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Auch in Österreich sterben Vögel am Blei. Ein generelles Verbote ist aber nicht durchzusetzen.
"Wir werden nie eine frei lebende und sich selbst erhaltende Kondor-Population haben, wenn wir das Problem nicht lösen", sagt Toxikologin Myra Finkelstein von der University of California. Die Forscherin spricht von Bleimunition, die die Aasfresser über angeschossene Kadaver aufnehmen, und Hauptgrund für Bleivergiftungen bei den Tieren ist. Finkelstein wertete mit ihrem Team über 1100 Blutproben der Jahre 1997 bis 2010 aus, die Ergebnisse veröffentlichte das Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse sind ernüchternd: Die Kalifornische Kondore (Gymnogyps californianus) werden stetig überwacht, ihr Blut wird zweimal pro Jahr getestet, und wenn notwendig, werden sie behandelt. Trotzdem sterben regelmäßig Tiere an Bleivergiftung. Ein Fünftel der Tiere braucht jährlich Behandlung gegen Bleivergiftung. Seit 1997 wurde die Hälfte aller Tiere, die in freier Wildbahn leben, dahingehend behandelt.
Die Analyse der Federn belegen den intensiven und chronischen Charakter der Vergiftungen. Ohne Intervention der Menschen, die Tiere züchten, um sie in freie Wildbahn zu entlassen, würde sich die Population wieder vermindern und wahrscheinlich aussterben. - Wie es im Jahr 1982 schon fast der Fall war, als es nur noch 22 Tiere gab. Bis Ende 2010 ist die Population wieder auf 400 Exemplare angewachsen, die Hälfte lebt in Gefangenschaft.
Gesetze gegen Bleimunition sind politisch schwer durchzusetzen. Seit 2008 wird sie zumindest in Kondorgebieten nach und nach verboten. Die Forscher fanden aber noch keinen Beweis, dass sich das bereits positiv auf die Bleimengen im Blut der Tiere ausgewirkt hätte. Schon wenige vergiftete Kadaver hätten große Auswirkungen. Umfassendere Verbote der Munition wären notwendig.
Das Problem der Vergiftung von wild lebenden Tiere durch Bleimunition gibt es auch in Europa. Ab Juli wird nun Bleischrot bei der Jagd auf Wasservögel in Österreich verboten sein. Die Tiere benötigen Steine zur Verdauung und sterben an Bleikugeln, die sie an deren Stelle erwischen.
Verbot löst nicht alle Probleme
Das Verbot sei ein erster guter Schritt, aber es löst nicht alle Probleme, sagt Biologe Gabor Wichmann von Birdlife Österreich im STANDARD-Gespräch. "Es gibt Nachweise, dass auch Greifvögel wie Stein- und Seeadler in Österreich betroffen sind. Einzelne Tiere sind auch an Bleivergiftung gestorben." Da sich die Greifvögel nur teilweise von Aas ernähren, sei das Problem aber nicht mit jenen der Kondore vergleichbar.
"Die Jäger müssten auf Stahl- oder Plastikmunition umstellen", sagt Wichmann, "in anderen Ländern, etwa in Deutschland, funktioniert das." Auch in den heimischen Nationalparks ist die Umstellung schon im Gange. In Österreich hätten die Jägerlobby und der Handel verhindert, dass mit dem Bleischrotverbot in Bezug auf Wasservögel auch der Einstieg in das endgültige Aus für Bleimunition kommt, recherchierte die Ö1-Nachrichtenredaktion. Eine geplante Verordnung war nicht durchsetzbar.
600 Tonnen Blei werden jährlich in Österreich verschossen, ein großer Teil auf Schießplätzen. Auch hier denkt im Gegensatz zu anderen Ländern niemand daran, die Plätze zu sanieren. (Alois Pumhösel, DER STANDARD, 27.6.2012)
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Trotz aller gegenteiligen Beteuerungen gibt es bleifreie Büchsenmunition von dutzenden Herstellern seit vielen Jahren. Ich selbst schiesse mein Wild seit 18 Jahren ausschließlich bleifrei und das mit bestem Erfolg.
