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Eine Frau wandert durch Buschland in der Provinz Matam im Nordosten des Senegal. Für die westliche Sahelzone sind die Niederschlagsprognosen für die Regenzeit nicht gut.
Ouagadougou/Wien - In den kommenden drei, vier Wochen wird sich entscheiden, wie viele Menschen bis 2013 in der Sahelzone verhungern werden. "Wir stehen nun je nach Land am Beginn der Regenzeit oder kurz davor", sagt Wolfgang Klug vom Roten Kreuz. "Jetzt muss gesät und alles getan werden, damit die nächste Ernte erfolgreich wird." In einem Monat, meint Klug, kommt die Hilfe zu spät.
Klug arbeitet für das Food Security Programm des Roten Kreuzes und ist derzeit in der Sahelzone unterwegs. Die Organisation hilft Bauern dabei, den Boden vorzubereiten, zeigt ihnen den richtigen Umgang mit Werkzeugen und verteilt Saatgut, damit im Oktober bei der nächsten Ernte wieder mehr Getreide auf den Feldern steht.
In großen Teilen der Sahelzone ist die Ernährungslage angespannt: Wer auf die Homepage des Famine Early Warning Centers geht und dort die Afrika-Karte aufruft, sieht einen braun-gelben Streifen, der sich quer über den Kontinent zieht, von Mali im Westen bis nach Somalia im Osten. Gelb steht für "Stress", braun für "Krise". 18 Millionen Menschen haben laut Uno in dem Gebiet zu wenig zu essen.
Es droht eine Heuschreckenplage
In Burkina Faso gibt es derzeit zwar noch genügend Getreide - es kostet aber etwa doppelt so viel wie außerhalb der Dürrezeiten. Auf den Märkten im Norden des Landes wird ein 100-Kilo-Sack Hirse derzeit für etwa 46 Euro gehandelt, zu viel für viele Einheimische. Das Rote Kreuz verteilt Gutscheine, die die Menschen bei Händlern gegen eine bestimmte Menge an Hirse, Öl und Salz eintauschen können. Die nächste Bedrohung nähert sich derzeit aber aus dem Norden: eine Heuschreckenplage.
Weil in Nordmali aufgrund der Kämpfe zwischen Rebellengruppen viele Felder brachliegen, vermehren sich die Tiere außergewöhnlich stark. Bald könnten sie südlichere Gegenden erreichen und auch hier die Landwirtschaft bedrohen. Bereits angekommen sind 65.000 Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten, viele von ihnen haben ihre Viehherden mitgebracht. Für eine Gegend, die sich auch in guten Jahren kaum selbst ernähren kann, ist das eine Katastrophe.
Die aktuelle Krise ist bereits die vierte in der Gegend seit 2005, zuletzt fiel 2010 zu wenig Regen. Während früher Dürreperioden alle fünf bis zehn Jahre auftraten, kommen sie derzeit in viel kürzeren Abständen. " Wie brauchen langfristige Lösungen", sagt Klug, "sonst ist das jedes Jahr dasselbe hier."
Das Problem: Ohne Akuthilfe geht es nicht, weil die Menschen das verteilte Saatgut essen, wenn sie sonst nichts haben. Die Aussicht, dass es sich in vier Monaten vervielfachen kann, ist bei akutem Hunger zu wenig Anreiz. Für Soforthilfe und zusätzliche langfristige Maßnahmen aber reicht oft nicht das Geld.
Im Vergleich zur Hungersnot in Ostafrika 2011 habe man in diesem Fall schneller und früher reagiert, meint Klug. Er hofft nun auf ausreichend und gut verteilten Regen in den kommenden Monaten. Für die östliche Sahelzone sind die Langzeitprognosen gut. Im Westen sieht es dafür schlechter aus.
Dürre auch in Korea
Zu wenig Regen gibt es derzeit auch in Korea: Nordkoreanische Meteorologen sprachen von der schlimmsten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen vor 105 Jahren. In normalen Jahren sollen laut Uno in dem Land zwei Drittel der 24 Millionen Einwohner an Unterernährung leiden.
Eine Frau wandert durch Buschland in der Provinz Matam im Nordosten des Senegal. Für die westliche Sahelzone sind die Niederschlagsprognosen für die Regenzeit nicht gut. (Tobias Müller, DER STANDARD, 27.6.2012)
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die Sahel Zone ist 1. keine Wüste, 2. leben dort Menschen, die sich von ihrem Land ernähren, wenn sie es nicht mehr können, da der Regen in Folge des Klimawandels und der Erderwärmung ausbleibt, wandern sie in die Großstädte ab, von dort aus setzen sich dann viele Menschen nach Europa und in die USA in Bewegung, weil sie kapiert haben, dass man in den Verursacherländern für den Klimawandel ein gutes und sehr egoistisches Leben ohne Angst vorm Hungertod oder vor Armut führen kann.
Wenn wir so weitermachen, werden noch viel mehr kommen.
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