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Washington - Der sechsmonatige Vorwahl-Marathon der US-Republikaner ist mit einem weiteren Sieg des designierten Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu Ende gegangen. Romney gewann die Abstimmung in Utah am Dienstag ersten Ergebnissen zufolge mit mehr als 90 Prozent, wie US-Medien berichteten. In dem westlichen Bundesstaat bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung wie Romney zum mormonischen Glauben.
Die Nominierung des Ex-Gouverneurs von Massachusetts galt bereits als sicher, seit Mitte April sein stärkster Rivale Rick Santorum aufgegeben hatte. Ende Mai hatte der Multimillionär dann die nötigen Delegiertenstimmen in der Tasche, um auf dem Parteitag der Republikaner Ende August offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gewählt zu werden.
Stimmen auch für Ex-Bewerber
Ein Teil der abgegebenen Stimmen entfiel am Dienstag auch auf Santorum sowie den früheren Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, der Anfang Mai ebenfalls das Handtuch geworfen hatte. Beide Ex-Bewerber haben ihre Unterstützung für Romney erklärt. Der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul blieb dagegen offiziell im Rennen, stellte seinen Wahlkampf aber weitgehend ein. Paul holte in Utah ersten Ergebnissen zufolge vier Prozent.
Der 65-jährige Romney war als Favorit in den Vorwahlkampf gestartet, vor allem der erzkonservative Flügel der Republikaner stand ihm aber skeptisch gegenüber. Mittlerweile hat er die Partei hinter sich vereinen können. Im Wahlkampf setzt der frühere Fondsmanager auf Wirtschaftsthemen und wirft Obama vor, für die schleppende konjunkturelle Erholung nach der Rezession verantwortlich zu sein. In landesweiten Umfragen lag Romney laut der Webseite realclearpolitics.com zuletzt knapp hinter dem Amtsinhaber.
Romney ist der erste Mormone, der für eine der beiden großen US-Parteien ins Rennen um das Weiße Haus gehen wird. Die im 19. Jahrhundert in den USA gegründete Glaubensgemeinschaft sieht sich in der Tradition des Christentums, wird von Teilen der US-Bevölkerung aber kritisch beäugt. (APA, 27.6.2012)
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Nach langem (Vor-)Wahlkampf gestand der Republikaner am Dienstag seine Niederlage ein und forderte alle Parteigänger zur Zusammenarbeit im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika auf. Für den neuen, alten Führer Obama wollte er beten.
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Im Senat kann sich Präsident Obama nun zwar auf eine etwas breitere demokratische Mehrheit stützen, das Repräsentantenhaus verteidigten die Republikaner allerdings recht deutlich. Enttäuschungen gab es für einige Kandidaten der konservativen Tea Party.
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und Obama liegt da in Florida, Ohio und Pennsylvania teils mit einem komfortablen Vorsprung vorne (liegt wohl auch an den unpopulären republikanischen Gouverneuren dort):
http://www.quinnipiac.edu/institute... aseID=1767
Vor allem die Tatsache, dass Obama in allen 3 Staaten bei den Unabhängigen vorne liegt, lässt darauf schließen dass Obama noch gut im Rennen liegt.
Seine 30 Millionen $ Werbespot-Kampagne in den Battleground States Ende Mai dürfte sich also ausgezahlt haben. Und wie man anhand der Daten auch sieht, mögen die Wähler in den 3 Staaten Romney noch immer nicht (wieso auch ?).
es steht eigentlich nur das Health Care Urteil vom Supreme Court an, sowie die Bekanntgabe von Romney's Vizekandidat.
Nachdem der Supreme Court bereits Teile des Arizona-Gesetzes aufgehoben hat, sieht es ganz nach einem "Kuhhandel" beim Health Care Urteil aus:
Die Versicherungspflicht wird wohl als gesetzeswidrig befunden werden, während andere populäre Teile wie die Mitversicherung von Unter-26-Jährigen als konform gesehen werden. Große Auswirkungen auf Obama für die Wahl im November wird das allerdings nicht haben, vielleicht könnte es Obama sogar helfen, da eine Mehrheit eine Zwangsversicherung ablehnt.
Was Romney's Vize betrifft, tippe ich auf Richard Burr. Der gilt als moderat und könnte North Carolina ins Romney-Camp bringen.
Darauf wird Präsident Obama auch setzen, weil das seine letzte Chance sein dürfte, seinen (im wahrsten Sinne des Wortes) bisherigen "Stolperwahlkampf"
http://www.bild.de/politik/a... .bild.html
wieder auf die Reihe zu bringen.
Wenn eine der Kerninhalte von Obamas sogenannter Jahrhundertreform, die noch dazu seinen Namen trägt und über die die Demokraten rund ein Jahr im US-Kongress gestritten haben, für verfassungswidrig erklärt werden würde, ist das schon ein bisschen mehr als ein "kleiner Betriebsunfall" wie von Ihnen dargestellt.
Was NC anbelangt: Mitt Romney liegt da jetzt schon in den Umfragen vorne, da brennt für ihn nichts mehr an.
"Was NC anbelangt: Mitt Romney liegt da jetzt schon in den Umfragen vorne, da brennt für ihn nichts mehr an."
Sehe ich überhaupt nicht so: Im September 2008 gab es eine SurveyUSA-Umfrage in North Carolina, da lag McCain 20% vor Obama. Am Ende konnte Obama aber knapp gewinnen.
Derzeit liegt Romney vorne, weil viele Schwarze in Umfragen angeben für Romney zu stimmen (meistens ca. 15-20%). Am Wahltag wird Obama die Schwarzen aber mit 90-95% gewinnen.
Daher wird North Carolina weiterhin bis zum Wahltag ein "Unentschieden" bleiben, egal was die Umfragen sagen.
Also den Namen "Obamacare" haben dem Patient Protection and Whateva Act die Gegner gegeben - aber mittlerweile mag man den auch im White House.
Wenn das Mandate aufgehoben wird, ist das kein kleines Hoppala - das ist der Kernpunkt der Reform, ohne den das Gesetz nicht funktionieren kann.
Naja, zumindest stapeln die "liberals" schon tief, nachdem es einen Zeitpunkt gegeben hat, wo der Gedanke an eine Aufhebung schon absurd war...
Wenn Romney in Anbetracht des sich abzeichnenden organisatorischen Debakels des DNC den VP braucht, um North Carolina zu holen, dann hat er sowieso ein Problem.
Wenn schon wäre wohl die Priorität, Wählergruppen anzusprechen. Insbesondere sog. "blue collar voters" - d.h. auf die Latinos und Colorado, Nevada, New Mexico verzichten und stattdessen Ohio, Pennsylvania, Michigan anvisieren. Dort sind auch mehr Wahlmänner zu holen.
Außerdem: es kann und wird bis zur Convention noch genug passieren. Syrien - ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, daß es dort noch ein paar Monate so weiter geht -, die Krise im Euroraum, div. Initiativen im Kongress (Sequester, student loan, transportation), Fast and Furious...
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