Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Innsbruck/Wien - Arthur Wechselberger ist kaum eine Woche als neuer Präsident der Österreichischen Ärztekammer im Amt, da regt sich bereits Kritik an seinen bisherigen Nebengeschäften. Wie der Tiroler Blogger Markus Wilhelm auf dietiwag.org berichtet, ist Wechselberger Geschäftsführer der Unternehmensberatung CW-Consult mit Sitz in Innsbruck. Das Unternehmen wirbt auf seiner Website mit einem umfangreichen Portfolio: Schulungen, Kongresse, Qualitätssicherung - das alles gibt's bei CW-Consult, deren 45-Prozent-Eigner Wechselberger ist.
Das C im Unternehmensnamen steht übrigens für Czermin, nämlich Thomas Czermin, den stellvertretenden Kammeramtsdirektor der Tiroler Ärzte. Wechselberger selbst ist seit mehr als 20 Jahren Präsident der Tiroler Ärztekammer, er kommt aus der VP-nahen Vereinigung und folgte als österreichischer Präsident vergangene Woche Walter Dorner nach.
Vorwurf der Bereicherung
Auf dietiwag.org wird nun der Vorwurf erhoben, der Präsident bereichere sich, indem er seine Firma als alleinigen Anbieter für verpflichtende Fortbildungen installiert habe. Gesellschafter ist neben Wechselberger und Czermin ausgerechnet Edgar Wutscher, der Fortbildungsreferent der Tiroler Ärztekammer. Die Website enthielt ursprünglich übrigens keine Informationen über die personelle Konstellation der CW-Consult, erst nach dem Blog-Eintrag am Montag wurden diese eingefügt - mit dem Hinweis, die Gesellschafter stünden zwar in einem Naheverhältnis zur Tiroler Ärztekammer, würden in dem Unternehmen aber "ausschließlich als Privatpersonen" auftreten.
Die Geschichte stimme nur insoweit, als er Geschäftsführer von CW-Consult sei, sagte Wechselberger dem STANDARD am Dienstag. Die Firma habe er vor zwölf Jahren gemeinsam mit Kammer-Kollegen gegründet, weil man draufgekommen sei, dass es keine Fortbildung für Sprechstundenhilfen gebe. In Absprache mit der Ärztekammer gibt es nach der Absolvierung eines derartigen Kurses - zwölf Wochenendmodule kosten 1900 Euro - auch ein Zertifikat. Dies sei aber keineswegs die Voraussetzung für die Beschäftigung in einer Arztpraxis. Zudem organisiere die Firma Kongresse, etwa im Sportbereich, Zielgruppe seien aber keineswegs ausschließlich Mediziner.
Und von Bereicherung, sagt Wechselberger, könne bei CW-Consult sowieso keine Rede sein: "Unsere Angebote sind sehr günstig, wir verdienen keinen Cent." Im Gegenteil: Er stelle sich sogar als Gratisvortragender für Fortbildungen zur Verfügung. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 27.6.2012)
Die Patientenanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die Ärztekammer: Sie vermuten, deren Qualitätsstelle schütze "Ärzte mit Qualitätsdefiziten"
Streit um Lehrpraxis - Stöger: Ärztekammer soll unterzeichnetes Konzept umsetzen - Wechselberger: Konzept des Ministers derzeit "nichts wert"
Kaum haben die (Gebiets-)Krankenkassen finanziell etwas mehr Spielraum, werden Forderungen nach neuen Leistungen laut. Die Zahnärztekammer fordert unter anderem mehr Geld für Patienten für Mundhygiene und Zahnregulierungen.
