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Bern/Zürich - Forscher aus der Schweiz und Deutschland haben eine Gentest-Palette entwickelt, mit der sich Epilepsien schneller und günstiger diagnostizieren lassen. Vor allem für die Behandlung der Krankheit bei Kindern ist dies ein bedeutender Schritt, wie das Inselspital Bern am Mittwoch mitteilte.
Verschiedene Epilepsien unterscheiden sich deutlich und sind stark genetisch beeinflusst. Die genetische Basis zu kennen, könne somit nicht nur für die Diagnose wertvoll sein, sondern auch für die Behandlung und das Abschätzen des Rückfallrisikos, schreiben die Wissenschaftler nun im Fachblatt "Epilepsia".
Gleich teuer wie bisherige Tests
Johnannes Lemke vom Inselspital hat dafür zusammen mit deutschen Kollegen und dem Schweizer Epilepsie-Zentrum Zürich einen neuen Mehrfach-Gentest entwickelt. Das "NGS Panel" enthält 265 für Epilepsie verantwortliche Gene, die alle in einem einzigen Schritt analysiert werden können. Dies kostet laut dem Spital gleich viel wie bisherige Tests für einige wenige Gene.
Die Wissenschafter testeten die Palette bei 33 Epilepsie-Patienten. Bei 16 von ihnen konnten sie jene Genveränderungen genau identifizieren, welche die Krankheit auslösten. Dies gelang sowohl bei Patienten mit einer klar klinisch diagnostizierten Epilepsie-Art wie auch bei solchen mit eher unspezifischen Symptomen. Weitere Forschung soll nun auch die Diagnose von seltenen Formen der Epilepsie präzisieren. (APA)
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