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Wien- Experten aus Oberösterreich und des Wissenschaftsministeriums beraten ab morgen, Donnerstag, über die mögliche Einrichtung eines Medizin-Studiums in Linz. Oberösterreich fordert seit einigen Jahren eine Medizin-Universität mit dem Argument eines absehbaren Ärztemangels. Die bisherigen Wissenschaftsminister haben diese Initiative aber nicht aufgegriffen - zuletzt hatte Amtsinhaber Karlheinz Töchterle (ÖVP) zumindest erklärt, mittelfristig die Türe zur schrittweisen Entwicklung einer Fakultät mit medizinischer Ausrichtung zu öffnen. Als Beispiele nannte er Fächer wie Medizinmechatronik sowie Gesundheitsökonomie.
Bereits 2010 hat der oberösterreichische Landtag eine "gemeinsame Erklärung aller Fraktionen" mit dem Wunsch nach einer Medizin-Uni an die Bundesregierung und das Parlament verabschiedet. Zuletzt übergaben im April Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ), der oberösterreichische Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser und der Chefredakteur der "Oberösterreichischen Nachrichten", Gerald Mandlbauer, 136.000 Unterschriften für die Errichtung einer Medizin-Uni in Linz. Im Gespräch war zuvor auch eine Medizin-Fakultät an der Uni Linz - eine solche müsste nicht (wie eine eigene Uni) per Bundesgesetz eingerichtet werden.
"Das wichtigste ist der Bedarf"
Die Expertenkommission soll zunächst offene Fragen abarbeiten und sich dafür einen Zeitplan geben. Die wohl wichtigste Frage wird sie aber nicht selbst beantworten: In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung hatte Töchterle zuletzt auf die kurz vor der Fertigstellung stehende Ärztebedarfsstudie verwiesen, mit der Österreich bei der EU seine Quotenregelung für das Medizin-Studium (75 Prozent der Studienplätze an Österreicher, Anm.) rechtfertigen will. Falls diese einen zusätzlichen Ärztebedarf ergeben sollte, der von den bestehenden Medizin-Unis nicht gedeckt werden könne, solle "zunächst mit dem Land Oberösterreich in Verhandlung getreten werden". "Eine wichtige Grundlage ist der Bedarf", bestätigte auch der Generalsekretär des Wissenschaftsministerium, Friedrich Faulhammer.
Derzeit gibt es öffentliche medizinische Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck. Oberösterreich steht mit seinem Wunsch nach einer Medizin-Uni nicht alleine da. Auch andere Bundesländer wollen Ärzte ausbilden, gehen aber andere Wege. Erst in der Vorwoche wurde eine Gesellschaft gegründet, die mit Unterstützung des Landes Niederösterreich eine Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems gründen will. Auch in Kärnten gibt es ähnliche Überlegungen, Salzburg verfügt bereits über die Paracelsus Medizinische Privatuniversität. (APA, 27.6.2012)
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... dann kann man einfach nicht bleiben. wie viele der "vorschreiber" schon angemerkt haben, es ist eigentlich kein problem der österreichischen ausbildungszahlen, viel mehr was nachher passiert. da muss man sich endlich gedanken machen, denn sonst wird das uni projekt in linz genauso enden wie bei den anderen unis .... die fertigen mediziner gehen weg ... da kann man noch 10 unis hinstellen!
tja, an den ausbildungszahlen kann es nicht liegen, österreich bildet relativ deutlich mehr ärzte aus, als alles umliegenden staaten
aber die gehälter, arbeits- und weiterbildungsbedingungen sind so schlecht, dass der abwanderungsgrad konkurrenzlos hoch ist!
und ja, privatunis werden dieses problem sicher nicht lösen!
Die zum einen den Mangel nicht realistisch beheben und zum anderen ein ganz klares (anderes) Ziel haben - den Söhnen und Töchtern der Hochwohlgeborenen Lehensfrauen und -männern der Landeskaiser ihr Wunschstudium abseits von Aufnahmetests und Pöbel zu ermöglichen...
nicht nur das studieren in sozioökonomisch passender umgebung zu ermöglichen sondern dem nachwuchs, der erst nach großzügigen spenden zur renovierung des theresianumodersonstwotraktes im x-ten anlauf dann doch noch die matura geschafft hat einen friktionsfreien weg zum universitären abschluß zu ermöglichen.
weshalb man glaubt - was schon an der "Uniklinik" Salzburg mit dem amüsanten Konstrukt einer "Paracelsus Medizin Universität" (reine Studiengebühren: rund 10 000€/Studienjahr, dafür "nur" 5 Jahre zum Arzt brauchen....) überhaupt nicht funktioniert - Frischfleisch am besten mit einem Medizin-Provinzuniversitäterl für lau zu bekommen.
