WAZ darf sich Chefredakteur für die "Krone" aussuchen

Ohne Dichands, wenn aus "Krone", entschied Schiedsgericht

Wien - Das Mediencasting des Jahres könnte in der Wiener Muthgasse stattfinden, hört man aus dem "Krone"-Hauptquartier: Die deutsche WAZ-Gruppe, Hälfteeigentümerin des Kleinformats, darf im Alleingang einen Chefredakteur für Österreichs größte Zeitung bestimmen. Das entschied nach Infos des STANDARD ein Schweizer Schiedsgericht nach fast einem Jahrzehnt Streit mit dem Hälfteeigentümer Hans Dichand und seit seinem Tod 2010 seinen Erben über auch diese Frage.

Die WAZ braucht Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand nicht zu fragen, wenn sie ihm einen Co zur Seite stellt, sagen die Schiedsrichter. Ein Aber soll es nach den unbestätigten STANDARD-Infos geben: Nur wenn sich der Essener Konzern für jemand aus der "Krone" -Redaktion entscheidet, bestimmt er diesen geschäftsführenden Chefredakteur allein. Kandidaten von außen müssten die Dichands zustimmen.

Geschäftsführenden Chefredakteur

2003 schon nominierte die WAZ im jahrelangen Streit mit dem Krone-Gründer einen geschäftsführenden Chefredakteur neben Hans Dichand. Die Wahl fiel auf den langjährigen Sportchef Michael Kuhn. Anfang 2006 warf Dichand Kuhn im Alleingang hinaus. Ob er das durfte, prozessierten die Krone-Eigner seither vor ordentlichen und Schiedsgerichten, die Streit unter den Krone- Gesellschaftern zu regeln haben. Nun sollen diese Schiedsrichter entschieden haben. Der WAZ soll zuletzt mehr an einem Finanzmanager für die "Krone" denn einem Chefredakteur gelegen sein.

Die nächsten Schiedsrichter nehmen schon ihre Arbeit auf. Themen, wie berichtet: Wie Preiserhöhungen für die "Krone" in der Mediaprint zu beschließen sind, seit Mai sind sie schon erhöht. Ob Hans Dichand seinen Sohn Christoph vor seinem Tod im Juni 2010 formal korrekt zum Krone -Herausgeber gemacht hat. Ob die WAZ den Dichands ihren garantierten Gewinn für magere Geschäftsjahre ersetzen muss. Entscheidungen sind nicht vor 2013 zu erwarten.

Die Eigentümer des gemeinsamen Krone-Kurier-Verlags Mediaprint (Dichand, WAZ und Raiffeisen) über eine wirtschaftlich bessere Struktur für den Printriesen. Die deutschen Managementberater von OC&C sollen etwa einen starken operativen Mediaprint-Manager vorgeschlagen haben.

Dichands, WAZ und Anwälte schwiegen wie gewohnt. (fid, DER STANDARD, 27.6.2012)

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25 Postings
höfliches Feedback

Darf ich ehrlich sein? Ich finde diesen Artikel mühsam zu rezipieren. Muss man es dem Leser wirklich so schwer machen? So ein Stress kann doch hoffentlich in der online-Redaktion auch wieder nicht herrschen, dass man nicht noch einmal drüberlesen könnte und kontrollieren, ob der eigene Text verständlich ist. Ich rede gar nicht von "gut geschrieben" – das ist ja oft Geschmackssache. Klar formulierte Information würde mir vollkommen genügen, Fidler muss nicht Flaubert sein. Aber wenn ich mich auch als versierte Leserin gezwungen sehe, trotz hohem Aufmerksamkeitsgrad und großem Interesse ganze Passagen mehrmals zu lesen, um den Sinn zu begreifen, kann's doch hoffentlich nicht nur an mir liegen ...

Na bumm...

...der Artikel steht aber nicht gerade für Qualitätsjournalismus, da hat man sich gleich mal der Krone bzgl. Schreibstil angepasst...

vollste zustimmung

was is denn los mit dem herrn FID????
nebenbei angry birds gezockt? :-)

So ein Wunder ...

... wen "fid" drunter steht ...

Katastrophaler Schreibstil!

Ohne Dichands, wenn aus "Krone", entschied Schiedsgericht

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"Die Eigentümer des gemeinsamen Krone-Kurier-Verlags Mediaprint (Dichand, WAZ und Raiffeisen) über eine wirtschaftlich bessere Struktur für den Printriesen."

