Google will mit "PDK" Wartezeit auf Android-Updates verkürzen

Andreas Proschofsky
28. Juni 2012, 01:16
  • Android gibt es nicht nur in vielen Formen und Farben sondern auch in zahlreichen Versionen. Mit dem Platform Development Kit hofft Google die Updates der Hersteller zu beschleunigen.
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    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Android gibt es nicht nur in vielen Formen und Farben sondern auch in zahlreichen Versionen. Mit dem Platform Development Kit hofft Google die Updates der Hersteller zu beschleunigen.

Hardwarepartner erhalten zwei bis drei Monate zuvor Zugriff auf das Entwicklungskit - Jelly Bean als Testlauf

In der Masse der Ankündigungen am ersten Tag der Google I/O ging das "Platform Developer Kit" (PDK) eigentlich schon beinahe unter, dies aber durchaus zu Unrecht: Handelt es sich dabei doch um Googles neuesten Versuch die viel kritisierten Verzögerungen zwischen der Veröffentlichung einer neuen Android-Version und der Auslieferung eines Updates durch die diversen Hersteller zu minimieren.

Zugriff

Im Rahmen des PDK bekommen die Google-Partner nämlich bereits zwei bis drei Monate vor der Veröffentlichung Zugriff auf das zugehörige Entwicklungskit. Dadurch sollen die Unternehmen schon vorab mit den Anpassungen für neue Android-Versionen beginnen können, was die Spanne bis zur Auslieferung eines Updates verkürzen sollte.

Testlauf

Wie erfolgreich dieses Unterfangen schlussendlich ist, muss sich natürlich erst in der Praxis zeigen, immerhin hängen Update-Verzögerungen oft auch an den Testprozessen der Mobilfunkbetreiber - die von solch einer Maßnahme allerdings unberührt bleiben. Der "Reality Check" könnte aber schon recht bald folgen, immerhin hat Google nach eigenen Angaben das PDK für das gerade vorgestellte "Jelly Bean" schon vorab mit diversen Herstellern geteilt.

Vorgeschichte

Auf der letztjährigen Google I/O hatte man ebenfalls eine Initiative zur Beschleunigung der Update-Auslieferung angekündigt. Von der damals geschmiedeten "Update-Allianz" zwischen mehreren Herstellern war allerdings seitdem nichts mehr zu hören. (Andreas Proschofsky aus San Francisco, derStandard.at, 27.06.12)

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14 Postings

Die Chance daß die Hersteller das PDK auch nutzen, sehe ich als nicht allzu groß an. Ich habe für mich selbst verglichen, und gebe Android gegenüber iOS den Vorzug - aber nur mit der Maßgabe, Nexus-Geräte zu verwenden, da ich es nicht einsehe, daß ein Telefon nach einem halben Jahr softwaremäßig zum alten Eisen gehören soll.

"Update" ist ein neues Telefon.

Sorry, aber so schaut es für die Kunden aus.

DAS ist auch der Grund, warum Hardware-Hersteller keine Updates bringen...

"... und wozu auch?" Wenn es nicht funktioniert, sind sie fällig (volles Risiko, null Gewinn), wenn es doch funktioniert, meckern bestimmt einige, "dass das Telefon jetzt anders ist".

Das mag man mit einigem Verständnis der Materie brüsk zurückweisen - aber man sähe sich doch bitte seine eigene Umgebung an...

Also wenn die Jungs von XDA...

...das Android PDK in die Hände bekommen, mache mir keine Sorgen mehr wegen Updates für mein SGSIII!

Das wäre geil,

Mods vor der offiziellen Version :)

Wer Lust auf langen Update-Support hat und diese möglichst schnell bekommen möchte - muss einfach zu einem Nexus Gerät greifen.

Wem das egal ist, wer hauptsächlich ein billiges Streichel-Handy möchte, wer nur ein möglichst kleines, großes, weißes,... Handy neben sich auf den Tisch legen möchte - wer zwischen Gingerbread, ICS oder Bada eh "keinen Unterschied" merkt, der kauft halt all die Samsungs, HTCs, LGs, Motorolas, Sonys,...

Nur muss man sich halt vorher informieren - bzw. sollten die Hersteller schon vor dem Kauf zu ihrer Update-Politik Stellung nehmen.

Das bringt nichts wenn die HW-Partner keine Lust verspüren Updates zu bringen!

Das Problem ist ja meist nicht dass sie nicht könnten, sondern dass sie einfach nicht wollen!

wenn mehr Nexus Geräte verkauft werden ...

und die HW Partner keinen oder weniger Absatz machen aufgrund ihrer schlechten Updatepolitik wird sich etwas anfangen zu ändern! Solange es aber 2/3 der Kunden egal ist ob sie ein Update erhalten oder nicht werden auch die Hersteller nicht tätig werden!

Und ..

was ist mit den seltenen Erden, die die armen Arbeiter in China im Schweisse ihres Angesichts abbauen müssen? Jedenfalls war gerade das Ihr Anliegen warum man eben keine neuen Telefone (jedenfalls keine Nokia Windows Phones) kaufen soll. Andernfalls macht man sich der Komplizenschaft schuldig. Oder so ..

stimmt. habe in meinem Freundeskreis genügen Android-Besitzer, denen die Updates einfach egal sind. mir nicht, deswegen habe ich damals mein Desire geflasht und habe jetzt ein Nexus

Oh, und die langen Wartezeiten selbst wenn sie wollen sind meist organisatorische/prozessuale Probleme innerhalb der Firmen, da jedes Land, jeder Provider etc. die Firmware abnehmen muss, was meiner Ansicht nach absoluter Schwachsinn ist.

Die komischen "zusatz-apps" der Provider sollten sowieso nicht in die Firmware sondern ganz normal als App installiert sein, dann können die Hersteller einfach patchen.

hoffentlich bringts was ...

ansonsten wird man sehen was die Leute in Zukunft kaufen ... Nexus Geräte oder jene von Samsung, HTC, LG, Sony, ...
Nur so kann man die Hersteller dazu bringen auch Updates zu machen! Wobei ich denke, dass bei 4-500€ Phones mittlerweile auch bei Android die Updatepolitik halbwegs in Ordnung ist bis auf wenige Ausreisser ...

Was haben wir jetzt?
Tag 244 seit AOSP Release von 4.0 oder irgendwie so...

Minus 60 - macht das Kraut auch nicht mehr fett

+1 für Google, aber den #Herstellerfail werdet Ihr auch nicht ausgleichen können.

"Hardwarepartner erhalten zwei bis drei Monate zuvor Zugriff auf das Entwicklungskit"

Die brauchen eher zwei bis drei jahre! Ganz ehrlich, die wollen keine updates rausbringen, dann werden sie ja ihre neuen telefone nicht mehr los.

Déjà-vu

Obs diesmal was bringen wird?

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