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vergrößern 800x803Böse Buben rauchen. Unsane sind sehr böse. Am Samstag spielen sie in der Arena. Grrr.
Wien - Es gibt kein Album der Band Unsane, das nicht Blutspuren auf dem Cover zeigt. Blutspuren in ungesunden Mengen. So großzügig, dass Hermann Nitsch frohlocken würde, die jeweiligen Blutspender diese Freude aber in keinem Fall mehr teilen könnten.
Das New Yorker Trio mit dem ungesunden Namen Unsane zählt zu den Überlebenden des garstigen Lärmrock der frühen 1990er-Jahre. Damals verlegten Majors auf der Suche nach den nächsten Nirvana bekanntlich jede mittelmäßige Rockband, wenn sie nur schnell genug ihren Namen schreiben lernte. Sogar Unsane gelang mit dem Album Total Destruction ein Vertriebsdeal mit einem Major. Aber sagen wir es, wie es ist: Unsane sind nicht Mainstream-tauglich.
Das Trio um Chris Spencer ergötzt sich zu sehr an abstoßenden und den gewaltsamen Tod bringenden Themen, um in der fröhlichen Welt von MTV oder gar dem Formatradio einen Platz zu finden.
Vergangenen März haben Unsane ihr neues, wieder mit einem lebensaftroten Cover-Artwork ummanteltes Album veröffentlicht. Wreck nennt sich das Werk, und es wird am Samstag in der Wiener Arena live präsentiert.
Die Mischung aus knüppelnder Härte und kaltem Metal tut darauf immer noch ihre Wirkung. Und anders als Page Hamilton von Helmet geben sich Unsane heute noch nicht als rockende Sonnyboys. Gerade in Wien nicht. Wurde Spencer hier doch 1998 nach einem Konzert von Unbekannten intensivstationsreif geprügelt, was eine dreijährige Pause der Band verantwortete. Zeit für eine Revanche. (Karl Fluch, DER STANDARD, 27.6.2012)
Unsane: 30. 6., Arena, Baumgasse 80, 20.00
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Die Geschmackspolizei sollte sich vielleicht zuerst mal selber abmahnen.
Nur zur Erinnerung: Ich schrieb "...für meinen Geschmack...". Darf ich den nicht haben oder äußern? Darüberhinaus nannte ich auch die wichtigsten Gründe, war mir aber dennoch dessen bewusst, dass es sich um eine reine Geschmacksfrage handelt.
Und ich halte die zitierte Formulierung dennoch für eine Verunglimpfung des Übergriffes oder richtiger Verbrechens an besagtem Sänger, da ja nicht anzunehmen ist, dass dieser eine "Revanche" sucht, die diese Bezeichnung verdient, also Aug um Aug.
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