Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
München - Lange Haft für Ex-Bankvorstand Gerhard Gribkowsky und massive Bestechungsvorwürfe gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: Mit einer Verurteilung Gribkowskys zu achteinhalb Jahren ist am Mittwoch vor dem Landgericht München I der Schmiergeld-Prozess um den Verkauf der Formel-1-Anteile der Bayerischen Landesbank zu Ende gegangen. Der Prozess könnte nun zu einer Anklage des Briten Ecclestone in München führen.
Der geständige Gribkowsky hat nach Auffassung des Gerichts von Ecclestone 44 Mio. Dollar (aktuell 35,3 Mio. Euro) Schmiergeld erhalten, weil er den Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB in Ecclestones Sinn im Jahr 2005 an den Finanzinvestor CVC für 839 Mio. Dollar auf den Weg brachte. Die Bank hatte als Gläubiger die Formel-1-Anteile nach der Pleite des Medienmoguls Leo Kirch erhalten, Gribkowsky sollte die Beteiligung an der Rennserie dann wieder zu Geld machen.
Staatsanwaltschaft forderte mehr
Das Gericht blieb mit der Haftstrafe unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte zehneinhalb Jahre Haft für den ehemaligen Risikovorstand gefordert. Richter Peter Noll hatte Gribkowsky aber bereits in der Vorwoche für sein Geständnis in dem seit Oktober laufenden Prozess eine Strafe von sieben Jahren und zehn Monaten bis zu neun Jahren zugesagt. Gribkowsky wurde wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Untreue und Tatmehrheit der Steuerhinterziehung verurteilt.
Richter Noll sagte, Gribkowsky habe ein überzeugendes Geständnis abgelegt. "Die Kammer schließt sich dem an und zwar aus eigener Überzeugung." Es sei aber nicht so, dass der Angeklagte - wie von ihm und seinen Verteidigern gesagt - irgendwann keinen Ausweg mehr gehabt habe. Er hätte vielmehr auch noch die Gelegenheit gehabt, sich nicht bestechen zu lassen.
Das Gericht habe aber auch deshalb eine niedrigere Strafe als von der Anklage gefordert verhängt, weil der Verkauf der Formel-1-Anteile trotz des Schmiergelds "ein gutes Geschäft" für die BayernLB gewesen sei. Es habe die Gefahr der völligen Wertlosigkeit der Formel-1-Anteile bestanden. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass Ecclestone "die treibende Kraft" der Schmiergeld-Zahlungen gewesen sei und "den Angeklagten ins Verbrechen geführt hat".
Kein Opfer sondern Mittäter
Oberstaatsanwalt Christoph Rodler griff Ecclestone ebenfalls an. Der Prozess habe eindeutig gezeigt, dass die Zahlungen Ecclestones an Gribkowsky Bestechungsgelder waren, sagte der Ankläger. Ecclestone sei damit, anders als von ihm zeitweise dargestellt, nicht Opfer von einer Erpressung durch Gribkowsky, "sondern Mittäter einer Bestechung". Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft seit Monaten bisher ohne Ergebnis eine Anklage Ecclestones.
Gribkowskys Verteidiger Daniel Amelung kritisierte die Anklagebehörde dafür, Ecclestone nicht zusammen mit Gribkowsky vor Gericht gebracht zu haben. "Die Staatsanwaltschaft hätte es in der Hand gehabt, ohne große Probleme Herrn Ecclestone mit anzuklagen." Sie sei aber "gebisslos" gegen den Formel-1-Chef vorgegangen.
