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vergrößern 645x400Noch ist es kühl, aber um die 30°C sind angesagt: Start am 29. Juni um sechs in der Früh in Wien-Floridsdorf.

Die Distanzfahrt Wien - Berlin 2012 ist als Testlauf für das kommende Jahr gedacht. Acht "Controllstationen" gilt es dabei zu passieren. "Wir wollen diese Orte anfahren und je nach Gelegenheit dem Bäck, der Apothekerin, der Postlerin oder dem Kellner einen Stempel für unser Kontrollheftchen abluchsen", so die Initiatoren.
vergrößern 536x599Georg Sorge war 1893 der Zweitplatzierte.

Geradelt wird in Wien-Berlin-1893er-Jerseys.
Wien - Berlin: 582 Kilometer oder nur eine 32-stündige Fahrradfahrt voneinander entfernt. Nonstop und doppelt so schnell wie die Pferde waren 1893 die Teilnehmer der legendären Rad-Distanzfahrt Wien - Berlin unterwegs.
Eine Tour, die im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Paris - Bordeaux (1891) zwar nicht zu den Weitstrecken-Klassikern zählt, aber nachhaltig den Weg für das Fahrrad ebnete. Fünfmal wurde das Rennen nach seiner Premiere noch offiziell veranstaltet, zuletzt im Jahr 1914.
Grund genug, um der Strecke und den Radhelden von damals Tribut zu zollen und die Fahrt erneut zu wagen. So huldigte anlässlich des 100. Jahrestages am 29. Juni 1993 eine kleine, feine Gruppe von Freunden historischer Räder rund um Michael Zappe und Walter Ulreich - beide seit Jahrzehnten passionierte Fans historischer Räder und Radhistoriker - der Distanz-Radfahrt mit einer Jubiläumsfahrt.
630 Kilometer in etwa 36 Stunden
Nach fast 20-jähriger Pause laden Michl Mellauner und Horst Watzl nun erneut zur Distanzfahrt. Acht Radbegeisterte schwingen sich in den Sattel und brechen gegen Norden auf. Für die Bewältigung der 630 Kilometer - 1893 waren es 582,5 - haben sich die Beteiligten etwa 36 Stunden Zeit gegeben. Schnurstracks und fast nonstop soll es per Drahtesel von Wien-Floridsdorf nach Berlin-Tempelhof gehen.
Am Freitag, dem 29. Juni um 6 Uhr früh fällt der Startschuss in Floridsdorf. Im Laufe des 30. Juni wollen die Radler Tempelhof erreichen. Die Teilnehmer sind in der Fahrradszene keine Unbekannten: Bernhard Dorfmann, Wolfgang Höfler, Lukas Loimer, Gerold Lehmann, Gerhard Meschnigg, Michl Mellauner, Maya Ulbricht und Horst Watzl. Die Route verläuft hauptsächlich über Nebenstraßen und ist so weit wie möglich an die ursprüngliche Route angelehnt. Geradelt wird in Wien-Berlin-1893er-Jerseys.
Möglichst nonstop von Wien nach Berlin
Das Ziel der acht Radler ist, möglichst nonstop von Wien nach Berlin zu fahren und dabei zu zeigen: Die Städte liegen näher beieinander, als man vielleicht annimmt, denn viele Strecken müssen zuallererst im Kopf überwunden werden. Ganz ohne Pause geht es allerdings nicht: "Wir haben ein kleines Hotel in Mlada Boleslav gebucht. Wenn die Pause nach gut 300 Kilometern auch nur kurz sein wird", sagt Horst Watzl.
Die Idee für die Ausfahrt stand im Raum, seit Petra Sturm, die den Blog verantwortet, der die Ausfahrt dokumentieren wird, in dem Magazin "Velosophie" einen Artikel darüber geschrieben hat. Die Organisatoren betonen: "Wir legen es nicht als Rennen an, es ist eine Ausfahrt Gleichgesinnter. Glücklich sind wir, wenn wir gesund und als Gruppe in Berlin-Tempelhof ankommen."
Im Blog wienberlin.wordpress.com kann man die Erfahrungen nachlesen, und kommendes Jahr soll die Ausfahrt wieder stattfinden - laut Initiatoren "noch ein wenig populärer". (Eva Tinsobin, derStandard.at, 28.6.2012)
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die aktuellen entwicklungen rund ums fahrrad lassen einen trend zurück zur einfachheit erahnen. kein gang. einfache rahmen. pures radeln. wäre interessant wie die strecke mit einem "fixie" zu fahren ist. ich glaube nicht, dass ein starrgangrad einem "neuen, modernen" sportbike unterlegen ist. speziell in diesem bewerb; wo das ankommen zählt und nicht die sekunden.
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