Muslime in der Bundesrepublik wiesen das Urteil zurück und verlangten eine Korrektur der Entscheidung. (APA, 28.6.2012)
Arbeit am Erwachen: Vor 30 Jahren, unter Bruno Kreisky, wurde die Lehre vom Mitgefühl mit allen Wesen in Österreich zur Bekenntnisreligion
Justizministerin sieht "Rückkehr zur Normalität"
"Herabwürdigung religiöser Lehren, der Verhetzung und der Verleumdung"
"Initiative gegen Kirchenprivilegien" will religiöses Ritual in Österreich rechtlich bekämpfen - IGGiÖ und IKG äußern sich vorerst nicht
Kabinett beschloss Gesetzentwurf
Eingriff weiterhin erlaubt, Eltern müssen sich aber über Risiken aufklären lassen
Die schwarz-gelbe Regierung will die Beschneidung bei Buben unter Auflagen erlauben
Als erstes deutsches Bundesland stellt Berlin klar, dass Beschneidungen künftig straffrei bleiben. Doch die Erlaubnis für den Eingriff wird an drei Bedingungen geknüpft. Das empört die jüdische Gemeinde, die von einer "flagranten Einmischung" spricht
Deutsche Regierung will rasch Gesetz vorlegen, das den Eingriff unter Auflagen erlaubt
Justizministerium verneint in Stellungnahme Strafbarkeit - LH Wallner: "Ging mir nie um die Einschränkung der Religionsfreiheit"
In Israel ist die Beschneidung die absolute Norm. Kritiker dieser Tradition organisierten sich erst ab Mitte der 1990er-Jahre. Angeheizt wurde die Diskussion durch eine kritische TV-Dokumentation
In der Debatte um Beschneidungen haben sich alle Religionsvertreter zusammengeschlossen
Die Beschneidung sei das Herzstück des Judentums und damit unverzichtbar, erklären Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft. Österreich müsse strategisch entscheiden, religiöses Leben in seiner Gesamtheit zuzulassen
Justizministerium antwortet auf Vorarlberger Anfrage
Religionsgemeinschaften fordern Bekenntnis der Regierung zur Religionsfreiheit - Justizministerin Karl sieht "keinen Handlungsbedarf"
Ärztekammer bringt Pflegschaftsgericht ins Spiel
Kärnten und Steiermark wollen bis zur Klärung keine bzw. nur "sehr zurückhaltend" Beschneidungstermine annehmen
Unbeschnittene Männer würden nicht mit giftigen Bakterien im Penis herumlaufen, entkräftet der Linzer Jurist Bruno Binder medizinische Argumente für eine Beschneidung
Gesundheitsminister sieht "aufgesetzte" Diskussion, Justizministerium erkennt kein Problem, Religionsvertreter sind hörbar verärgert
Landeskrankenhäuser entscheiden selbst über die Durchführung von Beschneidungen - UN-Berichterstatter besorgt über aggressiven Ton
Auf Zuruf der FP legt Landeschef Wallner (VP) den Vorarlberger Ärzten nahe, keine Beschneidung aus religiösen Gründen durchzuführen. "Purer Populismus", sagt die SP zu der aus Deutschland importierten Debatte
Bundestag soll über Antrag abstimmen
Jüdische und islamische Religionsgemeinschaften sprechen von "antireligiösen Fundamentalisten" und "Unruhestiftern"
Laut Justizministerium "nach herrschender Lehre" straffrei - Regelung für ÖVP, SPÖ und BZÖ ausreichend, Grüne wünschen sich Debatte
Islamische Glaubensgemeinschaft sieht Selbstbestimmungsrecht verletzt - Urteil für Israelitische Kultusgemeinde "kein Präzedenzfall"
kann ich nur sagen, dass ich streng gegen jedes Verbot der LOBOTOMIE bin! Kinder müssen möglichst früh lobotomiert und von unnötigen Hirnteilen befreit werden. So will es nunmal die Fundamentale Pastafari der letzten Tage-Religion. (Außerdem hat es präventivmedizinische Gründe: weniger Gehirn ? weniger Hirntumore.)
das erstaunliche an der ganze Sache ist doch, was für eine Welle an Wut da plötzlich herausbricht - wenn die Circumcision sowas fürchterliches ist, warum haben Generationen von Männern ihren Söhnen ebenfalls angetan?? Jetzt auf einmal sind sich alle einig, dass das ein barbarischer Akt ist?? ich hab nie einen einzigen Artikel gelesen, in dem die Beschneidung der Vorhaut abseits medizinischer Notwendigkeit in Frage gestellt wurde - und jetzt wissen alle eh immer schon, wie grausam das ist??
btw - die Ausübung von Religion hat für mich was mit Spiritualität zu tun und die Beschneidung ist definitiv KEIN spiritueller Akt. Das ist Kult-Ausübung.
Also nochmal - warum hat kein Mann seinen Sohn davor bewahrt, wenn sich jetzt alle einig sind??
... schon einmal auf seinen geistigen Zustand untersucht? Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat er noch immer ein Beschneidungstrauma, weil er ansonsten keinen solchen Blödsinn von sich geben könnte. Heilige Angelegenheit! Dass ihm (wie auch anderen) das nicht peinlich ist?
sogleich an der Vorlesung von Prof. Dr. theol. Joseph Ratzinger an dessen alter Universität interessiert.
Sicher könnte man sich in der Türkei auch um innere Belange kümmern.
Ich weiß nicht, wieviel Türken es in AT gibt, in D sind es ca. 1,6 Mio., also etwa 2% der Bevölkerung. Da mag die Türkei die Bundesrepublik Deutschland schon mal zum Beitrittskandidaten erklären ;-)
Doch, doch, noch ist Körperverletzung in der EU Sache der Gerichte.
Da steht auch Recht über Religion, das ist in modernen und halbwegs aufgeklärten Gesellschaften einfach so.
Wenn ihm das nicht gefällt, kann er ja seine Landsleute alle retten und nach Hause holen.
Ich bin mir sicher, dafür gibt es sogar eine EU Förderung.
In der EU ist das Mittelalter vorbei, in der Türkei offenbar nicht.
in deutschland brennen weit aus mehr moscheen im jahr als kirchen in der gesamten geschichte der türkei.
es werden im jahr weit aus mehr moslems ermordet und verprügelt als homosexuelle und christen in der türkei.
jaja, sehr tolerant und meinungsfrei die europäischen abendländer. jetzt mischen sie sich sogar in die erziehung von moslimischen und jüdischen familien ein. jaja,...
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