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Die neueste Kreation des amerikanischen Designers Jeremy Scott für Adidas.
Es gehört zu den schönen Seiten der Mode, dass sie verlässlich für Aufregung sorgt. Sind die Stöckel zu hoch, gehen die Augenbrauen nach oben, stecken besockte Füße in Sandalen, wird mit dem Finger auf sie gezeigt, kommt ein Sneaker mit Fußfesseln daher, erntet er einen Shitstorm auf Facebook. Letzteres passierte vor einigen Tagen dem deutschen Sportartikelhersteller Adidas, der im Internet die neueste Kreation des amerikanischen Designers Jeremy Scott vorstellte.
Empörung
Er ist für Entwürfe bekannt, mit denen man sowohl in Kinderzimmern als auch in Ostlondoner Clubs eine gute Figur macht. Für Turnschuhe mit Flügerln etwa oder Sneakers mit einem aufgepappten Pandabären. Jetzt hat er einen Sportschuh mit grellorangen Fußschellen aus Gummi verkettet, und wer glauben würde, dass die lieben User auf Facebook das als Ironie oder vielleicht als augenzwinkernden Hinweis darauf sehen, was für ein Griss um manche angesagte Sneaker herrscht, der sah sich enttäuscht. Statt Begeisterung löste der Schuh in den USA nämlich Empörung aus.
Sklavenschuhe
"Diese Sklavenschuhe sind abscheulich, und wir als Volk sollten sie verdammen und zurückweisen", wetterte der Pastor und Bürgerrechtler Jesse Jackson. Adidas ließ sich nach wenigen Tagen unterkriegen und strich die Markteinführung des Sneakers im August. Im Übrigen löschte man auch die über 2000 Kommentare auf Facebook. Mal schauen, ob sich die User gegen diesen Akt der Zensur empören werden. So wirklich politisch korrekt ist er nämlich nicht. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 29.6.2012)
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Im Grunde genommen sind die Schuhe wie die Benneton Werbung die uns deutlich macht das was schief läuft in unserer Welt. Die einen (Fam. Piech mit über 30 Milliarden €) haben zu viel, die anderen zu wenig und sind insgeheim immer noch Leibeigene der herrschenden Kaste.
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