Legistisch wäre das ganz einfach zu lösen: Eine Verordnung als Zweizeiler zum Bundeschemikaliengesetz, aber das traut sich der Berlakovich nicht, da er mit dem Widerstand einer grossen Mehrheit der 9 Landesjagdverbände rechnen muss. Der Grund dafür?: Der marktführende Quasimonopolist für Jagdmunition will das nicht, da bleifrei auf die Gewinnmarge geht und sich der Rüstungskonzern der Schweizer Eidgenossenschaft eben nicht in die Suppe spucken lässt und die Jagdfunktionäre am Gängelband hat.
Der Grund dafür?:
Also, dass die Bleischrote (2,5 bis 4 mm) als Magensteinersatz aufgenommen werden ist Blödsinn! Magensteine gibt es meines Wissens nach auch nur bei Hühnervögeln - lasse mich da aber gerne schlauer machen.
Kunststoff (Plastik) munition ist unbrauchbar zur Jagd, Blei wird deswegen verwendet weil es ein hohes spezifisches Gewicht hat (Masse mal Beschleunigung ist Energie), die meisten Kunststoffe kennzeichnen sich durch das genaue Gegenteil!
Weicheisenschrote lassen sich besonders aus älteren Waffen nicht verschießen, das Material ist deutlich härter als Blei. Um die gleiche Energie wie bei Verwendung von Bleischrot zu erreichen muss ein gröberer Schrot gewählt und die Leistung der Patronen gesteigert werden um tierschutzgerecht zu jagen!
mit geeigneter Munition geschoßen und hinreichen gut geziehlt/getroffen wird, sodass das Tier sehr schnell stirbt und möglichst wenig leidet. Alles andere ist in Ö auch streng verboten!
Ein trauriges Beispiel für das genaue Gegenteil davon erreignete sicch vor kurzem in Salzburg wo ein (streng geschützter) Biber so lange mit einem Luftdruckgewehr beschoßen wurde bis ein Zufallstreffer in dessen Auge landete und der Biber letztlich daran starb. -Sowas machen aber nichtmal unsere Jäger -die ich auch schon nicht sonderlich mag -sondern nur Hirnkranke Sadisten! Ich hoffe man erwischt dieses Schwein und sperrt in ein!
... ist der einsatz von bleimunition ökologisch nicht zu rechtfertigen. es gibt brauchbare alternativen und wer es sich leisten kann zu jagen, kann sich auch neue jagdwaffen leisten. der gesetzgeber wird mittelfristig auch in ö dem wachsenden druck der mehrheitsgesellschaft nachgeben (müssen) - also besser sich gleich damit abfinden und umsteigen!
Huch, beim Abschuss von Weicheisenschrot wird der Lauf der älteren Jagdwaffen zerkratzt, das geht natürlich gar nicht!
Die halbherzige Regelung bei Wasservögeln ist ein Witz, wenn man sich anschaut, welche Bleimengen bei Treibjagden im Boden landen.
Psychisch gestörte Personen vergiften mit Bleimunition die Wälder und das Grundwasser, und diese kranken Individuen werden dafür nicht belangt.
Gewehre sind doch hauptsächlich Sammlerobjekte. Haben Sie halt eines mehr in der Sammlung.
Jagen ist eine Tätigkeit der finanziell bessergestellten. Die sollten doch keine Schwierigkeit hhaben sich eine neue Flinte zu kaufen.
dort ist die Situation ident zu der unsrigen.
Im Gegenteil es wird heute in AT sicher schon mehr bleifrei geschossen als in DE, hier wie dort auf freiwilliger Basis und so von geschätzt 10% der Jäger, beim Rest der p.t. Weidkameraden reicht es offensichtlich intellektuell nicht.
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