... zumindest online könnte Fidler korrigieren ...

Die Krone müsste eigentlich zwangsenteignet und an 20 Menschen im gleichen Verhältnis verkauft werden. So viel Macht tut einem einzelnen nicht gut! Da kann die WAZ noch soviel versuchen, das Sagen haben leider immer noch die Dichands.

zwangsenteignung?

aber sonst sind´s noch g´sund?

Hauptsache, der Dichand hat nichts mehr zu melden !

Darf man das so offen sagen?

Finden Sie das nicht etwas pietätlos?

pietätlos?

pietätlos ist im umgangssprachlichen in zusammenhang mit einem "toten" zu bringen und CHRISTOPH DICHAND ist nicht tot sondern der derzeitige CR der krone und auf diese person wurde mit dem posting abgezielt!

klar soweit?

Das ist mir klar.

Genau damit hab ich ja kokettiert. Hans Dichand ist immer noch die Krone, obwohl er tot ist. Das da oben war eine Anspielung darauf.

Mir sind alle Zusammenhänge klar. Ich sollte mir fürs nächste Mal merken, ein Ironie-Tag folgen zu lassen. "Ironie versteht der Leser nie"

Wenn man sich blamiert hat, sollte man beidrehen.

Auch, wenn man "nur" ein Medientechniker ist oder werden will.

Ich hab schon in viel wichtigeren Schlachten mit Pauken und Trompeten verloren.

Blamabel ist das mit Nichten.

Denkt wirklich jemand, ich würde hier ernsthaft über Pietätlosigkeit klagen?

trotzdem liegen sie falsch...

...und das sie es mit "ironie" kennzeichen sollten/wollten oder in zukunft werden, ist in dem zusammenhang mit ihrem "erststatement" vollkommen falsch!

"Darf man das so offen sagen?
Finden Sie das nicht etwas pietätlos?"

Was daran kann "ironisch" ausgedrückt werden? sie haben geglaubt, es war "Hans Dichand" gemeint, der ja schon tot ist und jetzt im nachhinein wollen sie uns klar machen, das ihr statement ironisch gemeint war?

na dann...ein theoretiker halt!

Ob Sie mir das glauben oder nicht,

ich weiß dass Christoph Dichand das Zepter in Händen hält, da sein Vater verstorben ist.

Zum einen steht es im Artikel und zum anderen war das nicht mein erstes Posting in diesem Forum. Wenn Sie ein bisserl herumsuchen finden Sie über 5000 Postings von mir, nicht wenige davon im Etat-Teil und einige davon zum damaligen (umstrittenen) Wechsel an der Spitze der Krone.

Wie sollte ich Ihrer Meinung nach adäquat reagieren, wenn es tatsächlich Ironie war? Es ist vollkommen egal was ich schreibe, Sie werden es mir ja doch nicht glauben.. Oder liege ich da etwa falsch?

"Schlachten" kann man nicht verlieren, wenn man sich daran nicht beteiligt.

als ob die dichands mit pietät was anzufangen wüssten oder welche haben würden.

Ich meinte CHRISTOPH Dichand und seine Vormündin.

Erwartungsgemäß,..........

.....gaben die Schweizer der deutschen WAZ-Gruppe recht und Christian Nienhaus wird darauf der Krone die Zähne zeigen. Vor allem die seinerzeitigen Schläge tief unter der Gürtellinie gegen Bodo Hombach von Michael Dichand und die Vorwürfe der "organisierten Wirtschaftskriminalität" von Christoph Dichand gegen die WAZ liegen hier Niehaus noch sehr schwer im Magen. Es ist zu erwarten, dass hier der Konzern-CEO sehr nachtragen sein wird und keine Nonchalance vom seligen Erich Schumann gegenüber Hans Dichand an den Tag legen wird.

Liebe PraktikantIn

was möge das heißen:

Die Eigentümer des gemeinsamen Krone-Kurier-Verlags Mediaprint (Dichand, WAZ und Raiffeisen) über eine wirtschaftlich bessere Struktur für den Printriesen. Die deutschen Managementberater von OC&C sollen etwa einen starken operativen Mediaprint-Manager vorgeschlagen haben.

WAZ vs Dichands

Das ist Brutalität.

Frühstücks-Chefredakteure statt Frühstücks-Direktoren?

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