Fußfesseln am Schuh?

Stephan Hilpold
1. Juli 2012, 16:57
  • Die neueste Kreation des amerikanischen Designers Jeremy Scott für Adidas.
    foto: hersteller

    Die neueste Kreation des amerikanischen Designers Jeremy Scott für Adidas.

Wie ein Shitstorm auf Facebook einen neuen Sneaker von Adidas zu Fall brachte

Es gehört zu den schönen Seiten der Mode, dass sie verlässlich für Aufregung sorgt. Sind die Stöckel zu hoch, gehen die Augenbrauen nach oben, stecken besockte Füße in Sandalen, wird mit dem Finger auf sie gezeigt, kommt ein Sneaker mit Fußfesseln daher, erntet er einen Shitstorm auf Facebook. Letzteres passierte vor einigen Tagen dem deutschen Sportartikelhersteller Adidas, der im Internet die neueste Kreation des amerikanischen Designers Jeremy Scott vorstellte.

Empörung

Er ist für Entwürfe bekannt, mit denen man sowohl in Kinderzimmern als auch in Ostlondoner Clubs eine gute Figur macht. Für Turnschuhe mit Flügerln etwa oder Sneakers mit einem aufgepappten Pandabären. Jetzt hat er einen Sportschuh mit grellorangen Fußschellen aus Gummi verkettet, und wer glauben würde, dass die lieben User auf Facebook das als Ironie oder vielleicht als augenzwinkernden Hinweis darauf sehen, was für ein Griss um manche angesagte Sneaker herrscht, der sah sich enttäuscht. Statt Begeisterung löste der Schuh in den USA nämlich Empörung aus.

Sklavenschuhe

"Diese Sklavenschuhe sind abscheulich, und wir als Volk sollten sie verdammen und zurückweisen", wetterte der Pastor und Bürgerrechtler Jesse Jackson. Adidas ließ sich nach wenigen Tagen unterkriegen und strich die Markteinführung des Sneakers im August. Im Übrigen löschte man auch die über 2000 Kommentare auf Facebook. Mal schauen, ob sich die User gegen diesen Akt der Zensur empören werden. So wirklich politisch korrekt ist er nämlich nicht. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 29.6.2012)

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potthässlich.

auch ohne Fesseln ;)

sprühstuhl gefällt mir besser.

Eh klar, die politisch Korrekten, die Anhänger jeder Art von Zensur schlechthin, mokieren sich über die Zensur anderer.

für diesen schxxxxx

hätten sich bestimmt genug xxxkunden gefunden.
vor allem, wenn adidas geschätzte 250 lewonzen dafür verlangt hätte...

Im Grunde genommen sind die Schuhe wie die Benneton Werbung die uns deutlich macht das was schief läuft in unserer Welt. Die einen (Fam. Piech mit über 30 Milliarden €) haben zu viel, die anderen zu wenig und sind insgeheim immer noch Leibeigene der herrschenden Kaste.

Scheisssturm.

naja, sie hätten aber gut in

unsere gesellschaft gepasst. überhaupt, wenn sie unter dem namen "sweat-shop" auf den markt gekommen wären...

das sind einfach moral-hooligans!

...und wie politisch korrekt ist die Zensur auf Standard.at?

Das passende Sklavenarmband von M. Jacobs dazu..

http://www.debijenkorf.nl/marc-by-m... 3872030039

IDEAL

Ideal für Radfahrer:
Nie mehr Kettenschiere an der Hose ;-)

Überkandidelt und hässlich

Das hatten wir schon vor 1 Woche, was soll der Bericht jetzt?

sommerloch?
;-)

na vermutlich...

.... hat adidas erneut die werbung hier gebucht und deren marketingabteilung ist bis auf den feriali auf urlaub gegangen....

markensklaven

Das Zeugs gefällt mir ...

so wie auch Socken in Sandalen.
Wieso sollen wir Sklaven der Mode sein?

shitstorm

Unwort des Jahres.

Warum, weil sie´s nicht kennen? Es gibt nunmal derzeit keine deutsche Entsprechung dieses sehr klar umrissenen Phämomens... http://de.wikipedia.org/wiki/Shitstorm

"Empörungswelle" ist kein deutsches Wort?

Skandal!

kann ich die noch irgendwo bestellen?

äh ... es sieht einfach scheiße aus. :-)

super

das schuhwerk der zinssklaven

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