Google will mit "PDK" Wartezeit auf Android-Updates verkürzen

  • Android gibt es nicht nur in vielen Formen und Farben sondern auch in zahlreichen Versionen. Mit dem Platform Development Kit hofft Google die Updates der Hersteller zu beschleunigen.
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    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Android gibt es nicht nur in vielen Formen und Farben sondern auch in zahlreichen Versionen. Mit dem Platform Development Kit hofft Google die Updates der Hersteller zu beschleunigen.

Hardwarepartner erhalten zwei bis drei Monate zuvor Zugriff auf das Entwicklungskit - Jelly Bean als Testlauf

In der Masse der Ankündigungen am ersten Tag der Google I/O ging das "Platform Developer Kit" (PDK) eigentlich schon beinahe unter, dies aber durchaus zu Unrecht: Handelt es sich dabei doch um Googles neuesten Versuch die viel kritisierten Verzögerungen zwischen der Veröffentlichung einer neuen Android-Version und der Auslieferung eines Updates durch die diversen Hersteller zu minimieren.

Zugriff

Im Rahmen des PDK bekommen die Google-Partner nämlich bereits zwei bis drei Monate vor der Veröffentlichung Zugriff auf das zugehörige Entwicklungskit. Dadurch sollen die Unternehmen schon vorab mit den Anpassungen für neue Android-Versionen beginnen können, was die Spanne bis zur Auslieferung eines Updates verkürzen sollte.

Testlauf

Wie erfolgreich dieses Unterfangen schlussendlich ist, muss sich natürlich erst in der Praxis zeigen, immerhin hängen Update-Verzögerungen oft auch an den Testprozessen der Mobilfunkbetreiber - die von solch einer Maßnahme allerdings unberührt bleiben. Der "Reality Check" könnte aber schon recht bald folgen, immerhin hat Google nach eigenen Angaben das PDK für das gerade vorgestellte "Jelly Bean" schon vorab mit diversen Herstellern geteilt.

Vorgeschichte

Auf der letztjährigen Google I/O hatte man ebenfalls eine Initiative zur Beschleunigung der Update-Auslieferung angekündigt. Von der damals geschmiedeten "Update-Allianz" zwischen mehreren Herstellern war allerdings seitdem nichts mehr zu hören. (Andreas Proschofsky aus San Francisco, derStandard.at, 27.06.12)

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