Das Urteil kann jetzt noch unabsehbare Folgen für die Formel 1 bekommen. Das "Handelsblatt" hatte berichtete, dass die internen Verhaltensregeln dem Autobauer Daimler die Zusammenarbeit mit Partnern verbietet, die Schmiergeld zahlen. Dies würde eine Zusammenarbeit des Mercedes-Teams von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher mit Ecclestone dem Blatt zufolge im Fall erwiesener Schmiergeldzahlungen verbieten. (APA, 27.6.2012)
Exbanker sorgt sich um Entscheidung des OGH
Damit löse man keine Probleme. Die Grünen pochen auf die Abwicklungsbank, das BZÖ will einen U-Ausschuss
Der britisch-indische Käufer darf ungewünschte Geschäfte an die Hypo International abschieben, was den Kaufpreis mindern könnte
Die Hypo selbst dürfte von der längeren Frist nichts gewusst haben und geht gegen öffentlich geäußerte Kritik vor
Liebscher will nicht Aufsichtsratschef werden - Italien wird nicht zugesperrt
Das Sanierungskonzept für die Hypo Alpe Adria wird nach Brüssel geschickt. Schlammschlacht um die politische Verantwortung
Die Regierung streitet untereinander und mit dem Management der Hypo Alpe Adria. Aufsichtsratschef Johannes Ditz nimmt den Hut
Stellvertretender Bundesobmann der Grünen wirft Fekter Untätigkeit vor
Reich geworden mit Healthcare, mischt Sanjeev Kanoria nun die Hypo Österreich auf
Eine Investorengruppe rund um eine Privatbank will zugreifen. Die Einigung mit der EU drängt - sonst droht weiterer Kapitalbedarf
Die Tochter geht für 65,5 Millionen Euro an die indische Anadi-Gruppe. Das Land Kärnten garantiert weiter für Kredite der Problembank
Der Brite mit indischen Wurzeln wurde im Consulting-Bereich groß
Exstaatsanwalt soll Bayern befrieden
Der Hypo-Österreich-Käufer Kanoria ist wesentlich an jener Srei-Gruppe beteiligt, die in Indien den Telekom-Ausbau finanziert
Durch irreguläre Kreditvergaben soll ein Schaden von fast 33 Millionen Euro entstanden sein
Generalprokuratur empfiehlt Zurückweisung der Nichtigkeitsbeschwerden - Strafen könnten rechtswirksam werden
Insider gehen davon aus, dass der Steuerzahler für die Hypo heuer wieder tief in die Tasche wird greifen müssen
Die langfristige Belastungen könnten laut dem Hypo-Aufsichtsratschef unter den genannten fünf Milliarden Euro liegen
Anklage zu Paradiso erhoben
In Kroatien gibt es bislang nur ein Verfahren in Sachen Hypo Bank, jenes gegen den Ex-Premier Ivo Sanader. Andere Fälle bleiben unaufgeklärt
Es gibt keine österreichische Justiz, wenn die causa ein gewisses Volumen überschreitet. Ab dieser Schwelle gibt es nur noch Marionettentheater, einen Reigen der kriminellen Politik, Wirtschaft und eben "Justiz", wobei die Grenzen unklar sind und der gemeinsame Nenner - eben die kriminelle Energie ist.
hab grad unseren nördlichen nachbarn angeboten, unseren ex-finazminister, den ex-innenminister und die ex-gesundheitsministra mitsamt ihrem illustren grafen zu übernehmen. wir würden selbstredend die verfahrens- und haftkosten übernehmen.
mal sehen, wie sie darauf reagieren. hoffentlich aber nicht mit einem neuerlichen einmarsch!
welche Anklage überhaupt? Das sind doch keine Delikte, schon in der Volksschule lernt man das Korruption gut für die Wirtschaft ist und deswegen die ÖVP die Wirtschaftspartei ist. Die Freiheitlichen sind hingegen die freiheitlichen weils frei entscheiden für was sie sich bestechen lassen und die BZÖ ist ebenso sehr liberal. Die SPÖ hingegen ist a bisserl lahm und besticht meist nur durch die Postenvergabe, fast schon ein Ausreiser. Nur die Kommunisten und Grünen, kein Geld, keine Macht, daher schön brav und wählbar.
Die Presse, 6.1.2011: "...In Österreich wird geprüft, ob es einen Zusammenhang mit einer 50-Mio-Dollar-Überweisung gibt, die 2004 über ein verdächtiges Konto der Hypo in die Karibik ging. Für CSI-Hypo-Chef Wolfgang Peschorn ist es „eigenartig, dass Gribkowsky Selbstanzeige erstattet hat, kurz bevor von der CSI dieses Konto entdeckt wurde“. Die CSI Hypo hat daher Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen unbekannte Täter wegen des Verdachts der Geldwäsche eingebracht ... Peschorn spricht von einer „Auffälligkeit“, der man nachgehen müsse..."
Hat mit der Hypo NULL zu tun!!! Einer der vielen Nebelgranaten, die von der CSI Hypo und Peschorn geworfen wurden. Kann man Pschorn fragen, was er sich dabei gedacht hat? Oder war es Absicht?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.