Statt Gehälter, Arbeitsbedingungen, Ausbildung der (Spitals)Ärzte zu verbessern, was freilich Zeit, Hirnschmalz, Geld und Privilegien (vor allem die der Primarärzte und Spitalserhalter, also des Landes und der Konfessionellen) kostete, meint man, mit einem Hyperprojekt ausgesorgt zu haben. Symbolische Politik der kurzen Denk- und Handlungswege. Im übrigen hat Pichlbauer natürlich ebenso recht. Geld regiert uns.
Die PUM ist kein Flop, sondern ein gelungenes Beispiel einer privaten Spitzenuniversität...
Ganz einfach: die Absolventen der Privat-Meduni haben ein so hohes Niveau, dass sie es sich aussuchen können, ob sie danach in Spitzenzentren in den USA, England, Schweiz oder Skandinavien abreiten wollen !!
Deshalb leidet auch das LKH-Salzburg an Ärztemangel.
"Am besten Innsbrucker, die Grazer sind auch ganz fit. Wiener gehen auch noch, und wenn's wirklich gar nicht mehr anders geht, dann müssen wir halt einen Dr.salz nehmen. Aber gern machen wir das nicht."
offenbar ist der PMU vor allem eins wichtig: Billigste PR, was sie auch nötig hat !
Mir ist nicht bekannt, daß PMU-Absolventen in "Spitzenzentren" landen, denn um dort zu landen, braucht man entweder eine Uni mit Renommee (jedenfalls NICHT die PMU !) + Empfehlungen von Profs mit internationalem Renommee ( NICHT an der Provinz-PMU) + international vergleichbare wiss. Grundausbildung (NICHT an der PMU !). Daß die in deutschen Provinzpsitälern landen, soll schon öfter vorkommen.
Die "Uniklinik" der PMU, das LKH Salzburg, hat Ärztemangel wegen der üblen Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie der teils extrem provinziellen Primarärzte, von Wissenschaftern würde ich nicht sprechen. PMU=privat ? Gehört dem Land Salzburg, was soll da privat sein?
... fährt die Westbahn eine halbe Stunde schneller nach Wien. Da kann man dann schneller zum Studium pendeln.
Den Laendern faellt es leichter ueber's Geldausgeben nachzudenken als darueber, wie man was einsparen koennte.
Vermutlich wird diese tolle Idee auch noch von ein paar Pharma- oder Medizintechnikfirmen gesponsert.
Anderswo ausbauen geht nur schlecht, weil man für eine Uni auch eine angeschlossene Uniklinik einer gewissen Größe / Student braucht. Da sind zumindest Graz und Innsbruck am Anschlag, Wien nicht weit davon weg. Will man mehr Medizinplätze - worüber man streiten kann - braucht es eine weitere Uni. Linz wäre wegen des entsprechend großen Einzugsgebietes der beste Standort.
Wer braucht auch in Linz eine Med. Uni? Erstens gibts in dem "Kaff" ja fast keine Krankenhäuser (gibt ja nur 5 oder so) und zweitens leben da ja auch noch mehr Leute als in Innsbruck. -.-
Ich halte zumind. eine medizinsche Fakultät an der JKU für überlegenswert (insb. für Medizinmechatronik).
das ist die Anwendung von Mechatronik in der Medizin.
Mecha-tronik ist eine Ingenieurwissenschaft. Dabei werden mecha-nische und elek-tronische Komponenten miteinander als Systemeinheit behandelt. OP-Roboter wären ein klassisches Forschungsgebiet für Medizinmechatronik.
Zwischen reden und lehren ist ein kleiner Unterschied und dass sich die Anzahl didaktisch und fachlich geschulter Universitätslehrer vervielfacht haben, wäre mir entgangen.
Wir haben an den bestehenden Unis schon ein international beschähmendes Verhältnis zwischen Studenten und Lehrern, aber das interessiert ja niemand. Mir san Linz beginnt's..
die OÖ wollen nur unbedingt eine Uni, damit sie fraisches Geld aus Wien kriegen um ihre Spitäler zu finanzieren! Ich hab das jetzt schon so oft gesagt, dass mir die finger wund sind - hier ein Artikel mit links zu detailanalysen, die halt auf ZDF aufbauen http://www.rezeptblog.at/medizin-u... linz-nein/
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