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SecurID-Token der Firma RSA in Minuten geknackt
Diese Meldung dürfte den IT-Spezialisten in Unternehmen und Behörden auf der ganzen Welt die Schweißperlen auf die Stirn treiben: Einer Gruppe von Computerexperten ist es nach eigener Aussage gelungen, in Windeseile einen der weit verbreiteten Sicherheitsschlüssel (Token) zu knacken, mit denen sich Mitarbeiter von außen in firmeneigene Computernetzwerke einwählen oder vertrauliche Daten verschlüsseln können.
Bislang als sicher gegolten
Die ins Zwielicht geraten Token sind millionenfach verbreitet. Die handlichen Geräte in der Größe eines Schlüsselanhängers geben zufällig erzeugte Zahlenfolgen aus, die nur für jeweils kurze Zeit als Passwort dienen. So ist es möglich, damit auch an sensible Daten zu gelangen. Hacker bräuchten - wenn überhaupt - viel zu lange, um den Code zu entschlüsseln, hieß es bisher vonseiten der Hersteller.
13 Minuten
Die Computerexperten, die sich selbst "Project-Team Prosecco" nennen, stammen aus mehreren europäischen Universitäten. Sie wollen einen der gängigsten Token nun in gerade mal 13 Minuten überwunden haben. Ihre Entdeckung beschreiben sie in einem bereits im Internet veröffentlichten Papier, das sie auf einer Kryptographiekonferenz im August vorstellen werden. "Die Attacken sind effizient genug, um praktikabel zu sein", heißt es in der 22-seitigen Abhandlung.
RSA
Der erwähnte Token stammt vom US-Unternehmen RSA, einem der größten Hersteller derartiger Geräte. Die Firma erklärte, der Sache nachzugehen. Es ist nicht das erste Mal, dass RSA in die Schlagzeilen gerät. Im vergangenen Jahr mussten Millionen Token ausgetauscht werden, nachdem Hacker in die Systeme der Firma eingedrungen waren. Später nutzten die Hacker die erbeuteten Informationen, um einen Angriff auf den US-Rüstungsriesen Lockheed Martin zu starten.
Ganze Reihe von Geräten verwundbar
Eine ganze Reihe von Verschlüsselungsgeräten seien verwundbar, erklärten die Computerexperten. Unter anderem wird ein System von Siemens in dem Papier erwähnt. Ein Sprecher des Münchener Technologiekonzerns erklärte auf Anfrage der dpa, dass das sogenannte Siemens CardOS zwischenzeitlich an den französischen IT-Dienstleister Atos Origin verkauft worden sei. Hier hatten die Computerexperten 21 Minuten zum Knacken benötigt.
Update: 27.6.
Seitens RSA erreichte uns am Mittwoch folgende Stellungnahme: "Die Angriffsmethode, die hier untersucht worden ist, ist in der Praxis nutzlos, da hier die Smartcard sowie der entsprechende PIN benötigt werden." Eine ausführliche Stellungnahme gibt das Unternehmen in einem Blog-Eintrag. (APA/red, 27.6.2012)
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Hier das Statement von RSA bzgl. der Untersuchung des RSA SecurID Token 800. Die Angriffsmethode, die hier untersucht worden ist, ist in der Praxis nutzlos, da hier die Smartcard sowie der entsprechende PIN benötigt werden.
Die ausführliche Reaktion von RSA zu diesen konstruierten, akademischen Forschungsergebnissen finden Sie in der Stellungnahme von Sam Curry, RSA.
http://blogs.rsa.com/curry/don... t-cracked/
EMC Österreich
Tja, viel Aufwand für eine unsichere Technik.
Schon vor Jahrzehnten wurde versucht, die CAD-User mit Hardware-Token zu gängeln. Die waren auch nicht immer so erfolgreich.
Einstein hatte also doch vollkommen recht und jede Generation meint aufs Neue, sie hätte was sicheres entwickelt ;-)
.. das andere in den USB-Port. So what?
Beides sind (waren) sehr teure Techniken, welche Arbeitskräfte in der Entwicklung für wichtigere Arbeiten "blockieren". Der Kostennutzen kommt dabei auch nie wirklich zur Sprache ;-)
Stimmt leider nicht:
RSA wurde vor ca. einem Jahr gehackt, schon damals wurde SecureID kompromittiert. Siehe: http://www.heise.de/security/... 10245.html Die gestohlenen Daten wurden dann bei einem Angriff auf Lockheed Martin im Mai letzten Jahres verwendet.
Dann heiß es schon auf Heise: "Sicherheitsspezialisten gehen deshalb davon aus, dass SecurID-Tokens keine ausreichende Sicherheit mehr bieten und das System als geknackt angesehen werden muss."
Bist Du sicher :) ? http://www.thealgorerhythm.com
* Don't Panik *
Etwas sehr vereinfacht ausgedrueckt: Das Verfahren funktioniert so das man eine Reihe an anfragen stellt, und dann mit den Resultaten auf den Schluessel kommt um Zukünftige Resultate zu prognostizieren.
Damit das geht, braucht jemand Zugang zu dem hip (Geraet) selbst. Also so lang der nicht abhanden kommt, besteht noch kein Grund zur Panik.
Es handelt sich hierbei um eine Sonderform der Adaptive chosen-ciphertext attack http://en.wikipedia.org/wiki/Adap... ext_attack
Wer es genau wissen will, hier gibt es das Paper zum Nachlesen: http://hal.inria.fr/docs/00/7... R-7944.pdf
Ich hab selbst einen bekommen, allerdings ist das ein anderes Modell.
Prosecco hat den USB Token RSA Secure ID 800 geknackt. Nur geht das aus dem Artikel nicht hervor.
In der Abhandlung stehts genau drinnen.
Modellnummer ist auf der Unterseite des Token zu finden.
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