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Suchmaschinen für günstige Hotels und Flugtickets erfreuen sich großer Beliebtheit und luchsen Reisebüros die Kundschaft ab. Doch nicht immer bekommen Nutzer tatsächlich die günstigsten Angebote vorgeschlagen. Die Reiseseite Orbitz zeigt Mac-Usern absichtlich teurere Angebote.
Teure Angebote an oberste Stelle
Gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt Orbitz, dass es ein Suchsystem ausprobiere, das aufgrund des Betriebssystems unterschiedliche Ergebnislisten zusammenstellt. Mac-Usern werden von Haus aus teurere Hotels und Flugtickets an oberster Stelle der Suchliste vorgeschlagen. Es wird jedoch betont, dass für ein und dasselbe Angebot keine unterschiedlichen Preise ausgegeben werden.
Mac-User zahlen bis zu 30 Dollar mehr
Laut dem Unternehmen seien Mac-User bereit 20 bis 30 US-Dollar mehr pro Nacht für ihr Hotel auszugeben als Windows-User. Auch würden Besitzer eines Apple-Rechners eher 4- und 5-Stern-Hotels buchen. Per Standard-Einstellung sortiert Orbitz die Angebote nach "Best Value". Erst eine manuelle Sortierung bringt die billigsten Angebote an die Spitze.
"Mac-Falle"
Wer nicht in die "Mac-Falle" tappen will, sollte die Sucheinstellungen bei derartigen Diensten daher selbst definieren. (red, derStandard.at, 26.6.2012)
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Abgesehen davon, dass das ganze NICHTS mit Apple zu tun hat, passiert das minütlich und ist Teil des Räderwerks rund um Google AdWords. Ebensogut könnte jemand herausfinden, dass indigenen Kärntnern vermeher Reiseziele am Obersalzberg angeboten werden. Es ist Part of the Game rund um AdWords :-/
Auch für Mac-Nutzer gibt es eine Möglichkeit, die Preissuche zu umgehen. Wenn man nämlich eine Metasuchmaschine benutzt, die einem dann zum Anbieter weiterleitet.
Das klappt zum Beispiel für Hotels bei hotelglueck.at oder Hostels bei hostelworld.com ganz gut.
Da weiss der Hotel-Anbieter nämlich nicht, welcher Browser benutzt wird, da die Abfrage halt von der Metasuchmaschine, also einem Dritten kommt.
http://www.youtube.com/watch?v=njos57IJf-0
(werd' ich übrigens künftig des Öfteren posten, wenn sich die Fanboys aus beiden Lagern wieder mal in die Haare kriegen)
erst kürzlich ein nettes hintergrundbild entdeckt: http://tinyurl.com/7aqmklk .
wenn ein dämliches, von Marketingfuzzis spezifiziertes Stück Software sich anmaßt, aufgrund irgendeiner aus dem Zusammenhang gerissenen technischen Variable besser zu wissen, was ich will, als ich selbst. Am allerliebsten ist mir das sogenannte Location Aware Browsing, das mir je nachdem, an welchem Knoten der von mir benutzte Rechner verbunden ist, die von mir gesprochene Sprache aufs Aug drückt. Internetcafé in Moskau? Hoppla! Das Betriebssystem ist nur eine neue Variante dieses Unfugs.
Was vielleicht sogar lieb gemeint ist, empfinde ich als Entmündigung und Beleidigung der menschlichen Intelligenz.
Die "Bevormundung" kann man aus anderer Perspektive auch als intelligente Software sehen.
Warum verwenden Sie denn überhaupt eine Suchmaschine? Es steht Ihnen ja frei, sich ein Hotelverzeichnis der betreffenden Gegend zu besorgen und alle Hotels einzeln anzufragen.
Die Suchmaschine liefert Ihnen nur die, die freie Plätze gemeldet haben (Bevormundung?!), die überhaupt elektronische Buchungen akzeptieren (Vevormundung?!) und sortiert die halt noch nach eigenen Annahmen.
Zu jeder "Bevormundung", die Ihnen auffällt, gibt es hunderte weitere Annahmen, die im Hintergrund laufen und die Services überhaupt erst sinnvoll nutzbar machen.
Erstere machen intelligente Software aus, letztere werden zum Ärgernis. Daß manche Annahmen nützlich sind, macht die ärgerlichen nicht nützlich.
Gute Software erkennt man daran, daß sie dem Benutzer offensichtlich notwendige Arbeit abnimmt, ihm aber immer die freie Wahl läßt. Software, die ungefragt Entscheidungen für mich trifft, über die ich selbst die Kontrolle haben möchte, ist schlechte Software.
Zu Ihrer wenig konstruktiven Frage fällt mir nur eine passende Gegenfrage ein: warum verwenden Sie überhaupt eine Suchmaschine, um nach einem Hotel zu suchen, und nicht gleich ein Portal, das das Hotel ohne Ihr Zutun aussucht?
Nicht alle Annahmen sind sinnvoll. Aber was für den einen nützlich ist, ist für den anderen unsinnig.
Ihr Beispiel der Sprachsteuerung: wenn 1. die Spracheinstellung im Browser und 2. das Land der IP-Adresse benutzt wird, ist die Sprache in 99,9% richtig. Die restlichen 0,1%, die bewusst eine spezielle Sprachversion wünschen, liessen sich über Cookies auch noch abfangen - oder die klicken einmal unnötig. Aber genau darüber haben Sie sich beschwert.
Wenn Sie ein Portal kennen, dass Hotels vollautomatisch (und mit "annehmbaren" Ergebnissen) bucht, dann nur her damit. Ich melde mich heute noch an!
die statistik ist wohl objektiv, und sie besagt, dass die meisten menschen eine aktion tätigen (z.B. ihre landessprache wählen, wenn sie auf eine internationale website kommen), das hat nichts mit bevormundung zu tun, sondern einfach mit dem entgegenkommen, diesen menschen diese aktion abzunehmen und ihnen dadurch einen klick zu ersparen.
Das können Sie aus einer Klickstatistik nicht herauslesen. Klicks sind keine eindeutigen Willensäußerungen.
Im übrigen sind es gar nicht abänderbare Defaulteinstellungen, die mich aufregen, sondern jene besonders intelligenten Gouvernantenseiten, wo meine ausdrückliche Wahl übergangen wird, oder wo ich gar keine Wahl habe. Einfaches Beispiel: wenn ich www.google.com eingebe, werde ich sofort auf www.google.at umgeleitet, obwohl ich explizit die amerikanische Homepage angegeben habe. Die Dummköpfe, die so etwas entscheiden, unterstellen mir, daß ich nicht zwischen com und at unterscheiden kann.
Dann schauen Sie mal unten rechts, wenn Sie google.com ansurfen, da gibt es folgenden Link: google.com in English
Wenn Sie diesen Link anklicken, bleiben Sie bei erneutem Aufruf von google.com automatisch auf google.com und der untere Link ändert sich auf google.at
ad Willensäußerung - Zufallsklicks sind dann doch eher sehr selten und entscheiden noch seltener über Mehrheit oder Minderheit
Aber wozu erst die Umleitung? Was würden Sie sagen, wenn Sie in ein Restaurant gehen, ausdrücklich Penne all'arrabiata bestellen und dann Spaghetti Carbonara mit dem Hinweis serviert bekommen, der Kellner kann Ihnen gerne auch Penne bringen, wenn Sie ihn noch einmal darum fragen?
Die automatische Änderung funktioniert übrigens nur, solange Sie am selben Rechner bleiben.
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