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War es die rothaarige Witwe? Ablinger, der Koch? Der Gärtner? Der Fischhändler? "Lädale" Häfele? Moosbrugger, der Papierhändler? Oder doch der Gärtner? Seit Wochen hält eine unheimliche Mordserie Dornbirn in Atem. Hinter dem "Mordkompott" steckt Christian Tuerr, Art Direktor Multimedia der Agentur Team a5. Die Videoserie bewirbt die erste Filiale der Gastrokette Marenda im Web.
Ausgangspunkt ist die Dornbirner Innenstadt. Während des 17 Wochen dauernden Umbaus wird das Krimiratespiel im Schaufenster als Aushang veröffentlicht. Im Netz gibt es dazu Kurzvideos, auf Facebook Belohnungen für "tatdienlichste Hinweise".

Oberinspektor Hämmerle soll den Mordfall aufklären, doch jede Woche kommt ein neuer hinzu. Zuerst der junge Fussenegger, dann der mürrische Rhomberg, der Rohner oder die "Alte Winsauerin" - alle wollten nur kurz eine Kleinigkeit außer Haus essen. Am Donnerstag, 28. Juni, wird Hämmerle den Fall lösen.
Folge 1 Folge 17
Vorarlberger Experiment
"In Asien gibt es viele solcher Superkurzformate für mobile devices, welche dort gerne während der morgendlichen U-Bahnfahrt konsumiert werden. Bei uns gibt es so etwas in der Form nicht", erklärt Tuerr. Für ihn war das Projekt ein Experiment und eine dramaturgische Herausforderung. "Ich wollte versuchen, ob es gelingt, eine Geschichte überhaupt erzählen zu können, die in so kurzen Episoden funktioniert und ob man gespannt auf eine Fortsetzung ist." Tuerrs Fazit: Trotz positivem Echo seien die Klickraten bescheiden. "Vorarlberg ist zu klein, um zu sagen, ob das Experiment funktioniert oder nicht."
Warum es so wenige Webserien in Österreich gibt? Tuerr nennt den Kostenfaktor und die Unsicherheit beim Kunden. Nicht alle seien so risikofreudig wie Marenda.
Kaum Produktionen
"Junge konsumieren mehr als sie produzieren", bedauert Tuerr, der an der FH Vorarlberg Animation, Storytelling und Skizzieren unterrichtet. Dabei seien die Hürden, solche Projekte umzusetzen, heute wesentlich geringer als früher. Werkzeuge wie die nötige Software dafür sei mittlerweile günstiger zu haben.
Dabei können Animationen leicht ein Lächeln ins Gesicht des Betrachters zaubern. Wie zum Beispiel auch "Der Conny ihr Pony". Der knapp fünfminütige Collagenfilm aus der Schweiz zählt zu Tuerrs Favoriten. (Sabine Bürger, derStandard.at, 28. Juni 2012)
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