"Gesundheitsbarometer": Allerdings nimmt Anteil der Zustimmung ab - Größte Sorge: Arzneimittelfälschungen
Kassen-Ergebnis gegenüber Februar-Voranschlag weiter verbessert
Sozialminister Hundstorfer sieht Urteil als "richtungsweisend" an und will schwarze Schafe identifizieren
Über neue Zähne, Psychotherapie, das saufende Österreich und Bluttests: Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling im Interview
130.000 Personen in Krankenpflege und medizinisch-technischen Diensten tätig - Qualifikation nicht nachgewiesen
Pflegebedürftige sollten so lange wie möglich zu Hause bleiben dürfen. Pflege-Aktivisten fordern Geld für 24-Stunden-Betreuung
Gesetzesentwurf sieht Auszeit für drei Monate vor - Auch Teilzeit wird möglich
Rahmenkonzept ist fertig - Nach Basisausbildung folgt Facharzt
Laut Volksanwaltschaft haben Netzbetten in Psychiatrien nichts zu suchen. Doch in Wien will man auf "Notfallbetten" mit Netzen nicht verzichten
Krankenkassen planen höhere Ausgaben für Prävention, Zahnmedizin und Kindergesundheit
Kassen haben Sparziele übererfüllt - Laut eigenen Angaben "ohne Leistungskürzungen" Kosten gedämpft
Kontrollbesuche der neuen Volksanwaltschaftskommissionen deckten West-Ost-Gefälle auf
Die Wiener Ärztekammer richtet eine Ombudsstelle für Patienten ein - diese sollen nun per SMS über die Besetzung abstimmen. Die zwei aussichtsreichsten Bewerber haben einige Dispute mit der Kammer hinter sich
Im Mai sollte im Parlament über heikle Fragen wie Eizellen-Diagnostik diskutiert werden sollen - doch die ÖVP schwänzte die Vorbereitung
Zahl der Eingriffe teilweise deutlich unter den vorgegebenen Mindestfrequenzen - Bericht ortet Versäumnisse der Politik auf Bundes- und Landesebene
In abgelegenen Gegenden herrscht längst Medizinermangel, weil der Job für junge Ärzte in Österreich zunehmend unattraktiv wird
Welches Material am besten sei, müsse von Fall zu Fall entschieden werden
Die Gefahren von Haschisch und Marihuana sind unter Experten umstritten
Bekommt Oberösterreich eine Fünf-Prozent-Hürde bei teuren Implantaten? Zumindest beim landeseigenen Spitalsbetreiber Gespag gibt es konkrete Überlegungen
Oberösterreichs Landespolitik fordert in Linz eine Medizin-Fakultät, um Ärztemangel zu bekämpfen. Tatsächlich gibt es in keinem anderen EU-Land so viele Ärzte wie in Österreich
Kompetenzen bleiben zersplittert - Kostendämpfungen "nicht schlüssig nachvollziehbar"
Behandlungsfehler in Spitälern sind selten, aber schwerwiegend - Seit 2002 erhielten Patienten 56 Millionen Euro
Die Firma CW Consult bietet seit Jahren gute FREIWILLIGE BERUFSBEGLEITENDE KURSE für Arztassistentinnen an,um eine ständige Weiterbildung zu ermöglichen. Dies ist auch gut so, da die üblichen Basiskurse nicht genügen. Da die Kurse üblicherweise von den Arbeitgebern (ÄRZT/INNEN) bezahlt werden, DR. Wechselberger gratis referiert und die Firma nicht gewinnorientiert ist ,frag ich mich ,wo die Bereicherung ist?? Oder findet hier einfach das übliche politische Anpatzen des Gegners statt?
Als niedergelassener Arzt mit zwei beschäftigten Assistentinnen sei mir die Frage erlaubt, was an einer Firma verwerflich sein soll, die Weiterbildungskurse auf hohem Niveau für ärtzliche Assistenzberufe anbietet: die freiwilligen Kurse werden (wohl fast ausschließlich) von den Dienstgebern bezahlt, kein Cent an öffentlichen Geldern wird dafür aufgewendet! Eine gut ausgebildete Arztassistentin ist eine unerlässliche Unterstützung für den Arzt. Jemand wie Dr. Wechselberger hat das bereits vor mehr als 10 Jahre erkannt. Ihm jetzt zu unterstellen, sich bereichern zu wollen, zeugt meiner Meinung nach nur von österreichischer Neidkultur...
.. isr ja seit schwarz-blau genauso zentrales Element der politischen "Kultur" wie die selbstverständlich auch hier geltende Unschuldsvermutung....
.. nur daß es diesmal statt einer supersauberen weste ein superweisser Kittel ist...
