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Mode in Bewegung

25. Juni 2012, 16:30

Lucia Glass, Choreografin der Open-Air Performance SENSATION des Tanzquartier Wien im MQ Fürstenhof über „tanzende“ Models, Timing am Laufsteg und das Kleidungsstück als Performer.

Lucia Glass (D): Sensation

"Was macht das Kleid mit mir, was macht meine Bewegung mit dem Kleid", fragt sich die Hamburger Choreografin Lucia Glass in ihrer Arbeit SENSATION. Mode liefert die Inspiration für ihr neues Stück, das als Beitrag des Tanzquartier Wien zum MQ Summer of Fashion in einer Outdoor-Version zu sehen ist.

Es ist endlich Sommer und die lauen Temperaturen laden dazu ein, im Kleidchen oder luftigen Outfit die Abende im Freien zu genießen und keine wetterfesten Schuhe hindern am Tanzen unterm Sternenhimmel. Am Freitagabend zieht auch das Tanzquartier Wien kurzzeitig nach draußen und lädt bei freiem Eintritt zur Performance SENSATION von Lucia Glass in den Fürstenhof des MuseumsQuartier und anschließend zur SEASON.ENDING.DANCE.PARTY mit dem Hamburger DJ Lorin Sylvester Strohm und der TQW-Durchfahrtsdisko von Oliver Hangl in die Tanzquartier Wien / Studios.

Tanzquartier-Intendant Walter Heun legt sich bereits sein Lieblingshemd zurecht und freut sich auf diesen besonderen Abend: "Das Interessante an der Perfomance von Lucia Glass ist, wie Mode das körperliche Verhalten ändert". Anhand des Zusammenspiels von Körper und Kleid untersucht die Choreografin gemeinsam mit professionellen Laufstegmodels, wie ein Outfit die Trägerin in ihrer Bewegung beeinflusst, und umgekehrt, wie unterschiedliche Bewegungen sich auf die Choreografie der Kleidung auswirken. Zu sehen ist Mode aus den Kollektionen von internationalen ModedesignerInnen wie Martha Binkowski, Paula Immich, Musswessels, Vladimir Karaleev, Maha Shakar und anderen.

 

Lucia, du hast in deinen Choreografien immer die Nähe zu anderen künstlerischen Bereichen wie den Film, die Fotografie oder die Bildende Kunst gesucht. Was fasziniert dich am Thema Mode?

Es ist der Reiz, mit einer Kunstform zu arbeiten, die in ihren Abfolgen so komplex ist wie die Mode: Vom Entwurf des Kleidungsstücks über die Suche nach dem Model bis hin zur Inszenierung der Mode auf dem Laufsteg. Mich haben Modenschauen immer fasziniert. Das Timing, das Offenlegen des Laufstegs, über den man kurz zuvor noch zu seinem Platz gekommen ist, der Moment, den man hat, die Entwürfe zu sehen. Mir kam dabei die Idee, das Kleidungsstück als Performer zu betrachten, weil es erst in Bewegung seine Wirkung auf den Betrachter entfaltet.

Wie unterscheidet sich die choreografische Arbeit mit professionellen Laufstegmodels von jener mit ausgebildeten Tänzern?

Tänzer sind Bewegungsvirtuosen, Models sind Experten im Präsentieren von Mode. Was passiert, wenn sie die Mode in Bewegung zeigen, wenn sie sich länger auf der Bühne aufhalten, wenn choreografische Abläufe hinzukommen? Auf dem Laufsteg geht es nur um den unmittelbaren Eindruck.

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