Dr. Wechselberger ist einer der wenigen Ärzte in Innsbruck, die noch Hausbesuche machen, vielleicht machen das die meisten nicht mehr, weil die Bezahlung zu gering für den Aufwand ist - Wechselberger zeigt interesse an seinen Mitmenschen, und das unabhängig vom Geld.
Ich habe Kurse der CW-Konsult besucht und bin sicher, sie sin ihr geld wert - für ärzte werden jedoch keine Kurse angeboten, die verpflichtend von der Kammer vorgeschrieben werden - wers nicht glaubt, soll sich informieren....
Vielleicht schaut mal wer, welche Firmen die anderen Kammern betreiben, und wozu die gegründet wurden und wohin die Erträge - falls vorhanden - fließen, welche Hierarchien bestehen, welche Gratisleistungen zu welchen Kosten verrechnet werden, in der Dienstzeit, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
"Unsere Angebote sind sehr günstig, wir verdienen keinen Cent."
wahnsinn, die machen das aus nächstenliebe! deshalb haben sie auch eine firma gegründet..
wie tief kann es eigentlich noch gehen. es ist alleine schon irre, daß dieser eine satz gesagt wurde! anderen leuten würde man für solch schwachsinnige aussagen die klapsmühle androhen..
und das impressum haben sie erst nach den recherchen hinzugefügt! ist das nicht gesetzeswidrig, wenn auf einer corporate website keine impressumsangaben aufscheinen. dieser mann ist gerade ärztekammerpräsident geworden. sofort zurück treten!
Ja sag einmal!!! Langsam habe ich das Gefühl, unsere "Leitungsträger" sind schizophren! Ist ein unglaubliches Phänomen, wie die anscheinend Privates und Berufliches trennen können. Ein Traum für jedne Burn-out gefährdeten.
Ich bin mal ehrlich: Ich kann nicht aus meiner Haut raus. Und manchmal abends im Bett vorm Einschlafen, gibt es schon berufliche Dinge, die mich beschäftigen. Und noch ehrlicher: Manchmal bespreche ich auch Probleme mit meiner Frau.
Ach, möchte ich so ein toller "Leistungsträger" sein. ;-)
Ich finde super, dass der Standard in letzter Zeit regelmäßig Artikel von dietiwag.org bringt, hebt irgendwie das journalistische Niveau der Zeitung, zwischen den ganzen APA-Meldungen. Gibt es solche "Aufdecker" außer in Wien und Tirol auch in den anderen Bundesländern, wenn ja fänd ich es sehr positiv, würde der Standard hier auch öfter "abschreiben".
Eines ist sicher das Kammersystem ist eines das das Volk schroepft und zur Bereicherung der Altparteien und ihrer korrupten Apostel. Dieses Kammersystem ist total verrottet und gehoert abgeschafft und zwar sofort!
Ich frag den Pendler, ob das Volk dies zuwege bringt? http://www.youtube.com/user/00derpendler
Mafiös, anders kann man das nicht nennen, wenn unter dem Vorwand der ach so essentiellen Weiterbildung den (meistens) Frauen, die dringend Arbeit suchen und diesen Job auch gut meistern würden, Euro 1900,- abgepresst werden, als - potentielle - Eintrittskarte in den Beruf. Es handelt sich vermutlich um 6 Monate Lohn bei diesem Betrag. Und das schau ich mir an, ob nicht früher oder später jede(r) gezwungen wird, diese "Weiterbildung" zu absolvieren. Tirol ist nicht so groß, da kennt jeder jeden, und es gibt keine Lobby für die Sprechstundenhilfen im Land der Schwarzkatholen.
Die Frage, warum außer den davon Profitierenden überhaupt noch irgendwer schwarz wählt, wird immer unglaublicher- also, dass sie überhaupt gestellt werden muss.
Das schwarz Wählen ist eine Unterstellung - es gibt in Tirol auch Menschen die NICHT schwarz wählen!
Und zur Finanzierung - die wird vielfach von den Ärzten übernommen wenn sie eine Sprechstundenhilfe einstellen (gendern ist hier ja unnötig, da es sich ausschließlich um Frauen handelt)
Hat sich schon mal wer die Frage gestellt warum der Kurs nicht vom WIFI oder vom AZW angeboten wird???
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.